{"id":997440,"date":"2026-05-06T00:39:16","date_gmt":"2026-05-06T00:39:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997440\/"},"modified":"2026-05-06T00:39:16","modified_gmt":"2026-05-06T00:39:16","slug":"koeln-jugendliche-wollen-bei-social-media-eher-schutz-als-verbote-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997440\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln | Jugendliche wollen bei Social Media eher Schutz als Verbote"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (dpa) &#8211; Jugendliche in Deutschland haben einer Unicef-Umfrage zufolge eine differenzierte Meinung zu Risiken und Nutzen der sozialen Medien. Tendenziell fordern sie statt Verboten eher besseren Schutz auf digitalen Plattformen.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Untersuchung befragte das Sinus-Institut im Auftrag von Unicef in der ersten Aprilh\u00e4lfte 1.072 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren online. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repr\u00e4sentativ f\u00fcr diese Gruppe der Jugendlichen.\u00a0<\/p>\n<p>Social-Media-Verbot bis zu welcher Altersgrenze?<\/p>\n<p>Die Aussage \u00abF\u00fcr Jugendliche unter 16 Jahren sollten Social Media verboten und nicht zug\u00e4nglich sein\u00bb halten 10 Prozent der Befragten f\u00fcr sehr sinnvoll, 15 Prozent f\u00fcr eher sinnvoll und 28 Prozent f\u00fcr teilweise sinnvoll. 24 Prozent stufen eine solche Ma\u00dfnahme aber als eher nicht sinnvoll ein und 22 Prozent als gar nicht sinnvoll.\u00a0<\/p>\n<p>Beschr\u00e4nkt man das Verbot auf unter 14-J\u00e4hrige, \u00fcberwiegt dagegen die Akzeptanz: Dann halten 30 Prozent dies f\u00fcr sehr und 24 Prozent f\u00fcr eher sinnvoll.\u00a0Allerdings glauben 88 Prozent, dass Jugendliche Wege finden w\u00fcrden, gesetzliche Altersgrenzen zu umgehen &#8211; etwa \u00fcber geteilte Ger\u00e4te oder den Wechsel zu weniger regulierten Plattformen.\u00a0<\/p>\n<p>Vor- und Nachteile der sozialen Medien<\/p>\n<p>Weitere Ergebnisse der Umfrage: 38 Prozent der 14- bis 16-J\u00e4hrigen sind der Meinung, dass die Vorteile sozialer Medien \u00fcberwiegen. F\u00fcr 46 Prozent halten sich Vor- und Nachteile die Waage. 16 Prozent denken, dass soziale Medien \u00fcberwiegend Nachteile haben.<\/p>\n<p>Positiv betrachten die Befragten vor allem die soziale Verbindung: 82 Prozent nutzen demnach soziale Medien, um mit Freundinnen und Freunden oder anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. 74 Prozent bekommen dort nach eigenem Daf\u00fcrhalten neue Ideen oder Inspiration.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite benennen die Jugendlichen aber auch klar, welche negativen Seiten sie bei sozialen Medien sehen: 74 Prozent verlieren auf den Plattformen h\u00e4ufig das Gef\u00fchl f\u00fcr die Zeit. Als gr\u00f6\u00dfte Risiken nennen sie Mobbing, Hass und Beleidigungen (50 Prozent), zu langes Scrollen, ohne aufh\u00f6ren zu k\u00f6nnen (44 Prozent) sowie Falschinformationen und Fake News (42 Prozent).<\/p>\n<p>Wie kann man besseren Schutz herstellen?<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Mehrheit von 84 Prozent spricht sich f\u00fcr bessere Inhaltsfilter und die schnelle L\u00f6schung ungeeigneter Inhalte aus. Standardm\u00e4\u00dfig aktivierte Schutzeinstellungen wie private Profile und eingeschr\u00e4nkter Kontakt durch Fremde bef\u00fcrworten 80 Prozent. 42 Prozent sehen bei Schutzma\u00dfnahmen vor allem die Plattformen in der Verantwortung, 25 Prozent halten es f\u00fcr eine gemeinsame Aufgabe unter Einschluss der Jugendlichen selbst, und nur 15 Prozent sehen den Staat und die Politik in der Verantwortung.<\/p>\n<p>Die Umfrage zeigt nach Einsch\u00e4tzung von Unicef-Deutschland-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Schneider, dass Jugendliche die Risiken im digitalen Raum kennen. \u00abSie haben klare Vorstellungen davon, was helfen w\u00fcrde, diesen sicherer zu gestalten. Die Jugendlichen sagen uns: Verbote allein bringen gar nichts. Was sie sich w\u00fcnschen, ist ein digitaler Raum, der sicher und altersgerecht ist.\u00bb Die Anbieter der Plattformen m\u00fcssten mit automatischen Schutzeinstellungen, konsequenter Inhaltsmoderation und echten Schutzmechanismen Verantwortung \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa) &#8211; Jugendliche in Deutschland haben einer Unicef-Umfrage zufolge eine differenzierte Meinung zu Risiken und Nutzen der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":997441,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1724,198,1114,1420,1209,26],"class_list":{"0":"post-997440","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesellschaft","11":"tag-internet","12":"tag-kinder","13":"tag-koeln","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-un"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116524848038260333","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=997440"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997440\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/997441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=997440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=997440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=997440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}