{"id":997479,"date":"2026-05-06T01:01:36","date_gmt":"2026-05-06T01:01:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997479\/"},"modified":"2026-05-06T01:01:36","modified_gmt":"2026-05-06T01:01:36","slug":"un-bericht-menschheit-droht-eine-digitale-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997479\/","title":{"rendered":"UN-Bericht: Menschheit droht eine &#8222;digitale Pandemie&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Sollten die Grundpfeiler der digitalen Welt pl\u00f6tzlich zusammenbrechen, h\u00e4tte dies f\u00fcr die meisten Menschen wohl verheerende Folgen:\u00a0Die L\u00e4nder seien nicht darauf vorbereitet, dass etwa gro\u00dffl\u00e4chig Satelliten ausfallen, der Strom unterbrochen wird oder Unterseekabel rei\u00dfen, warnen die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinte-nationen\/t-17280943\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">UN<\/a>-Organisation f\u00fcr Telekommunikation (ITU) und das B\u00fcro der Vereinten Nationen f\u00fcr Katastrophenvorsorge (UNDRR).<\/p>\n<p>&#8222;Kritische digitale Risiken sind real, dokumentiert, systemisch und werden weitgehend untersch\u00e4tzt&#8220;, betonen ITU und UNDRR in einem Bericht. &#8222;Was w\u00e4re, wenn morgen Mobiltelefone und das Internet nicht mehr funktionieren w\u00fcrden, Zahlungen fehlschl\u00fcgen, Krankenh\u00e4user Patientendaten verlieren und Notfallwarnungen nie ankommen w\u00fcrden?&#8220;, wird darin gefragt. &#8222;Was wie Science-Fiction klingt, k\u00f6nnte Realit\u00e4t werden.&#8220; ITU und UNDRR sprechen von einer &#8222;digitalen Pandemie&#8220; und stellen drei\u00a0 furchteinfl\u00f6\u00dfende Szenarien vor.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Sonnensturm wie im Jahr 1859<\/p>\n<p>Wenn die Sonne pl\u00f6tzlich mehr Strahlung und Teilchen ins All schleudert und diese die Erde treffen: An einem Septembertag 1859 h\u00e4tten bei so einem solchen Ereignis mit kurzer Vorwarnzeit Telegrafisten Stromschl\u00e4ge bekommen, Ger\u00e4te h\u00e4tten Funken gespr\u00fcht und B\u00fcros in Brand gesetzt.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"69097203\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/69097203_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Sonneneruption\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Starke Eruptionen auf der Sonne (im Mai 2024)Bild: NASA\/SDO\/AP\/picture alliance<\/p>\n<p>Heutzutage w\u00fcrden Signale von Navigationssatelliten gest\u00f6rt, Flugzeuge h\u00e4tten keinen Live-Radar mehr und Fl\u00fcge m\u00fcssten drastisch reduziert werden,\u00a0autonom fahrende Autos blieben stehen. Auch Finanztransaktionen w\u00fcrden fehlschlagen, erl\u00e4utern das UN-B\u00fcro f\u00fcr Katastrophenvorsorge und die UN-Organisation f\u00fcr Telekommunikation. Geomagnetisch induzierte Str\u00f6me k\u00f6nnten Transformatoren im Stromnetz zerst\u00f6ren und die Stromversorgung stoppen. Datenzentren k\u00e4men an Grenzen, wenn sie ihren Notstrom aufgebracht h\u00e4tten. Der Ersatz von Transformatoren in gro\u00dfem Stil k\u00f6nnte Monate dauern.<\/p>\n<p>Extremhitze wie 2003 in Europa<\/p>\n<p>Mehr Bedarf an K\u00fchlung, gleichzeitig eine Erw\u00e4rmung der Fl\u00fcsse &#8211; das schr\u00e4nkt unter anderem den Betrieb von Atomkraftwerken ein. Weniger Schiffsverkehr aufgrund niedriger Pegelst\u00e4nde k\u00f6nnte zugleich den Nachschub mit Diesel f\u00fcr Notstrom behindern.<\/p>\n<p>Mittlerweile w\u00e4ren ungleich mehr Datenzentren mit hohem Strombedarf betroffen als noch 2003, unterstreichen ITU und UNDRR. Sie k\u00f6nnten teils mangels K\u00fchlung ausfallen, Bezahlterminals k\u00f6nnten Dienste versagen, Gesch\u00e4fte schlie\u00dfen. Eine regionale Mobilfunk-Infrastruktur, die unabh\u00e4ngig von Datennetzen betrieben werden soll, braucht Basisstationssender, von denen viele ohne K\u00fchlung nicht funktionieren.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Vulkanausbruch wie 2022 in Tonga<\/p>\n<p>Anfang 2022 verursachte eine gro\u00dfe Eruption des Vulkans Hunga\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/tonga\/t-18456161\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tonga<\/a>-Hunga Ha&#8217;apai unter der Meeresoberfl\u00e4che massive Sch\u00e4den. Unter anderem wurde ein 80 Kilometer langes Unterseekabel zerst\u00f6rt, das den Inselstaat mit der Au\u00dfenwelt verband. So etwas kann einen wochenlangen Internet-Ausfall bedeuten, mit Folgen wie bei den anderen Szenarien.\u00a0<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"60504486\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/60504486_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Tonga | Vulkanausbruch Hunga Tonga-Hunga Ha\u02bbapai\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Bilder vom Ausbruch des Unterseevulkans Hunga Tonga-Hunga Ha\u02bbapaiBild: Goes-West Satellite\/Noaa\/Planet Pix via ZUMA Press\/picture alliance<\/p>\n<p>Was ist zu tun?<\/p>\n<p>Meist werde beim Risikomanagement jede Gefahr einzeln betrachtet und davon ausgegangen, dass das Problem kurzfristig behoben werden k\u00f6nne, hei\u00dft es in dem UN-Bericht. Die Gefahr sei aber, dass ein einzelnes Problem andere kritische Infrastruktur belasten k\u00f6nne und pl\u00f6tzlich mehrere gleichzeitig betroffen seien.<\/p>\n<p>N\u00f6tig seien unter anderem analoge Ausweichkapazit\u00e4ten &#8211; so das Fazit von ITU und UNDRR. Denn Menschen m\u00fcssten wissen, wie sie mit analogen Systemen digitale Disruptionen bew\u00e4ltigen und \u00fcberwinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>wa\/haz (dpa, undrr.org)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sollten die Grundpfeiler der digitalen Welt pl\u00f6tzlich zusammenbrechen, h\u00e4tte dies f\u00fcr die meisten Menschen wohl verheerende Folgen:\u00a0Die L\u00e4nder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":997480,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-997479","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116524933950634517","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=997479"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997479\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/997480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=997479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=997479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=997479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}