{"id":997640,"date":"2026-05-06T02:43:20","date_gmt":"2026-05-06T02:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997640\/"},"modified":"2026-05-06T02:43:20","modified_gmt":"2026-05-06T02:43:20","slug":"top-oekonom-wambach-sprit-politik-der-politik-geht-in-die-falsche-richtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997640\/","title":{"rendered":"Top-\u00d6konom Wambach: Sprit-Politik der Politik geht in die falsche Richtung"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Spitzen-\u00d6konom Achim Wambach rechnet mit den <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/spritpreise-tankrabatt-und-krisenpraemie-das-plant-die-koalition-113965988\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Beschl\u00fcssen der Bundesregierung zur Eind\u00e4mmung der hohen Sprit-Preise<\/a> ab. Der Pr\u00e4sident des Mannheimer ZEW-Leibniz-Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung kritisierte in einem Interview mit unserer Redaktion: \u201eDer Tankrabatt f\u00fchrt zu mehr Autofahrten auf Kosten des Steuerzahlers. Und auch die<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/auto\/duerfen-spritpreise-bald-nur-noch-einmal-am-tag-erhoeht-werden-113700859\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> 12-Uhr-Regel nach \u00f6sterreichischem Modell ist aktionistisch<\/a>.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Seit 1. April d\u00fcrfen Tankstellen lediglich einmal am Tag um 12 Uhr mittags die Preise f\u00fcr Kraftstoffe nach oben schrauben, w\u00e4hrend Preissenkungen jederzeit m\u00f6glich sind.\u00a0Forschende des ZEW-Instituts und des D\u00fcsseldorfer Instituts f\u00fcr Wettbewerbs\u00f6konomie haben indes herausgefunden, dass die Margen f\u00fcr Benzin nach Inkrafttreten der Regelung um im Schnitt sechs Cent pro Liter nach oben geschnellt sind. F\u00fcr den \u00d6konomen ist das ein klarerer Fall: \u201eIch halte die Einf\u00fchrung der 12-Uhr-Regelung wie auch den Beschluss f\u00fcr den Tankrabatt f\u00fcr falsch. Beide wurden gemacht, um Handlungsf\u00e4higkeit zu signalisieren. Gehandelt wurde, aber in die falsche Richtung.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Beim Tankrabatt sieht der Professor, der am Mittwoch<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/special\/wirtschaftsgipfel\/was-beim-zweiten-schwaebischen-wirtschaftsgipfel-2026-geboten-ist-114091293\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> beim Zweiten Schw\u00e4bischen Wirtschaftsgipfel unserer Redaktion<\/a> in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> die Lage der deutschen Wirtschaft analysiert, eine weitere Gefahr: \u201eDiese Senkung der Mineral\u00f6lsteuer ist f\u00fcr zwei Monate angek\u00fcndigt. Die Regierung setzt sich damit unter Druck, den Tankrabatt nach zwei Monaten zu verl\u00e4ngern, wenn die Spritpreise hoch bleiben.\u201c Der Wissenschaftler bef\u00fcrchtet also, dass der Tankrabatt l\u00e4nger gew\u00e4hrt wird.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Wambach: Autofahrer m\u00fcssen lernen, mit h\u00f6heren Texten umzugehen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr Wambach steht fest: \u201eAuf alle F\u00e4lle hat die Bundesregierung den Tankrabatt zu fr\u00fch eingef\u00fchrt. Wenn es schon unbedingt ein Tankrabatt sein muss, h\u00e4tte die Koalition deutlich machen m\u00fcssen, dass sie diesen schrittweise verringert, etwa jeden Monat um f\u00fcnf Cent.\u201c Die Autofahrerinnen und Autofahrer m\u00fcssten schlie\u00dflich lernen, mit den h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Benzin und Diesel umzugehen, indem sie etwa langsamer und weniger fahren. Schlie\u00dflich w\u00fcrden die \u00d6lpreise noch l\u00e4ngere Zeit hoch bleiben.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Mannheimer Forscher warnte die Bundesregierung eindringlich davor, auch die Preise f\u00fcr Flugbenzin vor den Sommerferien zu subventionieren, wenn Kerosin bis dahin noch knapper und teurer wird: \u201eDenn damit w\u00fcrde die Bundesregierung populistische Reflexe zeigen, also aktionistisch handeln.\u201c Es ist seines Erachtens keine gute Politik, \u201eB\u00fcrger dabei zu unterst\u00fctzen, in die Karibik zu fliegen\u201c.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Blickt man auf die Energieversorgung in Deutschland, zeigt sich seit Jahren ein gespaltenes Bild. Der Iran-Krieg k\u00f6nnte der Debatte nun jedoch neue Dynamik verleihen. W\u00e4hrend die Energiewende lange vor allem unter Kostenaspekten diskutiert wurde, r\u00fccken zunehmend Fragen von Versorgungssicherheit und Unabh\u00e4ngigkeit in den Vordergrund. \u201eViele Menschen sehen erneuerbare Energien heute nicht mehr nur als Klimathema, sondern als Antwort auf Unsicherheit und steigende Verwundbarkeit bei Energiepreisen und -versorgung\u201c, sagt Janina M\u00fctze, Chefin des Umfrageinstituts Civey.\n  <\/p>\n<p>            Gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung f\u00fcrchten, dass die Energiewende sie \u00fcberfordert<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Von der grunds\u00e4tzlichen Notwendigkeit der Energiewende sind viele \u00fcberzeugt: \u201eSechs von zehn Deutschen sehen erneuerbare Energien als notwendigen Bestandteil der Energieversorgung, in Bayern sind es sogar 63 Prozent. Knapp \u00fcber die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung h\u00e4lt die Energiewende seit Beginn des Iran-Krieges zudem f\u00fcr dringlicher als zuvor. Gleichzeitig bleibt die Kostenfrage zentral: Gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung sagen, dass sie die Energiewende pers\u00f6nlich \u00fcberfordert und dass sie dem Industriestandort Deutschland schadet.\u201d\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Grunds\u00e4tzlich ist ZEW-Chef Wambach nicht nur mit Blick auf die Energiepolitik zuversichtlich, dass die Bundesregierung jetzt den Schalter in Richtung Reformen umlegt. \u201eDie Signale aus der Wirtschaft sind bei den Vertreterinnen und Vertretern der Koalition angekommen\u201c, sagte er. Die schwarz-rote Koalition habe jetzt das Mandat, in Deutschland dicke Reformbretter zu bohren.\n  <\/p>\n<p>            S\u00f6der und Weber wollen Zollabkommen mit den USA<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Unter Druck ist aber auch der Au\u00dfenhandel Deutschland, vor allem durch neue Zoll-Drohungen aus den USA. In Br\u00fcssel haben CSU-Chef Markus S\u00f6der und der EVP-Vorsitzende Manfred Weber das Europaparlament deshalb aufgefordert, den Weg f\u00fcr ein Zollabkommen mit den USA frei zu machen, das Z\u00f6lle von 15 Prozent f\u00fcr europ\u00e4ische Produkte vorsieht. Denn zuletzt hatte US-Pr\u00e4sident Trump mit Z\u00f6llen von 25 Prozent auf Fahrzeuge aus der EU gedroht. \u201eDas tut der bayerischen Wirtschaft weh,\u201c sagte S\u00f6der mit Blick auf die Automobil- und Maschinenbauindustrie im Freistaat. \u201eWir m\u00fcssen das Abkommen jetzt ratifizieren.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Weber forderte die Sozialdemokraten im Europaparlament auf, ihren Widerstand aufzugeben. Die Zusatzz\u00f6lle von 50 Prozent auf Stahl und Aluminium m\u00fcssten \u201evom Tisch,\u201c so Webers Forderung an die Adresse der US-Regierung.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Spitzen-\u00d6konom Achim Wambach rechnet mit den Beschl\u00fcssen der Bundesregierung zur Eind\u00e4mmung der hohen Sprit-Preise ab. 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