{"id":997717,"date":"2026-05-06T03:33:33","date_gmt":"2026-05-06T03:33:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997717\/"},"modified":"2026-05-06T03:33:33","modified_gmt":"2026-05-06T03:33:33","slug":"werden-sich-filme-bald-fuer-immer-veraendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997717\/","title":{"rendered":"Werden sich Filme bald f\u00fcr immer ver\u00e4ndern?"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.sauerlandkurier.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_sauerlandkurier\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SauerlandKurier<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.sauerlandkurier.de\/nordrhein-westfalen\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_nordrheinWestfalen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nordrhein-Westfalen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 06.05.2026, 05:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.sauerlandkurier.de\/autor\/martin-gaetke-os8okc5h.html\" title=\"Zur Autorenseite von Martin G&#xE4;tke\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" g=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Martin G\u00e4tke<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42473430-philipp-willer-29-ist-head-of-animation-und-animation-supervisor-bei-pixomondo-einem-der-we.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Philipp Willer (29) ist Head of Animation und Animation Supervisor bei pixomondo, einem der weltweit f&#xFC;hrenden Visual-Effects-Studios. Und er ist VFX-Dozent bei PIXL VISN in K&#xF6;ln.\"\/>Philipp Willer, VFX-K\u00fcnstler f\u00fcr &#8222;Game of Thrones&#8220;, spricht \u00fcber seine Karriere, die Filmbranche im Wandel und warum er KI als Chance sieht. \u00a9\u00a0Philipp Willer<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Er hat die Drachen von Westeros durch den Himmel fliegen lassen und die mandalorianische Welt f\u00fcr das \u201eStar Wars\u201c-Universum zum Leben erweckt: Philipp Willer (29) ist Head of Animation und Animation Supervisor bei pixomondo, einem der weltweit f\u00fchrenden Visual-Effects-Studios.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Er war mitverantwortlich f\u00fcr Hollywood-Filmproduktionen, die Millionen Menschen auf der ganzen Welt bewegen: \u201eGame of Thrones\u201c, \u201eHouse of the Dragon\u201c, \u201eThe Mandalorian\u201c. Heute lebt er zwischen zwei Welten \u2013 in der einen arbeitet er mit Animationsteams an gro\u00dfen Filmprojekten, in der anderen gibt er sein Wissen als Dozent in K\u00f6ln an die n\u00e4chste Generation weiter.<\/p>\n<p>Von \u201eGame of Thrones\u201c bis \u201eThe Mandalorian\u201c: Philipp erschafft neue Welten<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Doch die Branche, die Willer so liebt, steht vor einem der gr\u00f6\u00dften Umbr\u00fcche ihrer Geschichte.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Hollywood k\u00e4mpft gleich auf mehreren Fronten: Der Streaming-Boom hat die Zuschauer mit Inhalten \u00fcberschwemmt und die Qualit\u00e4t vieler Produktionen gedr\u00fcckt, w\u00e4hrend immer k\u00fcrzere Aufmerksamkeitsspannen die Art, wie Filme erz\u00e4hlt werden, fundamental ver\u00e4ndern. Dazu kommt der rasante Aufstieg der K\u00fcnstlichen Intelligenz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42473432-blick-auf-die-arbeit-des-vfx-nachwuchs-bei-pixl-vsn-in-koeln-PoBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"1100\" width=\"1100\" alt=\"Blick auf die Arbeit des VFX-Nachwuchs bei PIXL VSN in K&#xF6;ln.\"\/>Blick auf die Arbeit des VFX-Nachwuchses bei PIXL VISN in K\u00f6ln: der verzierte Helm eines Stormtroopers aus \u201eStar Wars\u201c. \u00a9\u00a0Linda Matschke<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr einige VFX-Artists klingt das wie eine Bedrohung. Philipp Willer sieht es als Chance.<\/p>\n<p>\u201eMinecraft hat mein Leben ver\u00e4ndert\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Philipp, du bist in Leverkusen aufgewachsen und arbeitest heute als Head of Animation in einem internationalen VFX-Studio. Wie hat das alles angefangen?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Philipp Willer: Der erste Kontakt mit 3D war tats\u00e4chlich Minecraft. Das klingt banal, aber es ist ein Sandbox-Spiel, in dem alles in 3D ist und man alles umsetzen kann, was man will. Das hat die Faszination daf\u00fcr geweckt. Die Frage war dann: Was gibt es da? Wo k\u00f6nnte man damit arbeiten? Auf dem Berufskolleg in K\u00f6ln hatte ich dann einen Schwerpunkt auf Gestaltungstechnik und erste 3D-Klassen. Irgendwann bin ich auf der Gamescom gelandet, habe mit Leuten von PIXL VISN geredet, bin zum Tag der offenen T\u00fcr gegangen und habe einen Workshop gemacht. Vorher hat sich alles sehr unerreichbar angef\u00fchlt \u2013 aber wie nah das doch war, das habe ich erst dann wirklich gesehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42473433-bei-pixl-visn-werden-studierende-in-3d-animation-visual-effects-und-game-art-ausgebildet-OP.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"733\" width=\"1100\" alt=\"Bei PIXL VISN werden Studierende in 3D-Animation, Visual Effects und Game Art ausgebildet.\"\/>Bei PIXL VISN werden Studierende in 3-D-Animation, Visual Effects und Game Art ausgebildet. \u00a9\u00a0PIXL VISN media arts academy<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Du hast direkt nach der Ausbildung bei gro\u00dfen Studios angefangen \u2013 unter anderem warst du in London. Wie war das, in Hollywood anzukommen?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: In dieser Branche hast du auf der ganzen Welt kaum irgendwo leichter die M\u00f6glichkeit, das Land zu wechseln. Ich wurde nach der Ausbildung von zwei Firmen gleichzeitig angefragt. Dann bin ich nach London gegangen, hatte meine eigene Wohnung, habe dort bei MPC, einem gro\u00dfen Animationsstudio, gearbeitet. Ein halbes Jahr sp\u00e4ter war ich in Frankfurt, dann wieder in London. Das kann alles sehr schnell passieren. Viele Leute aus meinem Studienjahrgang sind von K\u00f6ln nach London, dann weiter nach Vancouver \u2013 und haben dabei so viele tolle Menschen kennengelernt. Man bricht v\u00f6llig aus der Komfortzone raus, und die Welt steht einem auf einmal offen. Das ist etwas ganz Besonderes an dieser Branche.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">An einem gro\u00dfen Filmprojekt arbeiten oft Hunderte Menschen gleichzeitig. Wie funktioniert das \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Man stelle sich vor, zehn Leute animieren einen L\u00f6wen \u2013 und keiner redet miteinander, keiner hat die F\u00fchrung. Dann hat man am Ende zehn verschiedene L\u00f6wen, die alle anders aussehen. In einem Film funktioniert das nat\u00fcrlich nicht. Das ist die zentrale Herausforderung: Es ist kein linearer Prozess wie in anderen Branchen. Es ist Kunst. Zu Zeiten, als ich zum Beispiel bei MPC war, haben 150 Animatoren an einem einzigen Projekt gearbeitet \u2013 alle am selben Film, teilweise am selben Charakter. Das sind Dimensionen, die man sich kaum vorstellen kann.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt fast immer Phasen, in denen \u00dcberstunden anfallen\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Crunch-Time, also extreme \u00dcberstunden vor Deadlines, ist in der VFX- und Gaming-Branche ber\u00fcchtigt. Hast du das selbst erlebt?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Crunch-Time ist definitiv ein Begriff, mit dem man fr\u00fch konfrontiert wird. Aber was man verstehen muss: Es ist ein sehr dynamischer, kreativer Prozess \u2013 keine lineare Flie\u00dfbandarbeit. Es gibt fast immer Phasen, in denen \u00dcberstunden anfallen. Was ich versuche, ist, das weit im Voraus abzusehen und mit gen\u00fcgend Personal gegenzusteuern. Wenn dann mal ein Trailer-Delivery ansteht, gibt es Anfragen wie: \u201eWer kann am Wochenende vier Stunden dranbleiben?\u201c \u2013 aber immer im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes. Das ist l\u00e4nderspezifisch \u00fcbrigens sehr unterschiedlich. In London oder Kanada gelten andere Regeln als in Deutschland.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42473434-immer-mehr-streaming-anbieter-serien-filmen-und-games-begeistern-in-den-letzten-jahren-mill.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"1375\" width=\"1100\" alt=\"Immer mehr Streaming-Anbieter, Serien, Filmen und Games begeistern in den letzten Jahren Milliarden Menschen. Es braucht immer mehr Die Nachfrage an 3D-Spezialisten ist riesig &#x2013; trotz KI.\"\/>Immer mehr Streaming-Anbieter, Serien, Filme und Games begeistern in den letzten Jahren Milliarden Menschen. Die Nachfrage an 3-D-Spezialisten ist riesig \u2013 trotz KI. \u00a9\u00a0PIXL VISN media arts academy<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Gibt es einen Moment, an den du dich besonders erinnerst \u2013 wenn man die eigene Arbeit schlie\u00dflich auf der Leinwand sieht?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Am Ende geht man gemeinsam ins Kino, setzt sich hin und schaut sich an, woran man als Team gearbeitet hat. Und da f\u00fchlt man sich schon sehr stolz. Das ist etwas, das man in wenigen anderen Berufen so erleben kann.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Du selbst hast laut IMDb an Erfolgsserien gearbeitet wie \u201eHouse of the Dragon\u201c, \u201eGame of Thrones\u201c oder \u201eThe Mandalorian\u201c. Welche Filme haben dich als VFX-Artist selbst am meisten beeindruckt?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: \u201eAvatar\u201c ist grundlegend beeindruckend \u2013 allein schon, wie komplex die 3D-Charaktere sind, wie sich Haut verformt, wenn sie sich ber\u00fchren. Das ist einfach alles wie in echt. \u201eDune\u201c finde ich extrem stark, weil das CG nie der Hauptfokus ist \u2013 es wird als Stilmittel eingesetzt, nicht als Show. Und dann \u201eJurassic Park\u201c \u2013 den habe ich erst 2020 gesehen. Was mich da am meisten fasziniert hat, ist, dass man durch die begrenzten Mittel damals zu anderen Stilmitteln greifen musste. Man hat zum Beispiel mit dem Schatten eines Dinosauriers gespielt. Man musste ihn nicht immer zeigen, um zu wissen: Die Bedrohung ist da. Das funktioniert bis heute perfekt \u2013 und ist ein gro\u00dfartiges Beispiel daf\u00fcr, dass weniger mehr ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42473435-eine-pixl-visn-studentin-hat-sich-avatar-fuer-ihre-arbeit-zum-vorbild-genommen-NTBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"576\" width=\"1100\" alt=\"Eine PIXL VISN-Studentin hat sich Avatar f&#xFC;r ihre Arbeit zum Vorbild genommen.\"\/>Eine PIXL VISN-Studentin hat sich \u201eAvatar\u201c f\u00fcr ihre Arbeit zum Vorbild genommen. \u00a9\u00a0Tamara Al Saadi<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Was ist denn das Geheimrezept f\u00fcr wirklich gute visuelle Effekte?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Genau das: weniger ist mehr \u2013 und eine sehr gute Planung. Das macht den gr\u00f6\u00dften Unterschied. Man kann vieles schnell machen, aber wenn man sich wirklich Zeit nimmt, verschiedene Ans\u00e4tze ausprobiert, dann kommt man zum bestm\u00f6glichen Resultat. Es ist auch oft gar nicht die technische Umsetzung, die entscheidet. Wenn sich Leute wirklich ernsthaft mit dem auseinandergesetzt haben, was sie produzieren wollen \u2013 ohne Eile, \u00fcberlegt \u2013 dann merkt man das am Ende.<\/p>\n<p>\u201eDie Leute sind ges\u00e4ttigt\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wie hat sich die Filmbranche in den vergangenen Jahren ver\u00e4ndert \u2013 auch durch Streaming?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Was sich ver\u00e4ndert hat, ist zum Beispiel die Spannungskurve in Filmen. Durch den hohen Medienkonsum am Smartphone, durch TikTok oder YouTube, sind wir eine hohe Dopaminaussch\u00fcttung gewohnt. \u00c4ltere Filme, die ruhiger einsteigen, halten die Aufmerksamkeit heute schwerer. Ein Film muss heute in den ersten Minuten massiv \u00fcberzeugen. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass die Phase, in der man mit qualitativ geringerem Content \u00fcberh\u00e4uft wurde, abnimmt. Die Leute sind ges\u00e4ttigt \u2013 sie wollen wieder etwas sehen, das wirklich gut ist. Die Sachen, die am Ende wirklich \u00fcberzeugen, sind die, die mit Qualit\u00e4t, viel Zeit und entsprechendem Budget gemacht wurden.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Auch in der Filmbranche ist das Thema KI zu einem riesigen Diskussionsthema geworden. Mal ehrlich: Sora, Runway ML \u2013 werden solche Tools VFX-Artists irgendwann ersetzen?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Ich m\u00f6chte etwas ausholen. Wenn ich auf einem Familientreffen bin und jemand sagt: \u201eMach dir keine Sorgen, dein Job ist sicher\u201c \u2013 und er selbst den ganzen Tag nur mit Excel arbeitet \u2013 dann denke ich mir: Er hat nicht verstanden, was KI machen wird. Jeder Excel-Job ist weg, bevor kreative Jobs abgel\u00f6st werden. Es l\u00e4sst sich nur besser vermarkten, weil man sagen kann: \u201eSchau, KI kann auch malen.\u201c Das ist die vermeintliche K\u00f6nigsdisziplin. Den kreativen Prozess kann man nicht vollst\u00e4ndig ersetzen. Und wenn, dann w\u00e4re das einer der letzten Jobs, die wegfallen. Weil da mehr dazugeh\u00f6rt als nur der rein technische Part.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Profitiert ihr in der VFX-Branche auch von KI-Tools?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Ja, durchaus. Ich sehe viel Verbesserungspotenzial \u2013 wie ich als einzelne Person eine deutlich angenehmere Arbeitszeit haben k\u00f6nnte. Allerdings muss man auch klar sagen: Viele generative KI-Tools sind f\u00fcr kommerzielle Nutzer rechtlich problematisch, weil ungekl\u00e4rt ist, womit die KI trainiert wurde und ob Urheberrechte verletzt werden. Das macht den kommerziellen Einsatz aktuell noch schwierig.<\/p>\n<p>\u201eDer gro\u00dfe Reiz ist, zu wissen, dass das von einem Menschen gemacht wurde\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Glaubst du, dass KI-generierte Inhalte uns emotional genauso ber\u00fchren k\u00f6nnen wie menschengemachte?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Wenn ich ein Buch lese oder eine Geschichte schaue, dann ist es ein gro\u00dfer Reiz f\u00fcr mich, zu wissen, dass das von einem Menschen gemacht wurde. Dass jemand eine Idee hatte, sich bei jedem Detail etwas gedacht hat. Wenn da niemand mehr hintersteht, verliert es irgendwo seinen Reiz. F\u00fcr banale Unterhaltungszwecke wird es Sachen geben, die funktionieren. Aber ich will auf dem Bildschirm keine nicht-existierende Person sehen. Ich will einen echten Menschen sehen, der schauspielert. Und ich glaube, das sehen wir schon jetzt: Viele Menschen werden auf Instagram mit KI-Content \u00fcberschwemmt \u2013 und haben zunehmend genug davon. Die Authentizit\u00e4t ist wieder mehr gefragt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42473436-nicht-nur-filme-auch-videospiele-brauchen-vfx-artists-sie-entwerfen-landschaften-gebaeude-f.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"576\" width=\"1100\" alt=\"Nicht nur Filme, auch Videospiele brauchen VFX-Artists. Sie entwerfen Landschaften, Geb&#xE4;ude, Figuren &#x2013; oder ganze Planeten.\"\/>Nicht nur Filme, auch Videospiele brauchen VFX-Artists. Sie entwerfen Landschaften, Geb\u00e4ude, Figuren \u2013 oder ganze Planeten. \u00a9\u00a0Maksym Osmolovskyi<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Du unterrichtest seit dreieinhalb Jahren an der PIXL VISN in K\u00f6ln. Was ist das Wichtigste, das du deinen Studierenden mitgibst?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Ich sage meinen Studierenden immer: Gerade seid ihr noch Konsumenten. Und das wird sich \u00e4ndern. Egal, welches Bild du sp\u00e4ter in einem Film irgendwann sehen wirst, egal, wo du Pause dr\u00fcckst: Bei jeder Komposition, jedem Licht hat sich irgendjemand etwas dabei gedacht. Nichts davon ist Zufall. Das Ziel bei PIXL VISN ist nicht, stumpf Programme zu erlernen. Das Ziel ist es, Sachen zu sehen und umzusetzen \u2013 sodass irgendwann die Software nur noch ein Werkzeug ist und deine eigentlichen F\u00e4higkeiten im Vordergrund stehen: Feedback umsetzen, Visionen entwickeln, wirklich Geschichten erz\u00e4hlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wer sitzt eigentlich bei dir im Unterricht?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Willer: Ein echter Gesellschaftsquerschnitt. Du hast den 40-J\u00e4hrigen, der sich umschulen l\u00e4sst, den Abiturienten, der sich selbst verwirklichen will, den introvertierten Gaming-Liebhaber genauso wie den Extrovertierten, der privat mit seiner Kamera Filme dreht. Und genau das macht es besonders \u2013 weil jeder etwas vom anderen lernt. Es ist aber auch eine Herausforderung: Man muss selbstst\u00e4ndig arbeiten, die eigene Motivation mitbringen. Das kennt man vielleicht aus dem normalen Schulsystem gar nicht mehr so. Aber genau das ist es: Du hast alles in der Hand \u2013 du musst es nur greifen. (Das Original zu diesem Beitrag stammt von <a href=\"https:\/\/www.express.de\/\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;express.de&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.express.de\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:58,&quot;storyElementCount&quot;:58}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">express.de<\/a> und ist <a href=\"https:\/\/www.express.de\/1274854\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;hier&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.express.de\/1274854&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:58,&quot;storyElementCount&quot;:58}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hier<\/a> zu lesen.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"SauerlandKurier Nordrhein-Westfalen Stand: 06.05.2026, 05:04 Uhr Von: Martin G\u00e4tke DruckenTeilen Philipp Willer, VFX-K\u00fcnstler f\u00fcr &#8222;Game of Thrones&#8220;, spricht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":997718,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-997717","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116525532008885593","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=997717"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997717\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/997718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=997717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=997717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=997717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}