{"id":997794,"date":"2026-05-06T04:16:13","date_gmt":"2026-05-06T04:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997794\/"},"modified":"2026-05-06T04:16:13","modified_gmt":"2026-05-06T04:16:13","slug":"dbu-mehr-kunststoff-recycling-sichert-klimaschutz-und-wirtschaftsstandort-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997794\/","title":{"rendered":"DBU: Mehr Kunststoff-Recycling sichert Klimaschutz und Wirtschaftsstandort \/ Wuppertal &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">06.05.2026 \u2013 05:15<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/6908\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Osnabr%FCck\" title=\"News aus Osnabr\u00fcck \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Osnabr\u00fcck<\/a> (ots)<\/p>\n<p> Die f\u00fcr Klima- und Ressourcenschutz sowie Unabh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffimporten immens wichtige Kunststoff-Recycling-Branche ben\u00f6tigt bundesweit dringend neue Impulse f\u00fcr mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/wupperinst.org\/index\/\">Wuppertal Instituts<\/a> im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Derzeit sei die Lage dramatisch, so das Forschungsinstitut in einem  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-positionspapier-rezyklatmarkt-final-2.pdf\">Positionspapier<\/a>, das heute (Mittwoch) auf der  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/termine\/ifat-2026-muenchen-weltleitmesse-fuer-umwelttechnologien\/\">Umwelttechnologie-Messe IFAT in M\u00fcnchen<\/a> pr\u00e4sentiert wird und sechs L\u00f6sungen zur Rettung der Branche vorschl\u00e4gt, darunter: F\u00f6rderung zirkul\u00e4rer Gesch\u00e4ftsmodelle, globale Plastikabgabe und Beschaffungen der \u00f6ffentlichen Hand f\u00fcr zus\u00e4tzliche Nachfrage nach  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.lbf.fraunhofer.de\/de\/projekte\/kunststoffrezyklate-materialcharakterisierung-langzeiteigenschaften.html\">Rezyklaten<\/a>, also recycelten Kunststoffen. <\/p>\n<p><b>Bonde: Diesen Trumpf d\u00fcrfen wir nicht verspielen<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Eine umfassende Kreislaufwirtschaft sollte f\u00fcr Kunststoff Kompass sein&#8220;, so DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <b>Bonde<\/b>. &#8222;Der angespannte Rezyklate-Markt muss mit Innovationen gest\u00fctzt werden &#8211; sonst droht ein Verlust von Industrie und Ideen.&#8220; Vielversprechende Technologien in Deutschland m\u00fcssten am Markt etabliert werden. &#8222;Diesen Trumpf d\u00fcrfen wir nicht verspielen&#8220;, so Bonde. Die  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.bde.de\/themen\/kreislaufwirtschaft-strategie-deutschland\/kunststoff\/\">Wertsch\u00f6pfungskette Kunststoff<\/a> sei weitgehend linear organisiert, die Kunststoffherstellung basiere vor allem auf dem fossilen \u00d6l und verursache enorme Abfallmengen. Notwendig sei jedoch &#8222;eine Abkehr vom linearen Muster des &#8218;take-make-waste&#8216;, also Abbau, Nutzung und Abfall von Rohstoffen. Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften funktioniert nur in einer  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/circular-economy\/\">Circular Economy<\/a> &#8211; vom Produktdesign \u00fcber M\u00fcllvermeidung bis zum Wiederverwerten, Teilen, Reparieren und Recyceln&#8220;, so Bonde. <\/p>\n<p><b>EU-Verpackungsverordnung PPWR: Umw\u00e4lzung f\u00fcr die gesamte Kunststoff-Branche<\/b><\/p>\n<p> In wenigen Monaten, am 12. August 2026, steht die Kunststoff-Branche in Europa vor einer rigorosen Umw\u00e4lzung: An dem Tag greift die am 11. Februar 2025 in Kraft getretene neue Verordnung der Europ\u00e4ischen Union (EU) f\u00fcr Verpackungen und Verpackungsabf\u00e4lle (<a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/environment.ec.europa.eu\/topics\/waste-and-recycling\/packaging-waste_en\">Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR<\/a>). Die PPWR soll den Verpackungsverbrauch reduzieren, Recyclingf\u00e4higkeit verbessern und Kreislaufwirtschaft f\u00f6rdern, inklusive Mindestquoten f\u00fcr Rezyklate: Ab 1. Januar 2030 sind es 30 Prozent bei kontaktempfindlichen Verpackungen mit PET als Hauptbestandteil, ab 2040 in derselben Kategorie gar 50 Prozent. Einweggetr\u00e4nkeflaschen aus Kunststoff m\u00fcssen ab 2030 einen Anteil von 30 Prozent Rezyklaten aufweisen, ab 2040 sogar 65 Prozent. Nach dem Willen der EU soll die PPWR die Nachfrage nach Rezyklat als Sekund\u00e4rrohstoff steigern &#8211; und so den Bedarf an fossilen Rohstoffen verringern, Treibhausgas-Emissionen minimieren sowie Kreislauff\u00e4higkeit von Kunststoffen verbessern. Was auf den ersten Blick plausibel klingt, hat jedoch mehrere Haken, wie Prof. Dr. Henning <b>Wilts<\/b>, der Autor des Positionspapiers, erl\u00e4utert. Abgesehen von dem nach seiner Ansicht &#8222;zu sp\u00e4t&#8220; geltenden EU-Regelungen weist der Leiter der  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/wupperinst.org\/themen\/kreislaufwirtschaft\/\">Abteilung Kreislaufwirtschaft beim Wuppertal Institut<\/a> auf eine akute Bredouille der Branche hin: die schwache Nachfrage nach Rezyklaten &#8211; sogar bei steigendem \u00d6lpreis, der erd\u00f6lbasierte neue Kunststoffprodukte verteuert und somit eigentlich Erzeugnissen aus preisg\u00fcnstigeren Rezyklaten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen m\u00fcsste. Die Folge: Wegen fehlender Investitionssicherheit geben immer mehr Kunststoffrecycling-Betriebe auf. Know-how gehe verloren, so Wilts. Es drohe eine Rezyklatl\u00fccke, was dazu f\u00fchren k\u00f6nne, &#8222;dass man wegen der PPWR-Vorgaben auf Rezyklat-Importe aus dem Ausland zur\u00fcckgreifen muss&#8220;. <\/p>\n<p><b>Vorschl\u00e4ge des Wuppertal-Instituts: Plastikabgabe und Reduzierung der Kunststoff-Materialvielfalt<\/b><\/p>\n<p> Das Positionspapier wolle hier gegensteuern, so Wilts. Die geringe Rezyklat-Nachfrage beruhe teils auf das vermeintlich negative Image von recyceltem Kunststoff, teils auf spezielle Kunststoff-Anforderungen. Der Vorteil von Kunststoff-Vielfalt etwa bei Form, Farbe und Festigkeit sei ein Nachteil f\u00fcr die Recycling-Branche: Es gebe &#8222;Zehntausende Kunststoff-Varianten, die theoretisch denkbare Recyclingverfahren in der Praxis verhindern&#8220;, sagt der 48-j\u00e4hrige Abteilungsleiter. Bundesweit liege der Rezyklatanteil unter 20 Prozent, &#8222;obwohl innovative Technologien einen deutlich h\u00f6heren Anteil erm\u00f6glichen w\u00fcrden&#8220;. Die sechs Vorschl\u00e4ge des Positionspapiers sollen der Kunststoff-Branche aus ihrer Zwickm\u00fchle zwischen Mindestrezyklatquote und zunehmend wegbrechender Recyclingkapazit\u00e4t wegen geringer Rezyklat-Nachfrage helfen. Autor Wilts r\u00e4t etwa, die &#8222;teils exzessive Materialvielfalt&#8220; betr\u00e4chtlich zu reduzieren &#8211; ohne die Funktionalit\u00e4t des Materials zu gef\u00e4hrden. Materialvielfalt sowie Mindestrezyklatquote sind auch Bestandteil der aktuell diskutierten &#8220; <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/themen\/kreislaufwirtschaft\/kreislaufwirtschaftsstrategie\">Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie&#8220; (NKWS)<\/a> der Bundesregierung. Wilts weiter: Beschaffungen der \u00f6ffentlichen Hand b\u00f6ten &#8222;einen zentralen Hebel&#8220; f\u00fcr zus\u00e4tzliche Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten. Zudem sei eine Plastikabgabe sinnvoll, &#8222;um die Umweltkosten bei Gewinnung und Verarbeitung von Erd\u00f6l zu Kunststoff zu integrieren&#8220;. Diese sei allerdings global koordiniert umzusetzen und d\u00fcrfe nicht dazu f\u00fchren, &#8222;dass auf \u00f6kologisch nachteilige Alternativmaterialien zur\u00fcckgegriffen wird&#8220;. Auch ein Punkt im Positionspapier:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/joint-research-centre.ec.europa.eu\/jrc-news-and-updates\/product-service-consumer-model-more-circular-economy-2025-12-05_en\">Plastik als Dienstleistung<\/a> &#8211; ein Konzept, bei dem Umsatz nicht durch Verkauf, sondern durch zirkul\u00e4re Nutzung von Kunststoff erzielt wird. So berechnet etwa Rolls-Royce laut Wilts Geb\u00fchren f\u00fcr die Nutzung von Flugzeugturbinen, statt diese zu ver\u00e4u\u00dfern. <\/p>\n<p><b>Weltweit pro Jahr rund 431 Millionen Tonnen Kunststoff produziert &#8211; von Badezimmer bis Backpapier<\/b><\/p>\n<p> Kunststoff ist omnipr\u00e4sent &#8211; von Badezimmer bis Backpapier, von Kleidung \u00fcber Computer bis Kosmetika, nicht zu vergessen der Elektronik- und Mobilit\u00e4tssektor. Weltweit werden j\u00e4hrlich laut Verband  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/plasticseurope.org\/de\/\">Plastics Europe<\/a> etwa  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/plasticseurope.org\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PE_TheFacts_25_digital-1pager-scrollable.pdf\">431 Millionen Tonnen Kunststoff<\/a> produziert, davon mehr als ein Drittel in China, 55 Millionen Tonnen in Europa und 13 Millionen Tonnen in Deutschland. Die Abfall-Folgen: Kunststoffpartikel selbst auf dem Himalaya und mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll in den Meeren. Wilts geht von &#8222;rund 16 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4llen in Europa und sechs Millionen Tonnen in Deutschland&#8220; aus. Bundesweit werde &#8222;knapp die H\u00e4lfte&#8220; recycelt, in Europa erheblich weniger. Der globale Kunststoffrecyclingmarkt umfasst Wilts zufolge ein Volumen von umgerechnet etwa 51,4 Milliarden Euro. Ausgangsmaterialien f\u00fcr Rezyklate seien aktuell Produkte mit Vorgaben f\u00fcr Kunststoffrecycling, vor allem Verpackungen, Fahrzeuge, Elektronikware sowie bestimmte gewerbliche Abf\u00e4lle. Der Kunststoffrecyclingmarkt sei hierzulande \u00fcberwiegend mittelst\u00e4ndisch. &#8222;Fast alles&#8220; k\u00f6nne recycelt werden, mittels KI-basierter Sortierung sogar &#8222;sehr spezialisierte Aufbereitung&#8220;. Wegen fehlender verl\u00e4sslicher Nachfrage sei aber Stand der Technik, &#8222;dass diese Innovationen nicht \u00fcber die Uni-Labore hinauskommen&#8220;. <\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Klaus Jongebloed<br \/>&#8211; Pressesprecher &#8211;<\/p>\n<p>Kontakt DBU<br \/>An der Bornau 2<br \/>49090 Osnabr\u00fcck<br \/>0541|9633-521<br \/>0171|3812888<br \/><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6908\/mailto: presse@dbu.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> presse@dbu.de<\/a><br \/><a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\">www.dbu.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"06.05.2026 \u2013 05:15 Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Osnabr\u00fcck (ots) Die f\u00fcr Klima- und Ressourcenschutz sowie Unabh\u00e4ngigkeit von fossilen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":386213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,548,30,6801,1548,6557,1209,42314,178,180,179,181,1279,19053,4418],"class_list":{"0":"post-997794","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-germany","12":"tag-governance","13":"tag-klimaschutz","14":"tag-kunststoff","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-ppwr","17":"tag-presse","18":"tag-pressemeldung","19":"tag-pressemitteilung","20":"tag-pressemitteilungen","21":"tag-recycling","22":"tag-verpackung","23":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116525700521689871","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=997794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997794\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/386213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=997794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=997794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=997794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}