{"id":997857,"date":"2026-05-06T04:53:14","date_gmt":"2026-05-06T04:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997857\/"},"modified":"2026-05-06T04:53:14","modified_gmt":"2026-05-06T04:53:14","slug":"frankfurt-main-passwoerter-im-alltag-oft-unsicher-was-schuetzt-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997857\/","title":{"rendered":"Frankfurt\/Main | Passw\u00f6rter im Alltag oft unsicher \u2013 was sch\u00fctzt wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (dpa) &#8211; Die Menschen in Deutschland, die sich im Internet bewegen, haben gro\u00dfes Vertrauen in ihre Passw\u00f6rter, verhalten sich im Alltag aber oft leichtsinnig. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag des eco \u2013 Verband der Internetwirtschaft zum Welt-Passwort-Tag. Rund drei Viertel der Befragten (74 Prozent) halten ihre eigenen Online-Passw\u00f6rter f\u00fcr eher oder sogar sehr sicher. Lediglich 19 Prozent bewerten ihren Schutz als unsicher.<\/p>\n<p>Diese gef\u00fchlte Sicherheit scheint jedoch eine Fehleinsch\u00e4tzung zu sein. Denn trotz der steigenden Gefahr durch Cyberkriminalit\u00e4t setzen die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Mehrheit auf veraltete und unsichere Verhaltensweisen. In der repr\u00e4sentativen Umfrage unter 2.134 Befragten sagten nur 32 Prozent, dass sie das moderne Verfahren Passkeys verwenden, um sich biometrisch anzumelden. Und nur ein Viertel der Befragten sch\u00fctzt sich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.\u00a0<\/p>\n<p>Passkeys deutlich sicherer<\/p>\n<p>Passkeys gelten als besonders sicher, weil es kein Passwort gibt, das man erraten oder aussp\u00e4hen kann. Ein Passkey ist ein digitaler Schl\u00fcssel, der automatisch auf dem Ger\u00e4t (etwa Smartphone oder Laptop) gespeichert wird. Statt ein Passwort einzugeben, best\u00e4tigt man seine Identit\u00e4t mit einem Fingerabdruck, der Gesichtserkennung (Face ID) oder einer Ger\u00e4te-PIN \u2013 so wie man ein Handy entsperren kann \u2013 nur eben f\u00fcr Logins.<\/p>\n<p>Die Freischaltung mit Face ID oder Fingerabdruck funktioniert nur auf der echten Website. Daher ist das Risiko ausgeschlossen, dass man auf einer Fake-Website sensible Daten eingibt. Mit Passkeys bekommt man auch das Problem von wiederverwendeten Passw\u00f6rtern in Griff, weil die biometrische Best\u00e4tigung das Passwort ersetzt.<\/p>\n<p>Norbert Pohlmann, Vorstand f\u00fcr IT-Sicherheit im eco Verband, h\u00e4lt es bei der wachsenden Zahl an Online-Accounts f\u00fcr unrealistisch, sich alle Passw\u00f6rter im Kopf zu merken. Das f\u00fchre unweigerlich zu gef\u00e4hrlichen Notizen am Schreibtisch oder zur Mehrfachnutzung von Passw\u00f6rtern. Er warnt: \u00abDas reine Passwort-Verfahren ist die unsicherste M\u00f6glichkeit der Authentifizierung und ein massives Einfallstor f\u00fcr Ransomware-Angriffe.\u00bb<\/p>\n<p>Bei Ransomware-Angriffen verschl\u00fcsseln Cyberkriminelle Daten auf Servern und Computern ihrer Opfer mit hochkomplexer Schadsoftware. Eine Entschl\u00fcsselung wird nur gegen Zahlung eines L\u00f6segelds (englisch: ransom) in Aussicht gestellt.<\/p>\n<p>Pohlmann geht aber davon aus, dass im Laufe der Zeit sich die modernen Authentifizierungsverfahren durchsetzen werden. Laut der YouGov-Umfrage loggen sich in der sogenannten Generation Z (18 bis 29 Jahre) bereits 41 Prozent passwortlos ein. Die Gesellschaft befindet sich laut Pohlmann in einer \u00dcbergangsphase, in der das Passwort zunehmend erg\u00e4nzt oder ganz ersetzt wird.<\/p>\n<p>Passkeys f\u00fcr etliche Verbraucher nicht alltagstauglich\u00a0<\/p>\n<p>Die Einrichtung eines Passkeys ist aber manchem Anwender zu kompliziert. Daher sieht Cybersicherheitsexperte Christian D\u00f6rr vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam im Passwort auch kein Auslaufmodell. \u00abTrotz aller Fortschritte bei biometrischen Verfahren und passwortlosen Technologien bleibt das Passwort ein zentraler Baustein digitaler Sicherheit\u00bb Cybersicherheit d\u00fcrfe nicht nur f\u00fcr Expertinnen und Experten funktionieren. \u00abWenn Sicherheitsverfahren f\u00fcr die breite Bev\u00f6lkerung zu kompliziert, zu technisch oder im Alltag zu umst\u00e4ndlich sind, werden sie schlicht nicht konsequent genutzt\u00bb, sagte der HPI-Professor der dpa.<\/p>\n<p>Passw\u00f6rter durch Zusatzma\u00dfnahmen sch\u00fctzen<\/p>\n<p>Die gute Nachricht f\u00fcr Verbraucher: Auch mit dem Passwort kann man seine Online-Zug\u00e4nge sicher sch\u00fctzen, wenn man zus\u00e4tzliche Sicherheitsma\u00dfnahmen unternimmt. So empfehlen die Sicherheitsexperten beim Verzicht auf Passkeys zumindest die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu aktivieren. Dabei muss nach der Passworteingabe ein zus\u00e4tzlicher Code eingegeben werden, der beispielsweise per App oder SMS verschickt wird. Der gro\u00dfe Vorteil: Selbst wenn Kriminelle ein Passwort erbeutet haben, sch\u00fctzt dieser zus\u00e4tzliche Faktor das Konto vor unbefugtem Zugriff. Bereits 39 Prozent der Menschen in Deutschland nutzen laut eco-Umfrage diesen wirksamen Schutz.<\/p>\n<p>Auf einen Passwort-Manager umsteigen<\/p>\n<p>Um der Zettelwirtschaft ein Ende zu bereiten, empfiehlt sich die Nutzung eines Passwort-Managers. Dieses Programm generiert f\u00fcr jeden Dienst ein sicheres Passwort und stellt diese auf unterschiedlichen Ger\u00e4ten verschl\u00fcsselt zur Verf\u00fcgung. Nutzerinnen und Nutzer m\u00fcssen sich damit nur ein einziges Kennwort merken. Aktuell greifen darauf erst 24 Prozent der Deutschen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Vorsicht vor Phishing \u2013 misstrauisch bleiben\u00a0<\/p>\n<p>Die besten Passw\u00f6rter n\u00fctzen nichts, wenn auf Betr\u00fcger hereingefallen wird. Oft werden Zugangsdaten \u00fcber t\u00e4uschend echt aussehende Webseiten oder E-Mails durch sogenanntes Phishing abgefischt. Daher sollten bei jeder E-Mail verd\u00e4chtige Inhalte, Absender und Webadressen (URLs) sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden. Die Eingabe von Zugangsdaten sollte ausschlie\u00dflich auf vertrauensw\u00fcrdigen Plattformen erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt\/Main (dpa) &#8211; Die Menschen in Deutschland, die sich im Internet bewegen, haben gro\u00dfes Vertrauen in ihre Passw\u00f6rter,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":997858,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[5308,29,2050,2051,30,2052,198,1584,157653,71052,157652,4585,625],"class_list":{"0":"post-997857","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-computer","9":"tag-deutschland","10":"tag-frankfurt","11":"tag-frankfurt-am-main","12":"tag-germany","13":"tag-hessen","14":"tag-internet","15":"tag-kriminalitaet","16":"tag-passkeys","17":"tag-passwoerter","18":"tag-passwortmanager","19":"tag-software","20":"tag-verbraucher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116525846062892153","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=997857"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/997857\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/997858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=997857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=997857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=997857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}