{"id":997902,"date":"2026-05-06T05:17:22","date_gmt":"2026-05-06T05:17:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997902\/"},"modified":"2026-05-06T05:17:22","modified_gmt":"2026-05-06T05:17:22","slug":"amd-schere-zwischen-server-und-consumer-geht-weiter-auseinander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997902\/","title":{"rendered":"AMD: Schere zwischen Server und Consumer geht weiter auseinander"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              AMD: Schere zwischen Server und Consumer geht weiter auseinander<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein ungewohnter Anblick im nachb\u00f6rslichen Handel: Die AMD-Aktie steigt nach der Ver\u00f6ffentlichung des Gesch\u00e4ftsberichts am Dienstag um 15 Prozent, seit dem Tagestief sogar um 20 Prozent. Grund sind Zahlen, die \u00fcber AMDs letzter Prognose und \u00fcber den Erwartungen der Analysten liegen. B\u00f6rsend\u00e4mpfer nach Gesch\u00e4ftsberichten sind bei AMD eigentlich Tradition, was dem Unternehmen in manchen Foren den Spitznamen \u201eAdvanced Money Destroyer\u201c verschafft hat.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Knapp 10,3 Milliarden US-Dollar hat <a href=\"https:\/\/ir.amd.com\/news-events\/press-releases\/detail\/1284\/amd-reports-first-quarter-2026-financial-results\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">AMD im ersten Quartal 2026 umgesetzt<\/a>. Die eigene Prognose zum Jahresanfang lag noch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/AMD-knackt-erstmals-10-Milliarden-US-Dollar-Quartalsumsatz-11165445.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Mittel bei 9,8 Milliarden US-Dollar<\/a>. Analysten erwarteten nur unwesentlich mehr. Im aktuellen Quartal sollen es laut AMD im Mittel 11,2 Milliarden US-Dollar werden \u2013 Analysten rechneten hier mit einer Ank\u00fcndigung von 10,5 Milliarden.<\/p>\n<p>Im Jahresvergleich w\u00e4chst AMDs Umsatz um 38 Prozent. Der Operativgewinn steigt um 83 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden US-Dollar und der Nettogewinn um 95 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar.<\/p>\n<p>KI an der Wachstumsfront<\/p>\n<p>Das Wachstum kommt prim\u00e4r von Serverprozessoren (Epyc) und KI-Beschleunigern (Instinct), die derzeit jedes Quartal weiter zulegen. Aktuell steht das Segment bei fast 5,8 Milliarden US-Dollar Umsatz, 57 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/7\/6\/9\/7\/9\/AMD_Umsatz_aufgeschluesselt-aff92f59659a4869.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Tabellarische Grafik zu AMDs Umsatz nach Segmenten\" height=\"1509\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2686 \/ 1509; object-fit: cover;\" width=\"2686\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>AMDs Umsatz aufgeschl\u00fcsselt. Server-Hardware ist aufgrund der hohen Verkaufspreise besonders lukrativ.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0AMD)\n    <\/p>\n<p>Die Firmenchefin Lisa Su kommentiert: \u201eDas Kundeninteresse an der MI450-Serie und Helios nimmt zu. Die Prognosen unserer wichtigsten Kunden \u00fcbertreffen unsere urspr\u00fcnglichen Erwartungen und dank einer wachsenden Zahl von Gro\u00dfprojekten gewinnen wir immer mehr Klarheit \u00fcber unseren Wachstumskurs.\u201c <\/p>\n<p>MI450 steht f\u00fcr kommende KI-Beschleuniger, angef\u00fchrt von der Instinct MI455X. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/HPE-Erstes-AMD-basiertes-KI-Turnkey-System-11121642.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unter dem Namen Helios<\/a> vermarktet AMD nach Nvidias Vorbild seine ersten eigenen kompletten Server-Racks, inklusive Netzwerktechnik der \u00fcbernommenen Firma Pensando.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Einmalig gute Client-Zahlen<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich gut stehen derweil auch Ryzen-Prozessoren und Radeon-Grafikkarten da. Das Segment Client and Gaming w\u00e4chst im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Ryzen-CPUs machen davon 2,9 Milliarden aus, Grafikkarten und Konsolenchips 720 Millionen. Selbst im Vergleich zum traditionell starken vierten Quartal f\u00e4llt die Sparte nur um 8,5 Prozent.<\/p>\n<p>Marktanalysten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Aufgeblaehte-Zahlen-PC-Verkaeufe-steigen-wegen-Memflation-11252729.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">beobachteten bereits aufgebl\u00e4hte PC-Verkaufszahlen<\/a>, weil sich Hersteller in Erwartung auf weiter steigende Speicherpreise mit Hardware eingedeckt haben. Davon d\u00fcrfte AMD im ersten Quartal erheblich profitiert haben. Dieser Effekt ist allerdings einmalig: Aufgrund der Speicherkrise ist eine Umkehr zu erwarten.<\/p>\n<p>Die Schere zwischen Server und Client geht allen Anzeichen nach in den n\u00e4chsten Quartalen weiter auseinander. Mit Epyc-Prozessoren und KI-Beschleunigern d\u00fcrfte AMD schon bald doppelt so viel Geld machen wie mit Ryzen und Radeon.<\/p>\n<p>Mehr Geld f\u00fcr Forschung und Entwicklung<\/p>\n<p>AMDs verdreifachter Cashflow zeigt derweil Besonderheiten. Zum einen hat AMD im ersten Quartal Lagerbest\u00e4nde im Wert von einer halben Milliarde US-Dollar abgebaut. Zum anderen muss AMD noch Verbindlichkeiten im Wert von \u00fcber 700 Millionen US-Dollar bezahlen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Forschung und Entwicklung gibt AMD seit dem Sommer 2025 kontinuierlich mehr Geld aus. Die Investitionen daf\u00fcr sind im Jahresvergleich um 39 Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar gestiegen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mma@heise.de\" title=\"Mark Mantel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mma<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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