{"id":997923,"date":"2026-05-06T05:30:27","date_gmt":"2026-05-06T05:30:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997923\/"},"modified":"2026-05-06T05:30:27","modified_gmt":"2026-05-06T05:30:27","slug":"top-oekonom-wambach-es-ist-keine-gute-politik-buerger-zu-unterstuetzen-in-die-karibik-zu-fliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/997923\/","title":{"rendered":"Top-\u00d6konom Wambach: \u201eEs ist keine gute Politik, B\u00fcrger zu unterst\u00fctzen, in die Karibik zu fliegen.\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Herr Professor Wambach, die deutsche Wirtschaft kommt nicht vom Fleck. Gut zehntausend Industrie-Arbeitspl\u00e4tze gehen pro Monat verloren. Was sind die Ursachen f\u00fcr den bedr\u00fcckenden Zustand?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">ACHIM WAMBACH:<\/strong> Deutschland hat drei Jahre ohne sp\u00fcrbares Wirtschaftswachstum hinter sich. Unsere Wirtschaft ist immer neuen Krisen ausgesetzt. Dahinter steckt aber eine Struktur- und keine Konjunkturkrise. Doch die Bundesregierung hat inzwischen verstanden, dass dringend gehandelt werden muss. Die Koalition handelt auch, wie sich an dem Beschluss f\u00fcr eine Gesundheitsreform mit Milliarden-Einsparungen zeigt. Das geht in die richtige Richtung, anders als die Beschl\u00fcsse in der Anfangszeit der Regierung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Welche Beschl\u00fcsse waren das?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Die Koalition hat im Hinblick auf das fehlende Wirtschaftswachstum Fehler begangen, indem sie mit der Senkung der Mehrwertsteuer f\u00fcr die Gastronomie auf Einnahmen verzichtet und durch die Ausweitung der M\u00fctterrente zus\u00e4tzliches Geld ausgibt, ohne dass diese Ma\u00dfnahmen Effekte auf die Produktivit\u00e4t haben. So entstand der Eindruck in der Wirtschaft, dass diese Regierung nicht gewillt ist, echte strukturelle Reformen anzupacken. Doch jetzt ist klar: Die Signale aus der Wirtschaft sind bei den Vertreterinnen und Vertretern der Koalition angekommen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Sie klingen zuversichtlich.<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Grunds\u00e4tzlich bin ich zuversichtlich, schon allein deswegen, weil der Druck auf die Koalition enorm hoch ist. Fest steht aber auch: Noch hat die Regierung nicht geliefert. Die von der Koalition beschlossene Gesundheitsreform muss erst noch Gesetzeskraft erlangen. Zuletzt war der Streit innerhalb der Koalition gro\u00df. Doch wir k\u00f6nnen uns ein Vertagen der Reformen, ob es um Gesundheit, Pflege, Rente oder Steuer geht, nicht mehr leisten.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Warum ist der Druck so immens gro\u00df?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Weil Unternehmen wegen der unzureichenden Standort-Bedingungen nicht mehr in Deutschland investieren. In Frankreich etwa investieren mehr ausl\u00e4ndische Unternehmen als das in Deutschland geschieht. Das war lange anders und sollte sich auch wieder \u00e4ndern. Die schwarz-rote Koalition hat jetzt das Mandat, in Deutschland dicke Reformbretter zu bohren. Denn diese Regierung vertritt die Mitte der Gesellschaft. Wenn diese Koalition ihre gro\u00dfe Chance nicht nutzt, w\u00fcrde das Deutschland hart treffen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Das hei\u00dft: Diese Regierung hat keine andere Wahl, als tiefgreifende Reformen zu wagen, oder?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Die Koalition muss auf eine gef\u00e4hrliche Situation reagieren: Wenn Unternehmen nicht mehr in unserem Land investieren, zehrt das an der wirtschaftlichen Substanz. Jetzt entscheidet sich, in welcher wirtschaftlichen Verfassung unser Land in f\u00fcnf Jahren ist. Investitionen wirken langfristig. Nur sie m\u00fcssen jetzt auch kommen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Viele Industrieunternehmen streiken derzeit und investieren lieber in Osteuropa.<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Bei einer Reise durch Osteuropa waren meine Gespr\u00e4chspartner erstaunt, dass es Deutschland wirtschaftlich so schlecht geht, wo es in ihren L\u00e4ndern doch gut l\u00e4uft. Bei einer Konjunkturkrise geht es Deutschland schlecht und den Nachbarn meist auch. Aber das hier ist eine Strukturkrise: Deutsche Unternehmen verlagern weiter Produktion nach Osteuropa. Kein Wunder: Deutschland ist ein Hochsteuer- und Hochsozialabgabenland Und Deutschland ist zu stark reguliert.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Die B\u00fcrokratiekosten f\u00fcr Unternehmen sind im europ\u00e4ischen Vergleich hierzulande hoch.<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Und das, obwohl viele dieser Regelungen aus Br\u00fcssel kommen und alle EU-L\u00e4nder treffen. Hier wirkt sich die unzureichende Digitalisierung in Deutschland negativ aus. Andere L\u00e4nder sind digital besser aufgestellt und k\u00f6nnen mit der B\u00fcrokratie geschickter umgehen. Immerhin will unsere Regierung die Unternehmenssteuern senken, wenn auch zu langsam. Jetzt kommt es auf die umfassende Reform unserer Sozialversicherungssysteme an. Ein anderes Thema m\u00fcssen wir auch noch l\u00f6sen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Welches denn?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Wir laden in Deutschland die Menschen zur Teilzeit ein.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Wie das denn?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Unser Wirtschaftssystem ist auf Teilzeit ausgerichtet. In Deutschland ist es attraktiv, weniger zu arbeiten, weil der Nettoverdienst nicht proportional steigt, wenn man voll arbeitet. Wer weniger arbeitet, muss etwa weniger f\u00fcr die Krankenversicherung aufbringen, kann aber die gleichen Leistungen in Anspruch nehmen. Dank des Steuersystems ist es f\u00fcr den Zweitverdiener attraktiver, weniger, also Teilzeit, zu arbeiten.\u00a0\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1778045427_406_awhdsc3095.jpg\" alt=\"Achim Wambach ist einer der f\u00fchrenden \u00d6konomen Deutschlands.\" title=\"Achim Wambach ist einer der f\u00fchrenden \u00d6konomen Deutschlands.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Achim Wambach ist einer der f\u00fchrenden \u00d6konomen Deutschlands.<br \/>\n    Foto: ZEW<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Achim Wambach ist einer der f\u00fchrenden \u00d6konomen Deutschlands.<br \/>\n    Foto: ZEW<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">M\u00fcssen wir wieder l\u00e4nger arbeiten?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Appelle reichen hier nicht. Wir m\u00fcssen es finanziell attraktiver machen, l\u00e4nger zu arbeiten. Es geht um mehr Netto vom Brutto. Die Bundesregierung sollte diese Reformen angehen, und k\u00f6nnte daf\u00fcr den Aktionismus der letzten Zeit aufgeben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Aktionismus? Was meinen Sie damit?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Die Einf\u00fchrung des Tankrabatts f\u00e4llt in diese Kategorie. Das f\u00fchrt zu mehr Autofahrten auf Kosten des Steuerzahlers. Und auch die 12-Uhr-Regel nach \u00f6sterreichischem Modell ist aktionistisch. Seit 1. April d\u00fcrfen Tankstellen lediglich einmal am Tag um 12 Uhr mittags die Preise f\u00fcr Kraftstoffe nach oben schrauben, w\u00e4hrend Preissenkungen jederzeit m\u00f6glich sind.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Die Regelung ist umstritten.<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Forschende unseres Instituts, dem ZEW, und des D\u00fcsseldorfer Instituts f\u00fcr Wettbewerbs\u00f6konomie haben herausgefunden: Die Margen f\u00fcr Benzin sind nach Inkrafttreten der Regelung um im Schnitt sechs Cent pro Liter nach oben geschnellt.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Die Bedenken f\u00fchrender Wissenschaftler gegen\u00fcber der Regelung haben sich also best\u00e4tigt.<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH (LACHT):<\/strong> Ja, leider. Ich halte die Einf\u00fchrung der 12-Uhr-Regelung wie auch den Beschluss f\u00fcr den Tankrabatt f\u00fcr falsch. Beide wurden gemacht, um Handlungsf\u00e4higkeit zu signalisieren. Gehandelt wurde, aber in die falsche Richtung. Beim Tankrabatt sehe ich noch eine andere Gefahr.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Welche denn?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Diese Senkung der Mineral\u00f6lsteuer ist f\u00fcr zwei Monate angek\u00fcndigt. Die Regierung setzt sich damit unter Druck, den Tankrabatt nach zwei Monaten zu verl\u00e4ngern, wenn die Spritpreise hoch bleiben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Hat die Bundesregierung mit dem Tankrabatt ein Eigentor geschossen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Ja, ich bef\u00fcrchte, dass der Tankrabatt l\u00e4nger gew\u00e4hrt wird. Auf alle F\u00e4lle hat die Bundesregierung den Tankrabatt zu fr\u00fch eingef\u00fchrt. Wenn es schon unbedingt ein Tankrabatt sein muss, h\u00e4tte die Koalition deutlich machen m\u00fcssen, dass sie diesen schrittweise verringert, etwa jeden Monat um f\u00fcnf Cent. Die Autofahrerinnen und Autofahrer m\u00fcssen schlie\u00dflich lernen, mit den h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Benzin und Diesel umzugehen, indem sie etwa langsamer und weniger fahren. Schlie\u00dflich werden die \u00d6lpreise noch l\u00e4ngere Zeit hoch bleiben. Der Zustand sollte nicht mit Steuergeld \u00fcbert\u00fcncht werden.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Viele Menschen sind indes auf das Auto angewiesen und leiden unter den hohen Spritpreisen, zumal wenn sie nicht so viel verdienen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Hier ist Sozialpolitik gefragt. Die Bundesregierung h\u00e4tte sich also fragen m\u00fcssen, welche Haushalte die gestiegenen Spritkosten nicht stemmen k\u00f6nnen. Diesen Menschen m\u00fcsste der Staat gezielt helfen. Doch seit der Corona-Zeit ist bei den B\u00fcrgern der Eindruck entstanden, dass der Staat allen hilft. Dabei geht es um unser aller Steuergeld. Wir machen uns selbst etwas vor. Dabei haben doch viele Menschen ganz ohne Tankrabatt auf die gestiegenen Spritpreise reagiert: Ich wurde zuletzt auf Autobahnen viel seltener von Schnellfahrern \u00fcberholt.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Auf alle F\u00e4lle steigt die Inflation weiter an. Was bef\u00fcrchten Sie?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Wir werden eine steigende Inflation sehen. Zuletzt ist die Teuerung in Deutschland von 2,7 Prozent im M\u00e4rz auf 2,9 Prozent im April gestiegen, was der h\u00f6chste Wert seit Beginn des Jahres 2024 ist. Ich gehe davon aus, dass die Europ\u00e4ische Zentralbank, deren Hauptaufgabe Inflationsbek\u00e4mpfung ist, darauf reagieren wird. Es ist schlie\u00dflich nicht unwahrscheinlich, dass die Inflation auf 3,0 Prozent steigt. Die Preisentwicklung spricht daf\u00fcr, dass die EZB die Zinsen erh\u00f6hen wird.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Was passiert, wenn Kerosin noch knapper und teurer wird? Dann wird sicher Druck auf die Regierung ausge\u00fcbt, den Sommerurlaub vieler Menschen zu retten und Flugbenzin weiter zu subventionieren. Reagiert die Koalition dann wieder aktionistisch?<\/strong><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold font-sans\">WAMBACH:<\/strong> Hoffentlich nicht. Denn damit w\u00fcrde die Bundesregierung populistische Reflexe zeigen, also aktionistisch handeln. Es ist keine gute Politik, B\u00fcrger dabei zu unterst\u00fctzen, in die Karibik zu fliegen.\u00a0\n  <\/p>\n<p>    Zur Person<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Professor Achim Wambach, Jahrgang 1968, ist seit April 2016 Pr\u00e4sident des ZEW \u2013 Leibniz-Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung und Professor f\u00fcr Volkswirtschaftslehre an der Universit\u00e4t Mannheim. Im Oktober 2024 wurde er in den Deutschen Ethikrat berufen. Der Wissenschaftler war von 2014 bis Juni 2022 Mitglied der Monopolkommission, von 2016 bis September 2020 ihr Vorsitzender. Wambach geh\u00f6rt dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie an, dessen Vorsitz er von 2012 bis 2015 innehatte.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Professor Wambach, die deutsche Wirtschaft kommt nicht vom Fleck. Gut zehntausend Industrie-Arbeitspl\u00e4tze gehen pro Monat verloren. 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