{"id":99798,"date":"2025-05-10T14:52:40","date_gmt":"2025-05-10T14:52:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99798\/"},"modified":"2025-05-10T14:52:40","modified_gmt":"2025-05-10T14:52:40","slug":"bremen-wenn-naehe-zur-gefahr-wird-bremer-tatort-ueber-stalking-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99798\/","title":{"rendered":"Bremen | Wenn N\u00e4he zur Gefahr wird &#8211; Bremer \u00abTatort\u00bb \u00fcber Stalking"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Bremen (dpa) &#8211; Kein Handy, keine Papiere, kein Gesicht: Die Leiche am Weserufer ist so entstellt, dass ihr Antlitz nicht zu erkennen ist. Die Kommissarinnen im neuen Bremer \u00abTatort\u00bb-Fall stehen zun\u00e4chst vor einem R\u00e4tsel. Bald steht der Verdacht im Raum, dass das Opfer auch T\u00e4ter war. Die Ermittlerinnen sto\u00dfen auf ein Geflecht aus Verfolgungswahn und Stalking, brisanten Recherchen und toxischen Abh\u00e4ngigkeiten.\u00a0<\/p>\n<p>Wieder widmet sich der Bremer TV-Krimi einem sozialkritischen Thema: Regisseurin Franziska Margarete Hoenisch erz\u00e4hlt von den N\u00f6ten einer alleinerziehenden Frau, die sich um die Sicherheit ihrer Tochter sorgt. \u00dcberall lauert ihr Ex-Freund &#8211; am Spielplatz, auf der Stra\u00dfe, vor der Haust\u00fcr. Auch mit seinem Tod nimmt der Wahnsinn kein Ende. Der \u00abTatort: Solange du atmest\u00bb ist am Sonntag (11. Mai) um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.<\/p>\n<p>Stalking aus der Opferperspektive<\/p>\n<p>Die alleinerziehende Mutter Rani Ewers (Via Jikeli) hat keine Wohnung, kaum Geld und verliert auch noch ihre Arbeit. Mit ihrer Tochter hat sie Unterschlupf im Reihenhaus der einsamen Pflegerin Paula S\u00f6dersen (Sarina Radomski) gefunden. Aus der Wohngemeinschaft hat sich l\u00e4ngst eine eigene Familienkonstellation entwickelt.<\/p>\n<p>Trotz der schwierigen Umst\u00e4nde tut die junge Mutter alles, um ihrer Tochter eine beh\u00fctete Kindheit zu erm\u00f6glichen und sie in Sicherheit gro\u00df werden zu lassen. W\u00e4ren da nicht die Allern\u00e4chsten, die von Vertrauten zur Bedrohung werden.<\/p>\n<p>Selbst in der WG kann sich Rani Ewers nicht mehr sicher f\u00fchlen, als sie gerahmte Familienfotos mit ausgeschnittenen Augen vorfindet. Mit kurzen R\u00fcckblenden und einer Kameraf\u00fchrung, die f\u00fcr Momente den Blickwinkel wechselt, wird das Thema Stalking bedrohlich aus der Opferperspektive inszeniert.<\/p>\n<p>Zeugen oder Verd\u00e4chtige?<\/p>\n<p>Aber wer stalkt hier eigentlich wen? Eine knifflige Frage f\u00fcr die Ermittlerinnen Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram), die den Mord an dem angeschwemmten Ex-Freund und Investigativjournalisten Marek Kolschak (Jonathan Berlin) aufkl\u00e4ren m\u00fcssen. Ein Hinweis f\u00fchrt ins Drogenmilieu, wo der 31-J\u00e4hrige zuletzt recherchiert hatte. Ein polizeibekannter Dealer ger\u00e4t ins Visier, dem Selb schon l\u00e4nger auf der Spur ist.<\/p>\n<p>Im Laufe der Ermittlungen verschwimmen die Grenzen immer mehr: Vorstellungen von Gut und B\u00f6se geraten ins Wanken. Zeugen werden zu Verd\u00e4chtigen und Verd\u00e4chtige zu Zeugen, die pl\u00f6tzlich selbst in Lebensgefahr geraten.\u00a0<\/p>\n<p>Die Spannung kann der Bremer \u00abTatort\u00bb jedoch nicht \u00fcber 90 Minuten aufrechterhalten &#8211; zu offensichtlich sind falsche Spuren, zu h\u00e4ufig kommt es zu unlogischen Br\u00fcchen. So l\u00e4sst die sonst \u00fcberbesorgte Mutter ihr Kind nach einem Streit mit dem Stalker stundenlang allein und im entscheidenden Moment \u00fcbt sich Moormann in Selbstverteidigung, anstatt zur Waffe zu greifen.\u00a0<\/p>\n<p>Beziehung der Ermittlerinnen bekommt Risse<\/p>\n<p>F\u00fcr die jungen Kommissarinnen wird der Fall zu einer Belastungsprobe. Zum ersten Mal kommt es zwischen Moormann und Selb zum Streit. Sie haben Geheimnisse voreinander, machen sich gegenseitig Vorw\u00fcrfe und ermitteln auf eigene Faust. Die \u00fcblichen Scherze und Neckereien der beiden bleiben dabei auf der Strecke.<\/p>\n<p>Am Ende k\u00f6nnen die Ermittlerinnen den Wahnsinn nur gemeinsam stoppen. Zur\u00fcck bleibt ein beklemmender Eindruck, welchem Leid Opfer von Stalking ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Bundesweit knapp 25.000 F\u00e4lle von Stalking<\/p>\n<p>Seit 2007 ist Stalking ein eigener Straftatbestand. Im Land Bremen erfasste die Polizei im vergangenen Jahr mehr als 340 F\u00e4lle von Nachstellung, bundesweit waren es laut polizeilicher Kriminalit\u00e4tsstatistik \u00fcber 24.700 F\u00e4lle. Das Kriminalit\u00e4tsph\u00e4nomen umfasst ein breites Spektrum von Handlungen &#8211; von Kontaktaufnahmen \u00fcber soziale Medien, Telefon oder E-Mail bis hin zu Drohungen und k\u00f6rperlicher Gewalt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Betroffenen bedeutet Stalking oft eine anhaltende Belastung und eine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung des Alltags. Die Polizei r\u00e4t, fr\u00fchzeitig Anzeige zu erstatten und sich an spezialisierte Beratungsstellen zu wenden. Um Vorf\u00e4lle zu dokumentieren, kann die App \u00abNo Stalk\u00bb hilfreich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bremen (dpa) &#8211; Kein Handy, keine Papiere, kein Gesicht: Die Leiche am Weserufer ist so entstellt, dass ihr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":99799,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,441,30,2279,62,218,6406,38105],"class_list":{"0":"post-99798","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-fernsehen","12":"tag-germany","13":"tag-kriminalitat","14":"tag-medien","15":"tag-tatort","16":"tag-tv-ausblick","17":"tag-zum-11-mai"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114484107284517025","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99798"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99798\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=99798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=99798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}