{"id":998082,"date":"2026-05-06T07:04:29","date_gmt":"2026-05-06T07:04:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/998082\/"},"modified":"2026-05-06T07:04:29","modified_gmt":"2026-05-06T07:04:29","slug":"ukraine-krieg-russland-verliert-kontrolle-ueber-120-quadratkilometer-experte-spricht-von-ukrainischem-wunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/998082\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Russland verliert Kontrolle \u00fcber 120 Quadratkilometer \u2013 Experte spricht von \u201eukrainischem Wunder\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Russland hat in der Ukraine im April erstmals seit fast drei Jahren netto wieder Gel\u00e4nde verloren. Ein Milit\u00e4rexperte sagt: Die ukrainische Armee habe eine Formel entdeckt, den Vormarsch der russischen Armee zu unterbinden.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Erstmals seit fast drei Jahren hat Russland an der Front in der Ukraine im vergangenen Monat Netto-Gebietsverluste erlitten. Wie aus einer Analyse des US-ans\u00e4ssigen Institute for the Study of War (ISW) hervorgeht, verlor die russische Armee im April unter dem Strich die Kontrolle \u00fcber rund 120 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums. Es sei f\u00fcr die russischen Streitkr\u00e4fte der erste Nettoverlust in einem Monat seit dem Einmarsch der Ukraine in das russische Gebiet Kursk im August 2024.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen sind begrenzt. Insgesamt gewann die Ukraine demnach die Kontrolle \u00fcber rund 0,02 Prozent ihres Staatsgebiets zur\u00fcck. Der Ukraine gelang es laut den ISW-Daten, an mehreren Frontabschnitten vorzur\u00fccken. In den drei ostukrainischen Regionen Saporischschja, Charkiw und Donezk gewannen die Soldaten demnach jeweils rund 40 Quadratkilometer Gebiet zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Russland r\u00fcckte seinerseits in der Gegend um die Gro\u00dfstadt Kramatorsk in der Region Donezk vor.<\/p>\n<p>Das ISW betont zugleich, dass die Lage komplizierter ist als ein blo\u00dfer Fl\u00e4chenvergleich. Russische Truppen setzen demnach seit Herbst 2025 verst\u00e4rkt auf Infiltrationstaktiken, bei denen kleine Einheiten in umk\u00e4mpfte Grauzonen einsickern, ohne das Gebiet dauerhaft zu kontrollieren. Moskau nutze diese Methode auch, um gr\u00f6\u00dfere Gel\u00e4ndegewinne reklamieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Insgesamt h\u00e4lt Russland den ISW-Daten zufolge etwas mehr als 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt. Darunter sind die bereits 2014 annektierte Halbinsel Krim und Gegenden in den Regionen Donezk und Luhansk, die bereits vor der Vollinvasion im Jahr 2022 von prorussischen Separatisten kontrolliert worden waren. Den Gro\u00dfteil des restlichen Gebiets hatte Russland in den ersten Wochen nach Beginn des Kriegs im Februar 2022 erobert.<\/p>\n<p>Der Vormarsch der russischen Armee hatte sich der Analyse zufolge bereits in den Monaten zuvor erheblich verlangsamt: Im M\u00e4rz hatte Russland 23 Quadratkilometer Territorium eingenommen, im Februar 123 Quadratkilometer, im Januar waren es noch 319 Quadratkilometer gewesen.<\/p>\n<p>Der durch Tauwetter und Regen entstandene Schlamm habe wom\u00f6glich das Vorr\u00fccken von Bodeneinheiten verlangsamt. Dem ISW zufolge haben aber auch ukrainische Gegenangriffe und Probleme der russischen Armee mit Kommunikationstechnologie \u201ebereits bestehende Probleme innerhalb der russischen Streitkr\u00e4fte versch\u00e4rft\u201c. Im Februar 2026 hatte das US-Unternehmen SpaceX die Nutzung seiner Starlink-Satelliten durch das russische Milit\u00e4r unterbunden, die russische F\u00fchrung schr\u00e4nkte zudem die Nutzung des Online-Dienstes Telegram ein. <\/p>\n<p>Milit\u00e4rexperte spricht von \u201eukrainischem Wunder\u201c<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische Milit\u00e4rexperte Markus Reisner spricht mit Blick auf die Lage an der Front von einem \u201ezweiten ukrainischen Wunder\u201c. Im <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wir-haben-ein-zweites-ukrainisches-Wunder-erlebt-id30784073.html\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wir-haben-ein-zweites-ukrainisches-Wunder-erlebt-id30784073.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Interview mit ntv<\/a> sagte der Oberst des \u00f6sterreichischen Bundesheeres, die Ukraine habe nach dem schweren Winter erneut eine Formel gefunden, den russischen Vormarsch zu bremsen und sich milit\u00e4risch zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Reisner zufolge gelingt das vor allem durch den massiven Einsatz von Drohnen. Diese k\u00f6nnten selbst kleine russische Sto\u00dftrupps fr\u00fch aufkl\u00e4ren und neutralisieren. Dadurch sei an der Front eine rund 50 Kilometer breite \u201eTodeszone\u201c entstanden, was die Verteidigung der Ukraine deutlich st\u00e4rke. \u201eNach dem schweren Winter hat es die Ukraine noch einmal geschafft, wieder aufzustehen, das Schild zu heben und die Russen abzuwehren\u201c, sagte Reisner.<\/p>\n<p>Zugleich warnte der Experte davor, daraus bereits eine Wende im Krieg abzuleiten. Gewonnen sei damit noch nichts. Der Mangel an Soldaten bleibe ein ernstes Problem, und Russland halte den Druck hoch. Das gelte insbesondere im Donbass, wo nach Reisners Einsch\u00e4tzung der Schwerpunkt der russischen Fr\u00fchjahrsoffensive im Raum Kostjantyniwka liege. Dort wolle Moskau den ukrainischen Festungsg\u00fcrtel durchbrechen.<\/p>\n<p>ll mit afp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland hat in der Ukraine im April erstmals seit fast drei Jahren netto wieder Gel\u00e4nde verloren. 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