{"id":998084,"date":"2026-05-06T07:05:16","date_gmt":"2026-05-06T07:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/998084\/"},"modified":"2026-05-06T07:05:16","modified_gmt":"2026-05-06T07:05:16","slug":"militaerexperte-reisner-zum-ukraine-krieg-beide-seiten-haben-eine-waffenruhe-dringend-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/998084\/","title":{"rendered":"Milit\u00e4rexperte Reisner zum Ukraine-Krieg: &#8222;Beide Seiten haben eine Waffenruhe dringend n\u00f6tig&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs k\u00fcndigte der russische Pr\u00e4sident <strong>Wladimir Putin <\/strong>eine zweit\u00e4gige Waffenruhe im Ukrainekrieg an.\u00a0<\/p>\n<p>Die Feuerpause soll am<strong> 8. und 9. Mai <\/strong>gelten. Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskij<\/strong> konterte seinerseits mit einem Gegenvorschlag &#8211; und k\u00fcndigte eine Waffenruhe bereits ab 6. Mai an. Milit\u00e4rexperte Markus Reisner sah am im \u00d61-Morgenjournal am Mittwoch allerdings weniger ein ernsthaftes Friedenssignal als vielmehr ein &#8222;taktisches Man\u00f6ver mit politischem Hintergrund&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>    Russlands Furcht vor Blamage<\/p>\n<p>&#8222;Russland ist bem\u00fcht, das Narrativ der sogenannten Spezialoperation aufrechtzuerhalten \u2013 also eines Krieges, der ausschlie\u00dflich in der Ukraine stattfindet&#8220;, erkl\u00e4rte Reisner im Interview. Dieses Bild gerate jedoch zunehmend ins Wanken.\u00a0<\/p>\n<p>Hintergrund seien verst\u00e4rkte ukrainische <strong>Drohnenangriffe auf russisches Territorium<\/strong>, die mittlerweile sogar Ziele in der N\u00e4he von Moskau erreichen k\u00f6nnten. Besonders im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 9. Mai wachse daher auf russischer Seite die Sorge vor einer symbolischen Blamage.<\/p>\n<p>    Ukraines Schachzug\u00a0<\/p>\n<p>Die von Russland formulierte Drohung, Kiew im Falle eines Bruchs der Waffenruhe massiv zu zerst\u00f6ren, wertet Reisner als Zeichen von Unsicherheit. &#8222;Damit erkennt man nat\u00fcrlich auch eine Angst auf russischer Seite&#8220;, so der Experte.\u00a0<\/p>\n<p>Gleichzeitig sei die Initiative zur Waffenruhe auch Teil einer diplomatischen Strategie gewesen, etwa um internationale Akteure auf die eigene Seite zu ziehen. So habe Putin mit dem US-Pr\u00e4sidenten <strong>Donald Trump<\/strong> ein Telefonat gef\u00fchrt, in dem er gesagt haben soll, dass man zu dieser Waffenruhe bereit sei, der Ball liege bei Selenskij.<\/p>\n<p>Die Ukraine reagierte ihrerseits mit einem Gegenvorschlag: einer fr\u00fcheren Feuerpause, n\u00e4mlich bereits ab Mitternacht des 6. Mai. F\u00fcr Reisner ist das ein gezielter Schachzug, mit dem Kiew den Druck erh\u00f6ht und testet, ob Russland es tats\u00e4chlich ernst meint.<\/p>\n<p>    Keine Einigung beim Zeitpunkt<\/p>\n<p>Dass sich beide Seiten nicht auf <strong>einen gemeinsamen Zeitpunkt<\/strong> einigen konnten, sei kein Zufall, sondern Teil dieser strategischen Kommunikation.\u00a0W\u00e4hrend die Ukraine versuche, moralische Glaubw\u00fcrdigkeit zu demonstrieren, bleibe Russlands Verhalten widerspr\u00fcchlich. &#8222;Es geht auch um das sorgsam gef\u00fctterte Narrativ, dass\u00a0der Krieg, also die Spezialoperation, wenn man die russische Redensart nimmt, nicht in\u00a0Russland stattfindet, sondern in der Ukraine&#8220;, betonte Reisner.<\/p>\n<p>    Ersch\u00f6pfung auf beiden Seiten<\/p>\n<p>Milit\u00e4risch sieht der Experte beide Kriegsparteien unter starkem Druck. &#8222;Beide Seiten haben eine Waffenruhe dringend n\u00f6tig&#8220;, sagte Reisner. Zwar halte die Ukraine die russischen Truppen weiterhin in Schach, doch auch auf russischer Seite zeigten sich deutliche Belastungserscheinungen. Eine entscheidende Rolle spiele dabei die Unterst\u00fctzung durch <strong>internationale Partner.<\/strong> Ohne diese w\u00e4re der Krieg in seiner aktuellen Intensit\u00e4t kaum aufrechtzuerhalten.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Wer eine Waffenruhe absolut ben\u00f6tigt,\u00a0ist die Zivilbev\u00f6lkerung, die mittlerweile im f\u00fcnften Jahr massiv unter Druck ist&#8220;, betonte der Experte.<\/p>\n<p>    Angriffe auf kritische Infrastruktur nehmen zu<\/p>\n<p>Parallel zur Diskussion um eine Waffenruhe intensivieren beide Seiten ihre Angriffe auf strategische Ziele. Russland setze verst\u00e4rkt Drohnen gegen die ukrainische Infrastruktur ein, w\u00e4hrend die Ukraine gezielt russische<strong> \u00d6l- und Energieanlagen <\/strong>attackiere. Diese Angriffe treffen nicht nur milit\u00e4rische Kapazit\u00e4ten, sondern auch wirtschaftliche Grundlagen. Die Ukraine w\u00fcrde damit quasi einen empfindlichen Nerv, weil diese Infrastruktur wesentlich f\u00fcr Russlands Einnahmen sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anl\u00e4sslich der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs k\u00fcndigte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin eine zweit\u00e4gige Waffenruhe im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":998085,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-998084","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116526365119475341","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/998084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=998084"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/998084\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/998085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=998084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=998084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=998084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}