{"id":998449,"date":"2026-05-06T10:38:19","date_gmt":"2026-05-06T10:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/998449\/"},"modified":"2026-05-06T10:38:19","modified_gmt":"2026-05-06T10:38:19","slug":"waren-queen-vorbild-fuer-das-cover-des-neuen-stones-albums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/998449\/","title":{"rendered":"Waren Queen Vorbild f\u00fcr das Cover des neuen Stones-Albums?"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/7feec0325fd1400684247b55e599a6c1.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Ikonische Artworks f\u00fcr ihre Alben geh\u00f6ren zum Gro\u00dfwerk der Rolling Stones dazu. Man denke nur den legend\u00e4ren <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/audio-post\/the-rolling-stones-sticky-fingers-alle-songs-im-ranking\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eSticky Fingers\u201c<\/a>-Rei\u00dfverschluss von Andy Warhol. Auch das Cover f\u00fcr das nun inzwischen 25. Studioalbum der Band wurde von einem K\u00fcnstler gestaltet: Maler Nathaniel Mary Quinn.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/rolling-stones-kuenstler-hinter-dem-artwork-von-foreign-tongues-3140313\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der amerikanische K\u00fcnstler ist bekannt f\u00fcr seine hybriden, fragmentierten Portr\u00e4ts<\/a>. Dabei handelt es sich nicht um Collagen, denn die Bilder sind alle gemalt. Quinn kombiniert klassische \u00d6lmalerei mit Pastell, Kohle und Gouache, um Gesichter zu erschaffen, die wie zerrissene Puzzles aussehen.<\/p>\n<p>Herausgekommen ist so ein Werk, das auch unter dem Namen <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DX-BsmRiRPX\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u201eStones Trinity\u201c<\/a> firmiert und schon mit dem Titel auf die Verschmelzung der Musiker zu einer einzigen Pers\u00f6nlichkeit verweist, die aus drei Teilen besteht (ein bisschen religi\u00f6se \u00dcberh\u00f6hung durch die Anspielung auf die heilige Dreifaltigkeit darf nat\u00fcrlich nicht fehlen). Klar, zwischen die verbliebenen Musiker passt kein Blatt, die Stones sind auch im Jahr 2026 eine quasi religi\u00f6se Einheit.<\/p>\n<p>\u201eThe Miracle\u201c als Vorbild f\u00fcr die Rolling Stones?<\/p>\n<p>Quinn ist stolz auf sein Werk, nannte es einen \u201eDialog mit einer der best\u00e4ndigsten Kr\u00e4fte der Kulturgeschichte\u201c. Dabei betreten der K\u00fcnstler und die Stones, wenn es um die Musikgeschichte geht, allerdings keinesfalls Neuland. Auch in der Vergangenheit gab es Cover-Artworks, die eine Verschmelzung der Mitglieder einer Band zeigten. Nahmen sich die Stones etwa Queen zum Vorbild?<\/p>\n<p>Eines der bekanntesten d\u00fcrfte n\u00e4mlich das <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/reviews\/queen-the-miracle-collectors-edition\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Cover zu \u201eThe Miracle\u201c (1989) von Queen<\/a> sein. Die Gesichter aller vier Bandmitglieder wurden mithilfe einer damals bahnbrechenden (und ziemlich teuren!) digitalen Bildbearbeitung zu einem einzigen \u201e\u00dcber-Gesicht\u201c verschmolzen. Im Nachhinein wurde das Artwork vor allem von Fans gewaltig verkl\u00e4rt als eine Art k\u00fcnstlerisch-mythische Einheit gegen das Schicksal. Zum damaligen Zeitpunkt wusste die \u00d6ffentlichkeit noch nichts von Freddie Mercurys HIV-Infektion und sp\u00e4teren Aids-Erkrankung.<\/p>\n<p>Dem Cover folgte aber auch auch eine Mission: Erstmals wurden alle Songs der einzelnen Queen-Mitglieder der gesamten Band \u201eQueen\u201c zugeschrieben. Das verschmolzene Gesicht war wohl auch die grafische Umsetzung dieses Verzichts auf Egos.<\/p>\n<p>Tricktechnik mit Botschaft<\/p>\n<p>Das Ineinanderblenden von Gesichtern war indes auch zu Zeiten von \u201eThe Miracle\u201c nichts Neues. Auf dem Cover zur Single \u201eVoulez Vous\u201c stehen die Mitglieder von ABBA so eng beieinander, dass ihre Profile und Haare fast wie eine einzige skulpturale Form zusammengezogen wirken. Auch das legend\u00e4re, weil digital erstellte Cover-Artwork von \u201eRemain In Light\u201c der Talking Heads ist mit seinen roten Masken auf den Gesichtern der Bandmitglieder ganz sicher ein Vorbild. Allerdings ging es David Byrne und Kollegen eher um Verfremdung als um Verschmelzung.<\/p>\n<p>Sonderlich aufwendige Tricks braucht man f\u00fcr solche Morphing-Verfahren nicht, wie das Artwork zur Live-Single von \u201eInvisible Touch\u201c von Genesis zeigt. Die K\u00f6rper von Phil Collins, Mike Rutherford und Tony Banks wurden so arrangiert, dass sie visuell ineinander \u00fcbergingen.<\/p>\n<p>Der Morphing-Effekt sprang sp\u00e4ter nat\u00fcrlich auch auf Musikvideos \u00fcber. Kein Wunder, wirkt hier doch das Verfahren noch einmal \u00fcberraschender und wunderlicher. Wie im Clip zu Michael Jacksons \u201eBlack Or White, wo Gesichter verschiedener Ethnien und Geschlechter ineinander \u00fcbergehen. Hier geht es weniger um eine k\u00fcnstlerische Einheit, wie sie die Rolling Stones ausdr\u00fccken wollen. Stattdessen triumphiert technisch und humanistisch eine Einheit und Gleichheit der Menschen in visualisierter Form.<\/p>\n<p>                    <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion Ikonische Artworks f\u00fcr ihre Alben geh\u00f6ren zum Gro\u00dfwerk der Rolling Stones dazu. 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