{"id":999020,"date":"2026-05-06T16:11:14","date_gmt":"2026-05-06T16:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999020\/"},"modified":"2026-05-06T16:11:14","modified_gmt":"2026-05-06T16:11:14","slug":"wie-in-trance-mann-gesteht-bei-prozess-in-muenchen-mord-an-stiefmutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999020\/","title":{"rendered":"&#8222;Wie in Trance&#8220;: Mann gesteht bei Prozess in M\u00fcnchen Mord an Stiefmutter"},"content":{"rendered":"<p>Eine Watschn soll die Bluttat ausgel\u00f6st haben. Sagt der Mann auf der Anklagebank. Er habe die Kontrolle \u00fcber sich verloren, immer wieder, \u201ewie in Trance\u201c, zugestochen. Peter S. (25, Name ge\u00e4ndert) gibt im Prozess am Mittwoch zu, seine Stiefmutter am 8. Juni 2025 in der Nymphenburger Wohnung seines Vaters erstochen zu haben. \u00dcber 70 Verletzungen hatte die 76-J\u00e4hrige erlitten. Sie starb aufgrund des Blutverlustes nur eine Stunde nach der Tat im Klinikum Gro\u00dfhadern.\u00a0<\/p>\n<p>Stiefsohn bereut die Tat\u00a0<\/p>\n<p>Peter S. l\u00e4sst seine Anw\u00e4ltin Birgit Schwerdt eine Erkl\u00e4rung in seinem Namen verlesen. Er bereut, was er getan hat, aber die Tat vom 8.\u00a0 Juni 2025 habe eine Vorgeschichte. Diese schildert er so: Seine Eltern hatten sich noch vor seiner Geburt getrennt. Er lebte bei der Mutter, war aber regelm\u00e4\u00dfig an jedem zweiten Wochenende auch bei seinem Vater und dessen neuer Frau.\u00a0<\/p>\n<p>Angeklagter:\u00a0 Stiefmutter beleidigte mich<\/p>\n<p>Anfangs sei noch alles harmonisch verlaufen. Als er aber etwa zehn Jahre alt war, \u00e4nderte sich das. Er f\u00fchlte sich von seiner Stiefmutter st\u00e4ndig herabgesetzt und beleidigt. Sie habe ihn als \u201eDeppen\u201c und \u201eNichtsnutz\u201c tituliert. Alles mit dem Ziel, zwischen ihn und seinen Vater einen Keil zu treiben. In all der Zeit soll er sich nach der Zuneigung und Aufmerksamkeit seines Vaters gesehnt haben, stellten auch die Ermittler fest.<br \/>Am 8. Juni des vergangenen Jahres besuchte Peter S. seinen Vater, um ihm Tortellini als Reisemitbringsel von seiner Italienreise zu geben und ihm von seinem Urlaub zu erz\u00e4hlen. \u00a0<\/p>\n<p>Erneut kam es zum Streit mit der Stiefmutter. Diesmal ging es um den Einbau eines Boilers, der nach Ansicht seines Vaters und der Stiefmutter zu teuer gewesen sei. Peter S. habe dann wutentbrannt gefragt, ob sie ihn vor seinem Vater blo\u00dfstellen wolle. Er packte sich ein Messer in der K\u00fcche und stach auf die Frau ein. Die Versuche des Vaters, seine Frau zu sch\u00fctzen, scheiterten. Der 78-J\u00e4hrige alarmierte die Polizei, erkl\u00e4rte, dass sein Sohn gerade seine Ehefrau umbringen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&#8222;Vater, das wirst du mir nie verzeihen&#8220;<\/p>\n<p>Um 16.23 Uhr lag die Frau dann blut\u00fcberstr\u00f6mt auf dem Boden. Peter S. warf laut Anklage das Messer weg und versuchte, eine starke Blutung am Hals zu stillen. Er dachte aber, dass sie bereits verstorben sei, und lie\u00df von ihr ab. Stattdessen ging er zu seinem Vater und sagte: \u201eVater, das wirst du mir nie verzeihen.\u201c Vier Minuten sp\u00e4ter erreichte die Polizei den Tatort.\u00a0<\/p>\n<p>Der Angeklagte hatte ein fremdenfeindliches Motiv f\u00fcr seinen Angriff gegen die Frau, die aus Montenegro stammt, sagt die Staatsanwaltschaft. Doch das dementiert der 25-J\u00e4hrige. Er sei zwar \u201epolitisch rechts\u201c eingestellt, aber nicht fremdenfeindlich.<br \/>Ermittler hatten allerdings nationalsozialistische Literatur bei ihm gefunden. Au\u00dferdem soll er laut Anklage seine Stiefmutter bei einer Gelegenheit als \u201eAusl\u00e4nderschlampe\u201c bezeichnet haben. Die Kammer des Landgerichts hat acht Verhandlungstage terminiert. Ein Urteil k\u00f6nnte demnach am 25. Juni gesprochen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Watschn soll die Bluttat ausgel\u00f6st haben. Sagt der Mann auf der Anklagebank. 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