{"id":999208,"date":"2026-05-06T17:55:19","date_gmt":"2026-05-06T17:55:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999208\/"},"modified":"2026-05-06T17:55:19","modified_gmt":"2026-05-06T17:55:19","slug":"kauft-der-bund-anteile-zurueck-finanzministerium-nennt-commerzbank-uebernahme-inakzeptabel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999208\/","title":{"rendered":"Kauft der Bund Anteile zur\u00fcck?: Finanzministerium nennt Commerzbank-\u00dcbernahme &#8222;inakzeptabel&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Kauft der Bund Anteile zur\u00fcck?Finanzministerium nennt Commerzbank-\u00dcbernahme &#8222;inakzeptabel&#8220;06.05.2026, 18:23 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Lukas-Wessling-article24912589.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20240327-DSC-8255.webp.webp\" alt=\"20240327-DSC-8255\"\/>Von Lukas Wessling<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:41 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/05-05-26-Frankfurt-Symbolfoto-Illustrationsbild-Symbolbild-Illustrationsfoto-Alltagsszene-Blick-auf-.webp\" alt=\"05-05-26-Frankfurt-Symbolfoto-Illustrationsbild-Symbolbild-Illustrationsfoto-Alltagsszene-Blick-auf-den-Commerzbank-Tower-im-Bankenviertel-Das-Bild-steht-symbolisch-fuer-Entwicklungen-im-europaeischen-Bankensektor-darunter-Diskussionen-ueber-Fusionen-Uebernahmen-und-Konsolidierung-grosser-Finanzinstitute-Moderne-Hochhausarchitektur-unter-bewoelktem-Himmel\"\/>26 Prozent der Anteile an der Commerzbank h\u00e4lt die italienische Unicredit bereits. (Foto: picture alliance \/ W2Art \/ Thorsten Wagner)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Unbeabsichtigt \u00f6ffnete die deutsche Bundesregierung der italienischen Gro\u00dfbank Unicredit einst die T\u00fcr zur \u00dcbernahme der Commerzbank. Anderthalb Jahre sp\u00e4ter \u00fcberlegt der Bund anscheinend, diese T\u00fcr wieder zuzudr\u00fccken &#8211; unter enormem finanziellem Aufwand. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In der Bundesregierung scheint die Bereitschaft zu steigen, Anteile an der Commerzbank aufzukaufen, um so einer \u00dcbernahme durch die italienische Unicredit zuvorzukommen. Zwei Insider sagten, der Bund denke dar\u00fcber nach, die Staatsbank KfW zu nutzen, um sein Aktienpaket von gut zw\u00f6lf Prozent wieder aufzustocken. Erst im September 2024 hatte die Ampel-Regierung 4,5 Prozent ihrer Anteile an der Commerzbank verkauft.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf die Frage, ob man einen R\u00fcckkauf von Commerzbank-Aktien erw\u00e4ge, sagte das Bundesfinanzministerium ntv.de: Die Position der Bundesregierung sei bekannt. &#8222;Eine feindliche, aggressive \u00dcbernahme w\u00e4re nicht akzeptabel&#8220;, so eine Sprecherin. Die Bank sei systemrelevant, ein wichtiger Arbeitgeber und zentral f\u00fcr die Finanzierung des deutschen Mittelstands sowie f\u00fcr den Standort Frankfurt. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Um eine Sperrminorit\u00e4t zu erlangen und eine Commerzbank-\u00dcbernahme zu verhindern, m\u00fcsste der deutsche Staat fast f\u00fcnf Milliarden aufwenden. Zum Vergleich: Der Verkauf der Anteile im Jahr 2024 brachte ihm gut 700 Millionen Euro ein. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Manche Betrachter sprechen sich trotz der enormen Kosten f\u00fcr ein Einsteigen des Bundes aus. Sie sehen darin eine potenziell lohnende Investition. \u00d6konom Marcel Fratzscher widerspricht scharf. Der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts der Wirtschaft sagte ntv.de: Ein Eingreifen des Staates w\u00e4re aus seiner Sicht &#8222;ein schwerwiegender Fehler&#8220;. Sollte der Bund Aktien ankaufen, w\u00fcrde er damit in den Augen des Experten zudem gegen europ\u00e4ische Regeln versto\u00dfen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon im Oktober 2024 hatte Fratzscher argumentiert, der \u00dcbernahmeversuch durch die Unicredit sei kein ungew\u00f6hnlicher Vorgang, die Sorge um das deutsche Finanzsystem unbegr\u00fcndet. Fratzscher hatte zur Begr\u00fcndung auf die Hypovereinsbank verwiesen. Sie geh\u00f6rt seit 2005 zu Unicredit. Er sah dort keinen Schaden f\u00fcr deutsche Kunden. Im Gegenteil: Die deutsche Wirtschaft k\u00f6nne vom Know-how, Kapital und dem Marktzugang ausl\u00e4ndischer Investoren profitieren. <\/p>\n<p>&#8222;Erheblicher Teil der Einsparungen d\u00fcrfte Commerzbank treffen&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich weniger begeistert. Sie lehnt die \u00dcbernahme ab, weil sie um Arbeitspl\u00e4tze bei der Commerzbank und der Hypovereinsbank f\u00fcrchtet. Verdi warnt vor dem Abbau von Filialen und vor Einschnitten bei der Mitbestimmung. Eine eigenst\u00e4ndige Commerzbank sei die beste Grundlage f\u00fcr sichere Jobs und eine starke Zukunft beider H\u00e4user, sagt Jan Duscheck, Bankenexperte bei Verdi. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ganz unbegr\u00fcndet ist diese Sorge wohl nicht. Die Unicredit warb am Dienstag mit einem &#8222;Wertsch\u00f6pfungspotenzial&#8220; in Milliardenh\u00f6he, sollte es zu einem Zusammenschluss beider Banken kommen. &#8222;Ein erheblicher Teil der Einsparungen d\u00fcrfte die Commerzbank treffen&#8220;, sch\u00e4tzt \u00d6konom Fratzscher. Praktisch bedeute das: &#8222;Doppelstrukturen, Jobs, Standorte und Systeme werden vor allem beim \u00fcbernommenen Institut infrage gestellt.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Unicredit gibt gleichzeitig an, es nicht unbedingt auf eine schnelle \u00dcbernahme abgesehen zu haben. Auch eine enge Zusammenarbeit mit der Commerzbank bringe schon Vorteile, hie\u00df es am Dienstag. Der Weg zu einer Kontrollmehrheit von mehr als 50 Prozent ist noch weit. Die 30-Prozent-Schwelle sieht Unicredit hingegen in Reichweite. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Darum geht es der Bank jetzt: Unicredit h\u00e4lt bereits rund 26 Prozent der Commerzbank-Anteile. Vier Prozent mehr und die Unicredit h\u00e4tte freie Hand f\u00fcr weitere Aktienk\u00e4ufe &#8211; sp\u00e4testens ab Anfang des kommenden Jahres. Um diese Schwelle zu erreichen, hat Unicredit am Dienstag ein Angebot vorgelegt. Den Anteilseignern der Commerzbank bot sie einen Tausch an: 0,485 Unicredit-Aktien f\u00fcr jede Commerzbank-Aktie. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach Rechnung der Commerzbank entsprach das einem Angebot von rund 31,07 Euro je Commerzbank-Aktie. Da die Commerzbank-Aktien im Moment deutlich wertvoller sind, ist das Angebot eher unattraktiv. Gemessen am Schlusskurs der Commerzbank-Aktie am Dienstag bedeutet es einen Wertverlust von rund 8,7 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Warum bietet Unicredit das an? Experte Fratzscher sagt: &#8222;UniCredit will offenbar keinen \u00dcbernahmepreis zahlen, der die k\u00fcnftigen Chancen der Commerzbank abbildet.&#8220; Die Italiener hofften wohl, &#8222;\u00fcber Druck, Zeit und den bereits hohen Anteil eine Transaktion g\u00fcnstiger durchzubekommen&#8220;. <\/p>\n<p>Commerzbank-Kunde setzt auf Bundesregierung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dass sie \u00fcberhaupt ein Angebot machen, h\u00e4ngt wohl mit dem deutschen Gesetz zusammen. Das verpflichtet Investoren, beim \u00dcberschreiten der 30-Prozent-Schwelle allen Aktion\u00e4ren ein Angebot zu machen, zu dem diese ihre Anteile abtreten k\u00f6nnen. In diesem Fall an Unicredit. Die kam dieser Pflicht mit ihrem sparsamen Angebot zuvor und scheint nun darauf zu setzen, dass die Zeit f\u00fcr sie arbeitet. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Armand Zorn, stellvertretender SPD-Fraktionschef im Bundestag, schlie\u00dft vor diesem Hintergrund nicht aus, dass der Bund wieder einsteigt. Ein solcher Schritt w\u00e4re allerdings &#8222;sehr ungew\u00f6hnlich&#8220;, sagte er. Er m\u00fcsse als &#8222;&#8218;ultima ratio&#8216; betrachtet werden, wenn alle anderen Optionen scheitern&#8220;, so Zorn.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Commerzbank will am Freitag eigene Pl\u00e4ne vorstellen, wie sie ohne einen Verkauf an\u00a0Unicredit\u00a0noch profitabler werden k\u00f6nnte. Auch viele Commerzbank-Kunden wenden sich offen gegen einen Verkauf an\u00a0UniCredit. Michael Wisser, Chef der Frankfurter Geb\u00e4udereinigungs- und Dienstleistungs-Gruppe Wisag, sieht den Staat dabei in einer Schl\u00fcsselrolle: &#8222;Ich glaube fest daran, dass es keinen Deal geben wird, wenn sich die Bundesregierung sehr deutlich positioniert. Dann wird auch nichts passieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mit rts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kauft der Bund Anteile zur\u00fcck?Finanzministerium nennt Commerzbank-\u00dcbernahme &#8222;inakzeptabel&#8220;06.05.2026, 18:23 Uhr Von Lukas Wessling Artikel anh\u00f6ren(06:41 min) 26 Prozent&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":999209,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[304,175,9369,170,169,29,30,171,174,18670,18207,173,172,55],"class_list":{"0":"post-999208","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-banken","9":"tag-business","10":"tag-commerzbank","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-uebernahmen-und-fusionen","18":"tag-unicredit","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116528921582858864","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/999208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=999208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/999208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/999209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=999208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=999208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=999208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}