{"id":999403,"date":"2026-05-06T19:44:18","date_gmt":"2026-05-06T19:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999403\/"},"modified":"2026-05-06T19:44:18","modified_gmt":"2026-05-06T19:44:18","slug":"nach-druschba-stopp-durch-russland-wer-ersetzt-jetzt-kasachisches-oel-fuer-schwedt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999403\/","title":{"rendered":"Nach Druschba-Stopp durch Russland: Wer ersetzt jetzt kasachisches \u00d6l f\u00fcr Schwedt?\ufeff"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Seit dem 1. Mai flie\u00dft kein kasachisches \u00d6l mehr \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/nach-druschba-stopp-fuer-deutschland-kasachstan-nennt-erstmals-neue-oelrouten-10033182\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Druschba-Pipeline<\/a> nach Deutschland. Betroffen ist die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/pck-schwedt-2026-wie-sicher-ist-die-spritversorgung-in-berlin-und-brandenburg-10033489\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PCK-Raffinerie<\/a> im brandenburgischen Schwedt, die gro\u00dfe Teile Berlins und Brandenburgs mit Kraftstoffen versorgt. Offiziell gilt die Versorgung als gesichert. Wie genau die fehlenden Mengen ersetzt werden sollen, bleibt jedoch weiter unklar.<\/p>\n<p>Das Bundeswirtschaftsministerium unter <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/categories\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Katherina Reiche<\/a> (CDU) erkl\u00e4rte auf Anfrage der Berliner Zeitung, die Versorgung sei \u201evoll gew\u00e4hrleistet\u201c. Auch \u00fcber den Mai hinaus k\u00f6nnten die fehlenden Mengen \u201esubstituiert\u201c werden. Gleichzeitig best\u00e4tigte das Ministerium Gespr\u00e4che mit Polen \u00fcber m\u00f6gliche Lieferungen und Anlandungen \u00fcber den Hafen Gda\u0144sk.\n            <\/p>\n<p>            Ersatz f\u00fcr Druschba-\u00d6l: Wirtschaftsministerium noch in Gespr\u00e4chen mit Polen<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eWir sind in Gespr\u00e4chen mit Polen, um eventuelle neue Lieferungen und Anlandungen in Gda\u0144sk politisch zu flankieren und die PCK und <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/categories\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rosneft Deutschland<\/a> hier zu unterst\u00fctzen\u201c, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Bereits ein Gespr\u00e4ch habe stattgefunden, weitere seien geplant.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Zu den konkreten Liefervertr\u00e4gen \u00e4u\u00dferte sich das Ministerium jedoch nicht und verwies auf die beteiligten Unternehmen. Auch die Bundesnetzagentur wollte sich auf Anfrage nicht \u00e4u\u00dfern und verwies ebenfalls an die Unternehmen. Antworten des Mehrheitseigent\u00fcmers Rosneft Deutschland, der unter Treuhandverwaltung des Bundes steht, sowie der PCK-Raffinerie liegen bisher nicht vor.\n            <\/p>\n<p>            <strong>PCK-Raffinerie in Schwedt arbeitet bereits mit Ersatzrouten<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Seit dem Ende der russischen \u00d6llieferungen \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/pck-schwedt-2026-wie-sicher-ist-die-spritversorgung-in-berlin-und-brandenburg-10033489\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Druschba-Pipeline<\/a> 2022 wird die Raffinerie bereits \u00fcberwiegend \u00fcber alternative Wege versorgt. Ein Gro\u00dfteil des Roh\u00f6ls gelangt per Tanker \u00fcber den Hafen Rostock nach Deutschland und wird von dort \u00fcber Pipelines nach Schwedt transportiert. Weitere Mengen laufen bereits \u00fcber Polen und den Hafen Gda\u0144sk.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Kasachstan hatte 2025 nach Angaben des \u00d6lexporteurs KazTransOil, der zum staatlichen Gas- und \u00d6lkonzern KazMunayGas geh\u00f6rt, rund 2,1 Millionen Tonnen Roh\u00f6l nach Schwedt geliefert. F\u00fcr 2026 waren urspr\u00fcnglich sogar rund drei Millionen Tonnen geplant. F\u00fcr Mai werden nun rund 260.000 Tonnen \u00fcber andere Exportwege umgeleitet.\u00a0Genau diese Mengen fallen nun zumindest teilweise f\u00fcr Deutschland weg und m\u00fcssen ersetzt werden.\n            <\/p>\n<p>            <strong>Polnischer Betreiber signalisiert technische Bereitschaft<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Etwas konkreter \u00e4u\u00dferte sich der polnische Pipelinebetreiber Pern. Das Unternehmen erkl\u00e4rte dieser Zeitung, die Infrastruktur erm\u00f6gliche grunds\u00e4tzlich Lieferungen \u00fcber den Hafen Gda\u0144sk und weiter per Pipeline nach Schwedt. \u201eWir sind in der Lage, rund zwei Millionen Tonnen pro Jahr zu liefern\u201c, teilte das Unternehmen mit.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ob diese Kapazit\u00e4ten derzeit tats\u00e4chlich genutzt werden oder bereits konkrete zus\u00e4tzliche Lieferungen nach Deutschland laufen, lie\u00df Pern jedoch offen. Genau darin liegt das Problem: Die technische M\u00f6glichkeit ist vorhanden, operative Details bleiben jedoch vage.\n            <\/p>\n<p>            <strong>Kasachstan lenkt \u00d6l auf andere Wege um<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch aus <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/nach-druschba-stopp-fuer-deutschland-kasachstan-nennt-erstmals-neue-oelrouten-10033182\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kasachstan<\/a> kommen bislang keine Hinweise darauf, dass die bisherigen Mengen direkt weiter nach Deutschland gelangen sollen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              KazMunayGas\u00a0best\u00e4tigte am Dienstag stattdessen, dass die bisherigen Mengen nach dem Stopp \u00fcber andere Wege exportiert werden. Demnach sollen Lieferungen unter anderem \u00fcber das Kaspische Pipeline-Konsortium (KTK) sowie \u00fcber russische H\u00e4fen umgeleitet werden.\n            <\/p>\n<p>            Druschba-Pipeline: Russisches \u00d6l flie\u00dft wieder nach Ungarn und in die Slowakei<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Damit bleibt zwar der kasachische Export insgesamt stabil. F\u00fcr Deutschland bedeutet das jedoch nicht automatisch, dass dieselben Mengen weiterhin in Schwedt ankommen. Bemerkenswert ist dabei, dass \u00fcber die s\u00fcdliche Druschba-Route seit kurzem wieder russisches \u00d6l <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/die-deutschen-sind-in-ordnung-russland-erklaert-den-oel-stopp-druschba-laeuft-jetzt-fuer-die-slowakei-10032254\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nach Ungarn und in die Slowakei<\/a> flie\u00dft. Die Pipeline selbst bleibt also in Betrieb.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Nach Branchenangaben wurde das kasachische Roh\u00f6l zuletzt nicht unmittelbar nach Ankunft in Schwedt verarbeitet, sondern zun\u00e4chst zwischengelagert.\u00a0Trotzdem bleiben zentrale Fragen offen: Welche Mengen erreichen Schwedt aktuell? \u00dcber welche konkreten Lieferketten soll der Ausfall langfristig ersetzt werden? Und welche Rolle spielt Polen k\u00fcnftig tats\u00e4chlich?<\/p>\n<p>Die Antworten darauf bleiben bislang erstaunlich vage, obwohl die fehlenden Mengen f\u00fcr die Kraftstoffversorgung Nordostdeutschlands zentral sind.\n            <\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit dem 1. 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