{"id":999559,"date":"2026-05-06T21:17:19","date_gmt":"2026-05-06T21:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999559\/"},"modified":"2026-05-06T21:17:19","modified_gmt":"2026-05-06T21:17:19","slug":"iwf-vize-eu-laender-brauchen-gezielte-massnahmen-gegen-hohe-energiepreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/999559\/","title":{"rendered":"IWF-Vize: EU-L\u00e4nder brauchen &#8222;gezielte Ma\u00dfnahmen&#8220; gegen hohe Energiepreise"},"content":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dte haben es vers\u00e4umt, gezielte Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um notleidende Haushalte und Unternehmen vor den steigenden Energiepreisen zu sch\u00fctzen. Das erkl\u00e4rte Helge Berger, stellvertretender Direktor des Internationalen W\u00e4hrungsfonds, in der Euronews Sendung &#8222;Europe Today&#8220;. Berger forderte die Mitgliedsstaaten auf, sich auf konkrete L\u00f6sungen f\u00fcr die Schw\u00e4chsten zu konzentrieren.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>&#8222;Die meisten Regierungen haben auf die eine oder andere Weise an den Energiepreisen herumgepfuscht, was nicht der richtige Weg ist. Wenn die Situation so andauert, m\u00fcssen wir gezielter vorgehen&#8220;, sagte Berger, der stellvertretender Direktor der Europaabteilung des IWF ist.<\/p>\n<p>Berger sagte, dass das Hauptziel die gef\u00e4hrdeten Haushalte sein sollten, und forderte die EU-Regierungen auf, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Ma\u00dfnahmen nicht &#8222;mehr Schaden als Nutzen&#8220; anrichten. Er habe eine &#8222;Mischung aus guten und schlechten Ma\u00dfnahmen&#8220; festgestellt, die von den EU-Mitgliedstaaten nach <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/05\/06\/europas-borsen-legen-zu-olpreis-fallt-in-hoffnung-auf-durchbruch-usairan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beginn des Irankriegs <\/a>ergriffen worden seien. Dieser hatte die Energiepreis in die H\u00f6he getrieben. <\/p>\n<p>Nach Angaben des IWF sind die \u00d6lpreise um etwa 70 Prozent gestiegen, w\u00e4hrend die europ\u00e4ischen Gaspreise immer noch etwa 45 Prozent \u00fcber dem Vorkriegsniveau l\u00e4gen. Auch wenn die Preiserh\u00f6hungen weniger stark ausfallen als der Schock von 2022, d\u00fcrften sie das Wachstum dennoch stark belasten, so Berger weiter. <\/p>\n<p>Als Reaktion darauf haben mehrere EU-Regierungen die Energiesteuern gesenkt, wodurch Energie k\u00fcnstlich verbilligt wird und die Menschen davon abgehalten werden, weniger Energie zu verbrauchen oder auf Alternativen umzusteigen, warnte Berger.<\/p>\n<p>Der IWF-Vertreter warnte die Regierungen davor, das Preissignal, das von h\u00f6heren \u00d6l-, Erdgas- und Strompreisen ausgeht, zu d\u00e4mpfen und sich stattdessen auf gezielte Unterst\u00fctzung zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Ungezielte Ma\u00dfnahmen als falscher Weg<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Sitzung der Eurogruppe am Montagabend teilte der IWF den Finanzministern mit, dass rund 70 Prozent der Gesamtkosten der Ma\u00dfnahmen, die 2022 nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine ergriffen wurden, entweder nicht zielgerichtet waren oder die Preise verzerrten, oder beides.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem aktuellen Energieschock stellte der IWF fest, dass 33 Prozent der Stromsubventionen, wenn sie nicht zielgerichtet eingesetzt werden, den 20 reichsten Prozent der Bev\u00f6lkerung zugute kommen k\u00f6nnten und nur den elf \u00e4rmsten Prozent der Bev\u00f6lkerung. <\/p>\n<p>Diese Kluft ist noch gr\u00f6\u00dfer, wenn es um Subventionen f\u00fcr Kraftstoffe geht, die laut IWF eher den reichsten Haushalten (34 Prozent) und weniger die \u00e4rmsten (neun Prozent) zugute kommen k\u00f6nnten. Auch hier gilt: Wenn die Ma\u00dfnahmen nicht zielgerichtet sind.<\/p>\n<p>Der IWF wies auch darauf hin, dass die Steigerung der Energieeffizienz und ein sauberer <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/04\/28\/weltbank-iran-krieg-treibt-energiekosten-auf-hochstes-niveau-seit-2022\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Energiemix Europa<\/a> widerstandsf\u00e4higer gemacht haben, da die europ\u00e4ischen Haushalte in den letzten f\u00fcnf Jahren 12 Prozent weniger Kosten zu verzeichnet hatten.<\/p>\n<p><strong>Hoffnungen auf schnelle Normalisierung wurden entt\u00e4uscht<\/strong><\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, sagte am Montagabend nach dem Treffen der Minister der Eurozone, dass sich die Erwartungen einer schnellen Normalisierung der Krise im Nahen Osten nicht best\u00e4tigt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>&#8222;Dies ist die schwierige Realit\u00e4t, mit der wir konfrontiert sind, und wir m\u00fcssen sie mit Realismus und Verantwortung angehen&#8220;, sagte der griechische Regierungschef.<\/p>\n<p>Er sagte, der IWF erkenne die &#8222;positive Ausgangssituation&#8220; Europas an und verwies auf einen &#8222;robusten Arbeitsmarkt&#8220; mit einer &#8222;historisch&#8220; niedrigen Arbeitslosigkeit, betonte jedoch, dass die Auswirkungen der Krise nicht gleichm\u00e4\u00dfig verteilt seien.<\/p>\n<p>&#8222;Netto-Energieimporteure und Volkswirtschaften mit begrenztem fiskalischem Spielraum stehen offensichtlich unter gr\u00f6\u00dferem Druck. Dies zwingt uns, mit Vorsicht und einer gut durchdachten und gezielten Politik zu handeln&#8220;, f\u00fcgte Pierrakakis hinzu. <\/p>\n<p>Mit dem Iran-Krieg und der Schlie\u00dfung der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/04\/01\/strasse-von-hormus-oelpreise-europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stra\u00dfe von Hormuz<\/a> habe die Abh\u00e4ngigkeit Europas von importierten fossilen Brennstoffen seine Verwundbarkeit offenbart, aber die Situation des Kontinents sei nicht so schlimm wie im Jahr 2022, als Russland in die Ukraine einmarschierte, so der IWF.<\/p>\n<p>Berger sagte, der Kontinent sei heute wegen des h\u00f6heren Anteils an erneuerbarer Energie an seinem Energiemix widerstandsf\u00e4higer.<\/p>\n<p>&#8222;Jeder Anstieg der Energiepreise ist zwar immer noch schlecht f\u00fcr die Wirtschaft, aber nicht mehr so schlimm wie fr\u00fcher&#8220;, f\u00fcgte der IWF-Vize Berger hinzu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dte haben es vers\u00e4umt, gezielte Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um notleidende Haushalte und Unternehmen vor den steigenden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":999560,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,1149,115973,548,663,158,3934,3935,9838,13,13543,14,15,12,55],"class_list":{"0":"post-999559","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-energie","11":"tag-energiekrise-europa","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-finanzierung","18":"tag-headlines","19":"tag-iwf","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116529716784788661","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/999559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=999559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/999559\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/999560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=999559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=999559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=999559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}