{"id":99976,"date":"2025-05-10T16:28:15","date_gmt":"2025-05-10T16:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99976\/"},"modified":"2025-05-10T16:28:15","modified_gmt":"2025-05-10T16:28:15","slug":"haetten-sies-gewusst-darum-ist-muenchen-nach-cremona-das-mekka-des-geigenbaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99976\/","title":{"rendered":"H\u00e4tten Sie&#8217;s gewusst? Darum ist M\u00fcnchen nach Cremona das &#8222;Mekka&#8220; des Geigenbaus"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a><\/strong> &#8211; Der Duft von frischem Holz steigt Besuchern in die Nase, sobald Eva L\u00e4mmle die T\u00fcr \u00f6ffnet. Im schmalen Gang der Wohnung warten schon die ersten Instrumente auf ihre Behandlung, sorgf\u00e4ltig verpackt in Celloh\u00fcllen und Geigenkoffer. Hoch droben im f\u00fcnften Stock eines Hauses zwischen <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/frauenkirche\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frauenkirche<\/a> und Promenadeplatz hat die Geigenbauerin Eva L\u00e4mmle ihre Werkstatt eingerichtet.<\/p>\n<p>Zwischen Frauenkirche und Promenadeplatz: Geigenbauerin zeigt der AZ ihre Werkstatt<\/p>\n<p>\u00dcber der langen Werkbank gl\u00e4nzen knapp ein Dutzend Geigen, fein s\u00e4uberlich aufgereiht an Haken. Auf dem Arbeitstisch neben dem Fenster liegt eine Bratsche. Sie ist L\u00e4mmles j\u00fcngstes Werk. In den vergangenen Monaten hat sie in gut 200 Stunden und 150 verschiedenen Arbeitsschritten aus wenigen, unscheinbaren Holzst\u00fccken das edle Instrument entstehen lassen. &#8222;Ich genie\u00dfe es, mich in den Arbeitsflow zu versenken, wenn ich mich mit allen Sinnen auf ein St\u00fcck Holz einlassen kann&#8220;, sagt sie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/muc_silhouette_short.svg.svg+xml\"\/><\/p>\n<p>Heute ist auch Ulrike Glinsb\u00f6ckel in ihrer Werkstatt, eine Kollegin von L\u00e4mmle. Behutsam hebt Glinsb\u00f6ckel nun die Bratsche an die Wange und setzt den Bogen an. Gespannt sieht L\u00e4mmle zu, wie ihre Kollegin dem Instrument die ersten T\u00f6ne entlockt. &#8222;Es ist immer der spannendste Moment, wenn ein neues Instrument angespielt wird&#8220;, sagt die Geigenbauerin. &#8222;Dann erf\u00e4hrt man: Was ist das Ergebnis meiner langen Arbeit?&#8220;<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1558927_eine-bratsche-in-der-entstehung-noch-ist-sie-hell-ihren-typischen-farbton-e_artikelbild-75pr.jpeg;charset=utf-8\" alt=\"Eine Bratsche in der Entstehung: Noch ist sie hell. Ihren typischen Farbton erh\u00e4lt sie erst durch die Lackierung.\" title=\"Eine Bratsche in der Entstehung: Noch ist sie hell. Ihren typischen Farbton erh\u00e4lt sie erst durch die Lackierung.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Eine Bratsche in der Entstehung: Noch ist sie hell. Ihren typischen Farbton erh\u00e4lt sie erst durch die Lackierung.<br \/>\n      \u00a9 Sigi M\u00fcller<\/p>\n<p>    Eine Bratsche in der Entstehung: Noch ist sie hell. Ihren typischen Farbton erh\u00e4lt sie erst durch die Lackierung.<\/p>\n<p>von Sigi M\u00fcller <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Ausrei\u00dfer in der Farbgestaltung der Geigen: Ein schwarzes Instrument mit Swarovski-Steinchen<\/p>\n<p>Das Bratschenspiel erf\u00fcllt den Raum, es klingt voll, erhebend, mit einem leicht dunklen Timbre. Glinsb\u00f6ckel und L\u00e4mmle nicken sich zufrieden zu: Das Instrument ist bereit. Als letzten Arbeitsschritt wird L\u00e4mmle den naturholzfarbenen Corpus lackieren und der Bratsche so die typische braun-r\u00f6tliche Farbgebung verleihen. Die Farben der Instrumente scheinen sich zu gleichen. Ausrei\u00dfer in der Farbgestaltung wie die schwarze Geige mit Swarovski-Steinchen, die Eva L\u00e4mmle in ihrem Fundus hat, sind die absolute Ausnahme.<\/p>\n<p>Doch beim genauen Hinsehen lassen sich auch bei den klassischen Exemplaren Unterschiede erkennen. Jedes Instrument ist ein Unikat und jeder Geigenbauer und jede Geigenbauerin hat ihre pers\u00f6nliche Vorliebe, wie sie etwa die Lacke zusammenmischt. Eva L\u00e4mmle zum Beispiel w\u00e4hlt eher Braunt\u00f6ne. &#8222;Ich gebe meinen Instrumenten gern eher einen Stich ins r\u00f6tliche&#8220;, sagt dagegen Ulrike Glinsb\u00f6ckel. Sie hat ihre Werkstatt im Osten von M\u00fcnchen unweit des Ostparks.<\/p>\n<p>Die Idee wurde bei den &#8222;M\u00fcnchner Geigentagen geboren&#8220;<\/p>\n<p>Die beiden Frauen kennen und sch\u00e4tzen sich seit Jahren, 2002 haben sie gemeinsam erfolgreich die Meisterpr\u00fcfung als Geigenbauerinnen abgelegt. Seit einigen Jahren haben sie sich noch enger zusammengetan: Mit sechs weiteren Kolleginnen aus und um M\u00fcnchen \u2013 Susanne von Bechtolsheim, Nele J\u00fclch, Nicole Ayumi Rautenberg, Katharina Starzer, Heike Cockill und Claire Chaubard \u2013 haben sie die Gruppe &#8222;Maestra Geigenbauerinnen M\u00fcnchen&#8220; gegr\u00fcndet. Die Idee wurde bei den &#8222;M\u00fcnchner Geigentagen geboren&#8220;, wo Geigenbauerinnen und -bauer aus der Gegend alle drei Jahre ihre neu handgefertigten Instrumente pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Dass acht Meisterinnen des Handwerks gemeinsam auftreten, ist eine Besonderheit in der Branche; sie setzen sich so ab von der Konkurrenz. Die ist durchaus gro\u00df: Etwa 40 bis 50 Geigenbau-Werkst\u00e4tten gibt es in der Region rund um M\u00fcnchen, sch\u00e4tzt Glinsb\u00f6ckel. Damit ist M\u00fcnchen nach dem italienischen Cremona, das als &#8222;Mekka&#8220; des Geigenbaus gilt, die Stadt mit der h\u00f6chsten Dichte an Geigenbauwerkst\u00e4tten. Man muss also sichtbar sein, auch wenn es f\u00fcr alle Werkst\u00e4tten gut zu tun gibt.<\/p>\n<p>Geigenbauerin wei\u00df: &#8222;M\u00fcnchen ist eine Stadt, wo die Musik vielen sehr wichtig ist&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;M\u00fcnchen ist eine Stadt, wo die Musik vielen sehr wichtig ist&#8220;, sagt Glinsb\u00f6ckel und l\u00e4chelt. Davon zeugt auch die gro\u00dfe Vielfalt an Orchestern, von Laienensembles bis hin zu den Profi-Orchestern, die in M\u00fcnchen zuhause sind. Neben dem gemeinsamen Auftritt geht es den Frauen vor allem um den fachlichen Austausch, erz\u00e4hlt Glinsb\u00f6ckel.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1558928_in-details-wie-diesen-stegen-von-laemmle-hinterlassen-die-geigenbauerinnen-_artikelbild-75pr.jpeg;charset=utf-8\" alt=\"In Details, wie diesen Stegen von L\u00e4mmle, hinterlassen die Geigenbauerinnen ihre pers\u00f6nliche Handschrift.\" title=\"In Details, wie diesen Stegen von L\u00e4mmle, hinterlassen die Geigenbauerinnen ihre pers\u00f6nliche Handschrift.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      In Details, wie diesen Stegen von L\u00e4mmle, hinterlassen die Geigenbauerinnen ihre pers\u00f6nliche Handschrift.<br \/>\n      \u00a9 Sigi M\u00fcller<\/p>\n<p>    In Details, wie diesen Stegen von L\u00e4mmle, hinterlassen die Geigenbauerinnen ihre pers\u00f6nliche Handschrift.<\/p>\n<p>von Sigi M\u00fcller <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Die acht Geigenbaumeisterinnen begannen, sich \u00fcber Herausforderungen auszutauschen und gemeinsam zu t\u00fcfteln. Etwa, wie sich der Stimmstock auf den Klang eines Instruments auswirkt. Das ist ein kleines, aber sehr bedeutsames zylinderf\u00f6rmiges Holzst\u00fcck, das zwischen Boden und Decke des Geigenkorpus geklemmt wird. Sie experimentierten gemeinsam mit verschiedenen Holzarten, L\u00e4nge und Position. &#8222;Das sind Versuche, die man allein im Arbeitsalltag nicht machen w\u00fcrde&#8220;, sagt L\u00e4mmle.<\/p>\n<p>Winzigen Details wirken sich auf den Klang aus<\/p>\n<p>Doch solche winzigen Details wirken sich auf den Klang aus, wie ge\u00fcbte Ohren erlauschen k\u00f6nnen. Jede Geige, jede Bratsche und jedes Cello klingt einzigartig und jede Geigenbauerin hat ihre eigenen klanglichen Vorlieben. Die gemeinsamen Forschungsversuche und auch den Austausch fanden alle acht bereichernd. &#8222;Wir lernen viel voneinander&#8220;, sagt Glinsb\u00f6ckel. Denn jede der Geigenbauerinnen hat \u00fcber die Jahre ihre ganz eigene Handschrift entwickelt.<\/p>\n<p>Optisch l\u00e4sst sich das nicht nur an der Wahl der Lackfarbe erkennen, auch die Ausgestaltung der Schnecke am Halsende oder der farblich abgesetzten Randeinlagen an der Oberseite unterscheidet sich von Meisterin zu Meisterin. &#8222;Au\u00dferdem haben wir an unterschiedlichen Schulen gelernt, das hat unseren Stil auch beeinflusst&#8220;, sagt Glinsb\u00f6ckel. Die M\u00fcnchnerin zum Beispiel hat den klassischen italienischen Geigenbau von Cremona &#8222;aufgesogen&#8220;, L\u00e4mmle hingegen bringt Traditionen aus dem Vogtland mit, wo sie ihre Ausbildung absolviert hat.<\/p>\n<p>Hasenleim f\u00fcr die Instrumente wird aus Abf\u00e4llen von Hasenhaut hergestellt<\/p>\n<p>Beim T\u00fcfteln an den eigenen Instrumenten hat jede Frau zus\u00e4tzlich noch ganz individuelle Tricks und Methoden entwickelt. Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Leim: Zum Instrumentenbau wird ein Spezialleim verwendet. W\u00e4hrend Glinsb\u00f6ckel auf Knochenleim zur\u00fcckgreift, schw\u00f6rt L\u00e4mmle auf sogenannten Hasenleim, der aus Abf\u00e4llen von Hasenhaut hergestellt wird.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1558931_geschick-gefragt-der-hasenleim-wird-auf-einer-herdplatte-erwaermt-und-muss-_artikelbild-75pr.jpeg;charset=utf-8\" alt=\"Geschick gefragt: Der \u201eHasenleim\u201c wird auf einer Herdplatte erw\u00e4rmt und muss dann rasch aufgetragen werden.\" title=\"Geschick gefragt: Der \u201eHasenleim\u201c wird auf einer Herdplatte erw\u00e4rmt und muss dann rasch aufgetragen werden.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Geschick gefragt: Der \u201eHasenleim\u201c wird auf einer Herdplatte erw\u00e4rmt und muss dann rasch aufgetragen werden.<br \/>\n      \u00a9 Sigi M\u00fcller<\/p>\n<p>    Geschick gefragt: Der \u201eHasenleim\u201c wird auf einer Herdplatte erw\u00e4rmt und muss dann rasch aufgetragen werden.<\/p>\n<p>von Sigi M\u00fcller <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Die geleeartige Masse wird erw\u00e4rmt und muss dann rasch und millimetergenau auf die Holzteile aufgetragen werden. Da der Leim durchsichtig ist, ist die Naht sp\u00e4ter f\u00fcr Laien kaum zu sehen. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Leim l\u00f6slich ist: Nur so kann das Instrument sp\u00e4ter einmal repariert werden, ohne es zu besch\u00e4digen. Reparatur und Restauration von alten Instrumenten sind ein wichtiger Bestandteil von L\u00e4mmles Arbeitsalltag.<\/p>\n<p>L\u00e4mmle bekam die Gelegenheit, einige St\u00fccke des Fichtenholzes zu erwerben, das einst der Dachbalken der Frauenkirche war<\/p>\n<p>Gerade liegt eine alte Geige auf der Werkbank vor ihr, daneben stehen Pinsel und Farbpigmente. Sie stammt aus dem Jahr 1760, wie ein Zettel im Inneren des Corpus verr\u00e4t. Einige Furchen und Risse durchziehen die hellbraune Oberfl\u00e4che. Vorsichtig wird L\u00e4mmle in den kommenden Wochen die Risse leimen und das Instrument zudem zu seiner Barockform r\u00fcckbauen.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/promis\/geigerin-wuetet-ueber-high-society-in-muenchen-wenn-es-was-umsonst-gibt-art-1052131\" title=\"Star-Geigerin w\u00fctet \u00fcber High Society in M\u00fcnchen: &quot;Wenn es was umsonst gibt&quot;\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1554510_mehrzumthema_1E1TLt_5e23Ds.jpg\" alt=\"Beatrix L\u00f6w-Beer in ihrem Element - hier beim Auftritt auf einer Fashion Show in Frankfurt.\" title=\"Beatrix L\u00f6w-Beer in ihrem Element - hier beim Auftritt auf einer Fashion Show in Frankfurt.\" width=\"696\" height=\"390\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/promis\/geigerin-wuetet-ueber-high-society-in-muenchen-wenn-es-was-umsonst-gibt-art-1052131\" title=\"Star-Geigerin w\u00fctet \u00fcber High Society in M\u00fcnchen: &quot;Wenn es was umsonst gibt&quot;\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Star-Geigerin w\u00fctet \u00fcber High Society in M\u00fcnchen: &#8222;Wenn es was umsonst gibt&#8220;        <\/a><\/p>\n<p>              <img decoding=\"async\" alt=\"AZ-Plus\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/badge-azplus.svg.svg+xml\"\/>                <\/p>\n<p>                X<\/p>\n<p>Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugef\u00fcgt. <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/meine-az\/merkliste\/\" title=\"Zur Merkliste\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                zur Merkliste<br \/>\n                <\/a>  <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/kultur\/musik\/geigerin-kritisiert-aktuelle-situation-wie-kann-man-davon-sprechen-muenchen-sei-ein-kulturstandort-art-1052787\" title=\"Geigerin kritisiert aktuelle Situation: &quot;Wie kann man davon sprechen, M\u00fcnchen sei ein Kulturstandort?&quot;\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1555540_mehrzumthema_1E2Vke_hdq6Ey.jpg\" alt=\"Julia Fischer wurde 1983 in M\u00fcnchen geboren und spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Geige und Klavier. Daniel M\u00fcller Schott - 1976 ebenfalls in M\u00fcnchen geboren - begann im Alter von sechs Jahren Cello zu spielen.\" title=\"Julia Fischer wurde 1983 in M\u00fcnchen geboren und spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Geige und Klavier. Daniel M\u00fcller Schott - 1976 ebenfalls in M\u00fcnchen geboren - begann im Alter von sechs Jahren Cello zu spielen.\" width=\"696\" height=\"390\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/kultur\/musik\/geigerin-kritisiert-aktuelle-situation-wie-kann-man-davon-sprechen-muenchen-sei-ein-kulturstandort-art-1052787\" title=\"Geigerin kritisiert aktuelle Situation: &quot;Wie kann man davon sprechen, M\u00fcnchen sei ein Kulturstandort?&quot;\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Wie kann man davon sprechen, M\u00fcnchen sei ein Kulturstandort?&#8220;        <\/a><\/p>\n<p>              <img decoding=\"async\" alt=\"AZ-Plus\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/badge-azplus.svg.svg+xml\"\/>                <\/p>\n<p>                X<\/p>\n<p>Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugef\u00fcgt. <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/meine-az\/merkliste\/\" title=\"Zur Merkliste\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                zur Merkliste<br \/>\n                <\/a>  <\/p>\n<p>Mit noch \u00e4lterem Holz hatte die Geigenbauerin vor einigen Jahren zu tun. 2015 bekam L\u00e4mmle die Gelegenheit, einige St\u00fccke des Fichtenholzes zu erwerben, das einst der Dachbalken der Frauenkirche war. Bei Fliegerangriffen auf M\u00fcnchen w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs war der mehr als 500 Jahre alte Dachstuhl des Doms zerst\u00f6rt worden. Das Holz hatte seinerzeit ein H\u00e4ndler aus Markt Indersdorf gekauft. &#8222;Ich dachte, wenn meine Werkstatt schon so nahe zur Frauenkirche liegt, muss ich daraus etwas machen&#8220;, erz\u00e4hlt L\u00e4mmle.<\/p>\n<p>Zwei der St\u00fccke aus dem Dachbalken h\u00e4ngen noch in der Werkstatt<\/p>\n<p>Fichtenholz eignet sich besonders gut zum Bau von Instrumentendecken, also der Oberseite etwa einer Geige, da es leicht und sehr elastisch ist und damit besonders gut schwingen kann. Insgesamt zwei moderne Geigen, eine Barockgeige und eine Barockbratsche, hat L\u00e4mmle mit dem Holz des Doms gebaut. Sie h\u00e4tten einen ganz besonderen Klang, silbrig und hell, sagt sie. Zwei davon hat sie bereits verkauft, zwei h\u00e4ngen noch in der Werkstatt.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihre neue Bratsche hat die Geigenbaumeisterin einen Wunsch: &#8222;Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass sie bei den n\u00e4chsten M\u00fcnchner Geigentagen 2026 ein Student entdeckt, kauft und mitnimmt in sein Leben.&#8220;<\/p>\n<p>Die Geigenbauerinnen von Maestra zeigen ihre Arbeiten auf Messen wie der &#8222;Akustika&#8220;in N\u00fcrnberg oder den M\u00fcnchner Geigentagen von 30. April bis 17. Mai 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen &#8211; Der Duft von frischem Holz steigt Besuchern in die Nase, sobald Eva L\u00e4mmle die T\u00fcr \u00f6ffnet.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":99829,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,40018,40017,40016,40015,30,3297,25414,31628,40020,40019,1268,810,40021,11179],"class_list":{"0":"post-99976","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-fichte","11":"tag-geige","12":"tag-geigen","13":"tag-geigenbauerin","14":"tag-germany","15":"tag-holz","16":"tag-instrument","17":"tag-klang","18":"tag-lackierung","19":"tag-leim","20":"tag-muenchen","21":"tag-musik","22":"tag-musikinstrument","23":"tag-werkstatt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114484485682796837","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99976\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=99976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=99976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}