Immer mehr Sicherheits- und Assistenzsysteme als Pflichtausstattung in Neuwagen machen moderne Autos immer teurer. Das wird auch für die Renault-Budget-Marke Dacia immer mehr zum Hemmschuh. In einem Gespräch mit der britischen Autocar formuliert Dacia-Chefin Katrin Adt ihren Frust über die europäische Regulierungswut.
Sicherheitsvorgaben kosten viel Geld
Nach Aussagen von Ardt habe Dacia in jüngerer Vergangenheit bereits rund 100 Vorschriften der EU in seinen Autos umgesetzt. Bis zum Ende des Jahrzehnts habe man noch weitere 107 neue Vorschriften vor der Brust. Allein die Erfüllung von Emissions- und Sicherheitsauflagen bindet mittlerweile ein Viertel des gesamten Forschungs- und Entwicklungsbudgets. Ob man damit dem Autokäufer tatsächlich etwas Gutes tut, lässt Adt offen.
Kunden lieben Abschalt-Taste
Wie viele Kunden dieser Entwicklung begegnen, erklärt Adt anhand der „My Safety“-Taste. Mit dieser Taste lassen sich gleich mehrere Assistenzsysteme auf einmal in einer selbstgewählten Kombination deaktivieren oder aktivieren. Bei anderen Herstellern muss man sich dazu oft durch X Menüebenen und Bedienstrukturen arbeiten. Und nach jedem Zündungsneustart sind alle Systeme dann erneut aktiv. Laut Adt ist diese My Safety-Taste der meistgenutzte Knopf in Dacia-Modellen.
Ausnahmen für Kleinwagen gefordert
Adt erklärt, man habe gemeinsam mit anderen Herstellern bei der EU-Kommission einen zumindest vorübergehenden Stopp neuer Vorschriften für Kleinwagen angeregt, um weiterhin erschwingliche Mobilität anbieten zu können. Fabrice Cambolive, CEO der Dacia-Muttermarke Renault, wird noch konkreter und bringt ein zehnjähriges Moratorium für neue Regelungen ins Spiel.
Fazit