Generative KI zieht ins Cockpit ein

Der Blick bleibt starr auf die nächtliche Regenfahrt gerichtet, die Hände liegen fest am Lenkrad, während der Hunger wächst. In früheren Tagen verlangte das Infotainmentsystem in einem solchen Moment nach exakten Kommandos wie Navigation, Restaurant, Auswählen, Nummer drei. Ein einziges falsch betontes Wort reichte oft aus, um die Spracherkennung in eine Korrekturschleife zu zwingen. Mit dem Einzug generativer künstlicher Intelligenz in die Fahrzeugkabine soll diese digitale Sperrigkeit endgültig der Vergangenheit angehören. Der japanische Automobilhersteller Mitsubishi Motors vollzieht in seinen europäischen Modellen mit integriertem Google-Betriebssystem einen grundlegenden Technologiewechsel. Der bisherige Google Assistant wird schrittweise durch das hochentwickelte Sprachmodell Google Gemini abgelöst. Das stellt keinen bloßen Kosmetikwechsel dar, sondern eine Neuausrichtung der Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzug.

Wie Mitsubishi mit Google Gemini die Sprachbedienung neu definiert

Aber was bedeutet dieser Wechsel im Alltagsbetrieb hinter dem Lenkrad konkret? Während herkömmliche Sprachassistenten darauf programmiert waren, spezifische Schlagwörter zu erkennen und festgelegten Skripten zu folgen, arbeitet Gemini als großskaliges Sprachmodell, das Kontext begreift, Nebensätze verarbeitet und dialogorientierte Rückfragen erlaubt. Sucht der Fahrer beispielsweise nach einem Ort für eine kurze Kaffeepause entlang der Route, genügt eine beiläufig formulierte Anfrage. Die KI berücksichtigt persönliche Vorlieben, filtert Standortdaten in Echtzeit und zieht aktuelle Bewertungen anderer Nutzer heran, um passgenaue Empfehlungen auszusprechen. Auch Nachfragen wie Gibt es dort Parkplätze oder Sind Sitzplätze im Freien vorhanden beantwortet das System im fließenden Gespräch, ohne dass der eigentliche Navigationsvorgang neu gestartet werden muss.

Deshalb verlagert sich die Bedienung von Infotainment-, Kommunikations- und Fahrzeugfunktionen zunehmend weg von der manuellen Eingabe auf dem Touchscreen hin zur rein akustischen Interaktion. Über die Aktivierung mittels Sprachbefehl, Lenkradtaste oder Display-Symbol übernimmt Gemini auch das Verfassen und Zusammenfassen von Textnachrichten. Anstatt ellenlange Diktate Wort für Wort zu korrigieren, reicht der Hinweis, eine Nachricht inhaltlich anzupassen oder die voraussichtliche Ankunftszeit hinzuzufügen. Darüber hinaus ist die digitale Betriebsanleitung des Fahrzeugs direkt in die KI-Architektur eingebunden. Taucht eine unbekannte Kontrollleuchte im digitalen Kombiinstrument auf oder bestehen Fragen zum Reifendruck beziehungsweise zur Funktionsweise einzelner Assistenzsysteme, liefert Gemini direkte Antworten aus dem Handbuch, ohne dass der Fahrer ein gedrucktes Buch im Handschuhfach suchen muss.

Die technische Architektur hinter Google built-in und der KI-Integration

Die fundamentale Basis für diese Funktionserweiterung bildet das Betriebssystem Android Automotive OS, das bei Mitsubishi unter der Bezeichnung Google built-in vertrieben wird. Im Gegensatz zu kabellosen Smartphone-Spiegelungen wie Apple CarPlay oder Android Auto läuft die Software nativ auf der Recheneinheit des Fahrzeugs. Dies ermöglicht der KI den direkten Zugriff auf relevante Systemdaten und Sensorik, was für eine präzise Umsetzung von Fahrzeugbefehlen unumgänglich ist. Der Rollout von Google Gemini erfolgt drahtlos über die integrierte Mobilfunkverbindung per Over-the-Air-Update. Fahrzeugbesitzer müssen somit für die Aktualisierung keine Vertragswerkstatt aufsuchen, sondern benötigen lediglich ein aktives Google-Konto, mit dem sie im Fahrzeug-Infotainmentsystem angemeldet sind.

Aber die vollständige Auslagerung rechenintensiver Sprachverarbeitungen in die Cloud bringt unvermeidliche Rahmenbedingungen mit sich. Da Gemini auf die immensen Serverressourcen von Google zugreift, erfordert die volle Funktionalität des Systems eine stabile und permanente Online-Verbindung. Führt die Fahrt durch abgelegene Gebiete mit Funklöchern oder lange Tunnelsysteme, stößt die generative Sprachverarbeitung schnell an ihre physikalischen Grenzen. Zudem bleibt aus technischer Sicht abzuwarten, wie flüssig die Sprachverarbeitung auf den integrierten Systemchips der Infotainmentsysteme über mehrere Jahre hinweg läuft, wenn zukünftige Updates den Software-Footprint vergrößern.

Deshalb setzt der schrittweise Rollout in Europa auf eine breite linguistische Abdeckung. Neben der deutschen Sprachversion unterstützt das System zum Start Dänisch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Italienisch, Spanisch und Schwedisch. Auch Fahrzeugkonfigurationen in Arabisch, Indonesisch, Japanisch, Thailändisch und Türkisch sind in den Einführungsplan eingebunden. In der europäischen Modellpalette von Mitsubishi sind aktuell drei Baureihen für die Gemini-Technologie vorgesehen, nämlich der kompakte B-SUV ASX, der neu positionierte C-SUV Grandis sowie das vollelektrische C-Segment-SUV Eclipse Cross BEV.

Der Mitsubishi ASX: Kompakter B-SUV mit Allianztechnik im Detail

Als kleinster Vertreter des kompatiblen Trios nutzt der Mitsubishi ASX die CMF-B-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz und teilt sich wesentliche Komponenten mit dem Renault Captur. Das Modell misst eine Länge von 4.239 mm, eine Breite von 1.797 mm ohne Außenspiegel und eine Höhe von 1.575 mm bei einem Radstand von 2.639 mm. Mit einem Wendekreis von 11,1 m und einem Leergewicht von 1.479 kg in der Vollhybrid-Ausführung präsentiert sich der Fünftürer als wendiges Fahrzeug für den städtischen und überregionalen Einsatz. Das Kofferraumvolumen variiert dank der serienmäßig um 16 cm verschiebbaren Rücksitzbank zwischen 348 Litern in hinterster Position und bis zu 1.458 Litern bei dachhoher Beladung und umgeklappten Rücksitzlehnen.

In Deutschland erstreckt sich das Motorenangebot vom Basis-Dreizylinder mit 1,0 Litern Hubraum und 91 PS über den 1,3-Liter-Vierzyllinder-Turbobenziner als Mildhybrid mit 140 PS bis hin zum Vollhybrid. Letzterer kombiniert einen 1.789 ccm großen Saugbenziner mit 80 kW beziehungsweise 109 PS und ein maximales Drehmoment von 172 Nm mit einer 36 kW starken Permanentmagnet-Synchronmaschine, die 205 Nm Drehmoment bereitstellt. Die Systemleistung summiert sich auf 116 kW, was 158 PS entspricht. Als Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Bruttokapazität von 1,4 kWh. Das Getriebe arbeitet als automatisches Multi-Mode-System mit sechs Gängen, das rein elektrische Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h ermöglicht.

Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der ASX Vollhybrid in 8,9 Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit bei 180 km/h abgeregelt wird. Der gewichtete Kraftstoffverbrauch nach WLTP-Zertifizierung liegt bei kombiniert 4,4 Litern Superbenzin auf 100 km, was einer CO2-Emission von 100 g/km entspricht. Die jährliche Kraftfahrzeugsteuer für diese Variante beläuft sich in Deutschland auf lediglich 46 Euro. Preislich startet der Mitsubishi ASX in der Basisversion Inform bei 21.990 Euro. Wer jedoch die vollintegrierte Google-Infotainmentwelt inklusive Gemini-Kompatibilität nutzen möchte, muss zu den höheren Ausstattungslinien wie der Edition oder Diamant greifen, deren Listenpreise bei 34.790 Euro liegen, im Rahmen von Händleraktionen jedoch häufig bereits ab etwa 25.390 Euro bis 31.500 Euro angeboten werden.

Der Mitsubishi Grandis: Geräumiger C-SUV für die Familie

Unter der traditionsreichen Modellbezeichnung Grandis bringt Mitsubishi ein vollwertiges C-Segment-SUV auf den europäischen Markt, das technisch ebenfalls auf der CMF-B-Architektur aufbaut und eng mit dem Renault Symbioz verwandt ist. Mit Abmessungen von 4,41 m Länge, 1,80 m Breite und 1,57 m Höhe schließt der Grandis die Lücke im Modellprogramm. Der Radstand von 2.638 mm sorgt in Kombination mit der um 16 Zentimeter verschiebbaren Rücksitzbank für ausgeprägte Variabilität im Innenraum. Das Kofferraumvolumen beträgt beim Mildhybrid 576 Litern und lässt sich durch Umklappen der Sitze auf beachtliche 1.682 Liter erweitern. Beim Vollhybrid verringert sich das Ladevolumen aufgrund der unter dem Ladeboden platzierten Batterie leicht auf 492 bis 1.582 Liter.

Antriebsseitig stehen für den deutschen Markt zwei Optionen zur Auswahl. Der 1,3-Liter-Turbo-Mildhybrid leistet 104 kW respektive 140 PS und stellt ein Drehmoment von 245 Nm bereit. Dieser Motor wird wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 10,6 Sekunden mit Schaltgetriebe beziehungsweise 9,4 Sekunden mit Doppelkupplung, bei einer Höchstgeschwindigkeit von jeweils 180 km/h. Der WLTP-Verbrauch dieser Varianten liegt zwischen 5,9 und 6,0 Litern auf 100 km bei CO2-Emissionen von 134 bis 135 g/km. Die maximale gebremste Anhängelast beträgt beim Mildhybrid 1.500 kg.

Die zweite Antriebsvariante bildet der 1,8-Liter-Vollhybrid mit einer Systemleistung von 116 kW beziehungsweise 158 PS und einem Systemdrehmoment von 265 Nm. Die Kombination aus Saugmotor und Elektromotor beschleunigt das 1.525 kg schwere SUV in 9,1 Sekunden auf Tempo 100. Den kombinierten WLTP-Verbrauch gibt der Hersteller mit 4,4 Litern auf 100 km an, was CO2-Emissionen von 101 g/km entspricht. Die gebremste Anhängelast ist beim Vollhybrid allerdings auf 1.000 kg begrenzt. Die Grundpreise für den deutschen Markt beginnen beim Grandis 1.3 Turbo Mildhybrid Diamant bei 29.390 Euro, der im Rahmen von Importeursaktionen ab 26.390 Euro erhältlich ist. Die Ausstattungslinie Diamant Plus mit Doppelkupplungsgetriebe schlägt mit 33.390 Euro zu Buche. Der Vollhybrid Grandis 1.8 Hybrid startet als Diamant Plus bei 34.290 Euro und erreicht in der Topausstattung Diamant Top Multi-Mode-Automatik einen regulären Listenpreis von 41.190 Euro, der sich über Aktionsrabatte auf rund 38.190 Euro reduziert.

Der Mitsubishi Eclipse Cross BEV: Vollelektrischer Technologieträger

Den Schritt in die reine Elektromobilität vollzieht die Marke mit dem neuen Eclipse Cross BEV, der auf der rein elektrischen AmpR-Medium-Plattform aufbaut und mit dem Renault Scenic E-Tech verwandt ist. Das vollelektrische C-SUV misst 4.489 mm in der Länge, 1.864 mm in der Breite ohne Spiegel sowie 1.571 mm in der Höhe bei einem langen Radstand von 2.784 mm. Das Leergewicht beträgt je nach Ausstattung zwischen 1.901 kg und 1.950 kg, während das zulässige Gesamtgewicht bei 2.335 kg liegt. Der Kofferraum bietet ein Fassungsvermögen von 545 Litern, das sich bei umgeklappter Rücksitzbank auf bis zu 1.670 Liter steigern lässt. Die gebremste Anhängelast ist für ein Elektrofahrzeug dieser Klasse mit 1.100 kg solide bemessen.

Der elektrische Antrieb erfolgt über eine stromerregte Synchronmaschine an der Vorderachse, die eine Leistung von 160 kW liefert, was 218 PS entspricht. Das maximale Drehmoment von 300 Nm steht ab der ersten Umdrehung bereit und beschleunigt den Eclipse Cross BEV in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 170 km/h elektronisch begrenzt. Der Energiespeicher besteht aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit Nickel-Mangan-Kobaltdynamik und einer nutzbaren Nettokapazität von 87,0 kWh bei einer Systemspannung von 400 Volt. Das Nettogewicht des Batteriepacks beläuft sich auf 515 kg.

Gemäß WLTP-Standard erzielt der Eclipse Cross BEV einen kombinierten Energieverbrauch von 16,7 bis 17,1 kWh pro 100 km, was eine theoretische Reichweite von bis zu 635 km ermöglicht. Im rein städtischen WLTP-Zyklus werden sogar bis zu 806 km ausgewiesen. Das Wechselstromladen erfolgt serienmäßig dreiphasig über einen 11-kW-Onboard-Lader, mit dem eine vollständige Aufladung etwa 9 Stunden und 30 Minuten in Anspruch nimmt. Optional steht ein 22-kW-Lader zur Verfügung, der die Ladezeit an entsprechenden AC-Ladesäulen auf 4 Stunden und 45 Minuten halbiert. An DC-Schnellladestationen nimmt der Wagen über den CCS-Anschluss maximale Ladeleistungen von bis zu 150 kW auf. Eine Schnellladung von 10 auf 80 Prozent Kapazität dauert dabei 37 Minuten. Zudem beherrscht der Wagen bidirektionales Laden über Vehicle-to-Load mit einer Abgabe von bis zu 3,0 kW Wechselstrom.

In Deutschland startet der Listenpreis für den Mitsubishi Eclipse Cross BEV in der Ausstattung Diamant Plus 87 kWh bei 47.990 Euro. Über befristete Finanzierungs- und Kauf-Aktionen sinkt der Einstiegspreis beim Vertragshändler auf etwa 44.690 Euro. Die luxuriöser ausgestattete Variante Diamant Top mit Luxury Paket markiert mit einem regulären Listenpreis von 56.190 Euro die Spitze des Modellprogramms. Privatkäufer in Deutschland können bei Vorliegen der individuellen Einkommensvoraussetzungen und einer Mindesthaltedauer von 36 Monaten von staatlichen Umweltprämien profitieren, die je nach Haushalts-Jahreseinkommen zwischen 3.000 Euro und 5.000 Euro liegen und sich pro Kind um weitere Beträge erhöhen.

Das Mitsubishi Service Versprechen und der deutsche Marktkontext

Sämtliche in Deutschland vertriebenen Mitsubishi-Modelle mit Google-Konnektivität werden über den Importeur MMD Automobile GmbH mit Sitz im hessischen Friedberg vertrieben, der seit Anfang 2014 mehrheitlich zur Schweizer Emil Frey Gruppe gehört. Das deutsche Vertriebsnetz umfasst aktuell Händler an mehr als 600 Vertriebs- und Servicestandorten. Der Marktbestand der Marke auf deutschen Straßen beläuft sich auf rund 500.000 zugelassene Fahrzeuge, während in der mehr als vierzigjährigen Geschichte des Importeurs hierzulande über 1,7 Millionen Automobile verkauft wurden.

Um das Vertrauen der Kunden in die Fahrzeugtechnik und die neuen Infotainmentsysteme zu stärken, stattet der Hersteller seine Neuwagen mit dem Mitsubishi Service Versprechen aus. Dieses Garantiepaket beinhaltet eine reguläre Werksgarantie von 5 Jahren bis zu einer Laufleistung von 100.000 km, die durch eine anschließende dreijährige bedingte Anschlussgarantie der Mitsubishi Motors Europe auf bis zu 8 Jahre oder maximal 160.000 km verlängert werden kann. Eine separate Garantie auf die Fahrbatterie der Hybrid- und Elektrofahrzeuge gilt ebenfalls für die Dauer von 8 Jahren bis 160.000 km. Ergänzt werden diese Leistungen durch eine 12-jährige Garantie gegen Durchrostung sowie eine 8-jährige Mobilitätsgarantie im Rahmen des Mitsubishi Assistance Package.

Strategische Ausrichtung und kritische Würdigung im Marktvergleich

Aus der Unternehmensführung von Mitsubishi Motors Europe heißt es bezüglich der Software-Offensive, dass die Einführung von Gemini das vernetzte Fahrerlebnis auf ein neues Niveau hebe. Fahrer und Mitfahrer sollen Ziele sowie verborgene Stopps entlang der Strecke mühelos entdecken, während die Interaktion mit den Fahrzeugsystemen spürbar natürlicher ablaufe. Aus herstellerunabhängiger Sicht lässt sich diese Einschätzung als schlüssiger, wenn auch überfälliger Schritt im Wettrüsten der Infotainment-Systeme bewerten.

Aber der Markt zeigt, dass Mitsubishi mit dieser Strategie keineswegs isoliert dahesteht. Während deutsche Oberklassehersteller wie Mercedes-Benz mit der versuchsweisen Integration von ChatGPT in ihr MBUX-System oder der Volkswagen-Konzern mit der Einbindung von Cerence Chat Pro auf eigene hybride KI-Architekturen setzen, lagert Mitsubishi die gesamte Sprachschnittstelle an den Technologiepartner Google aus. Dies spart immense Entwicklungskosten und sichert extrem kurze Innovationszyklen, da Verbesserungen der Large Language Models serverseitig eingespielt werden, ohne dass Modifikationen an der Fahrzeug-Hardware erforderlich sind.

Deshalb birgt dieser Weg auch spezifische Risiken. Die Markenidentität im Innenraum verschmilzt immer stärker mit der Designsprache und Logik von Big-Tech-Konzernen. Zudem lässt sich eine gewisse Skepsis hinsichtlich des langfristigen Datenschutzes nicht ganz ausräumen, da hochentwickelte Sprachassistenten auf umfangreiche Bewegungsprofile, Nutzerpräferenzen und persönliche Kontodaten angewiesen sind. Man darf sich im Fahralltag durchaus fragen, ob jeder Autofahrer bereit ist, für ein Quentchen mehr Bedienkomfort eine dauerhafte Datenverbindung zu einem US-Konzern aufrechtzuerhalten.

In der Gesamtschau erweist sich die Bereitstellung von Google Gemini in den Modellen ASX, Grandis und Eclipse Cross als handfester technischer Fortschritt. Die Abschiedsvorstellung starrer Sprachbefehle zugunsten eines lernfähigen Dialogpartners verbessert die Ergonomie und reduziert Ablenkungsgefahren während der Fahrt deutlich. Ob diese digitale Aufrüstung in Kombination mit den großzügigen Garantiezeiträumen ausreicht, um im hart umkämpften europäischen SUV-Segment nennenswerte Marktanteile von etablierten Mitbewerbern abzujagen, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie zuverlässig die Cloud-Verbindungen im alltäglichen Straßenverkehr funktionieren.

 

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