Verbraucherinnen und Verbraucher in der Europäischen Union können von Dienstag an nur noch Laptops mit einheitlicher Ladebuchse kaufen. Alle neuen Geräte müssen dann mit USB-C-Ladekabeln zu laden sein. Seit Ende 2024 gilt diese Vorgabe schon für alle neuen Handys, Digitalkameras, E-Reader und andere elektronische Kleingeräte. Die entsprechende Richtlinie hatte die EU 2022 beschlossen, seitdem hatten die Hersteller Zeit, ihre Produktion anzupassen.
Die Regelung soll für Verbraucher praktischer und günstiger sein und die Umwelt entlasten, weil dadurch weniger Elektroschrott entsteht. Allein durch die verschiedenen Ladegeräte fielen nach EU-Angaben pro Jahr rund 11 000 Tonnen Elektroschrott an.
Hersteller müssen Geräte nun auch ohne Ladekabel anbieten
Laut EU‑Berechnungen könnten durch die Harmonisierung allein bei Handys und ähnlichen Geräten rund 250 Millionen Euro pro Jahr an Kosten für überflüssige Ladegeräte eingespart werden. Aktuelle Berechnungen, wie viel Geld oder Abfall seit der Einführung der einheitlichen Kabel für Smartphones vor eineinhalb Jahren eingespart wurde, gibt es nicht.
Verbraucher sollten beim Kauf von Laptops nun darauf achten, ob ein Ladenetzteil mitverkauft wird oder nicht. Gemäß der EU-Richtlinie müssen Hersteller ihren Kunden nun immer auch anbieten, Geräte auch ohne neues Ladegerät zu kaufen. Die meisten Verbraucher dürften ein USB-C-Kabel sowieso schon zu Hause haben. Produkte, die schon auf dem Markt sind, müssen die Hersteller nicht nachrüsten.