Neue EU-Regel im Überblick
Seit Ende April gilt in der EU eine neue Vorgabe für Notebooks. Geräte müssen sich nun auch per USB-C laden lassen. Das soll den Kabelstandard vereinheitlichen, bringt aber einige praktische Einschränkungen mit sich.
Seit dem 28. April schreibt die EU vor, dass neue Notebooks über eine USB-C-Buchse verfügen müssen, die auch zum Laden genutzt werden kann. Ausnahmen soll es laut Regelung nur für wenige Modelle mit besonders hohem Energiebedarf geben. Das können beispielsweise Gaming-Laptops oder andere Modell…
Seit dem 28. April schreibt die EU vor, dass neue Notebooks über eine USB-C-Buchse verfügen müssen, die auch zum Laden genutzt werden kann. Ausnahmen soll es laut Regelung nur für wenige Modelle mit besonders hohem Energiebedarf geben. Das können beispielsweise Gaming-Laptops oder andere Modelle sein, die über 100-Watt-Netzteile benötigen.
Entsprechende Geräte sind bereits seit einiger Zeit im Handel verbreitet. Ältere Modelle ohne USB-C-Ladefunktion könnten zwar noch vereinzelt verkauft werden, dürften aber zunehmend verschwinden.
Weniger Kabel, mehr Kompatibilität
Mit der Vorgabe verfolgt die EU das Ziel, unterschiedliche Ladegeräte zu reduzieren. Ein einheitlicher Anschluss soll ermöglichen, Smartphones, Tablets und Notebooks mit demselben Netzteil zu laden. Auch Apple-Geräte müssen sich an diesen Standard halten.
Das soll Ressourcen sparen und die Anzahl ungenutzter Ladegeräte in Haushalten verringern. Hersteller könnten zudem auf das Beilegen von Netzteilen verzichten, was Kosten senken dürfte.
Leistung des Ladegeräts entscheidend
Wer ein Notebook lädt, muss auf die passende Leistung achten. Übliche Smartphone-Netzteile mit rund 20 W und Spannungen zwischen 12 und 15 Volt reichen dafür in der Regel nicht aus. Für Notebooks werden laut Experten meist 60 bis 65 W bei etwa 20 Volt benötigt.
Bei Netzteilen mit mehreren Anschlüssen kann eine höhere Gesamtleistung sinnvoll sein. Modelle mit etwa 100 W sollen ausreichend Reserven bieten, wenn mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden.
Auch das Kabel spielt eine Rolle
Nicht jedes USB-C-Kabel eignet sich für das Laden von Notebooks. Hochwertige Kabel enthalten spezielle Chips, die höhere Stromstärken freigeben. Fehlt diese Technik, kann das Kabel unter Umständen nur für Smartphones genutzt werden.
Auch die Kabellänge kann Einfluss auf die Ladeleistung haben. Kürzere Kabel gelten als zuverlässiger, während längere Varianten stärker von Qualität und Verarbeitung abhängen können. Vom Verbinden mehrerer Kabel per Adapter wird abgeraten.
Keine Gefahr für Smartphones
Ein leistungsstarkes Netzteil mit 65 oder 100 W soll Smartphones nicht beschädigen. Die Geräte regeln laut Experten selbst, wie viel Energie sie aufnehmen. Überschüssige Leistung werde entsprechend nicht genutzt.
Damit bleibt die Nutzung eines einzigen Ladegeräts für mehrere Gerätetypen grundsätzlich möglich, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.