Verstopfte Straßen, hohe Unterhaltskosten und schlechte Luft: Die negativen Seiten des Autofahrens sind unübersehbar. Dennoch ist das Auto nach wie vor das unangefochtene Fortbewegungsmittel unserer Gesellschaft. Der Pkw-Bestand steigt und damit auch das Verkehrsaufkommen und die Emissionen.

Auto weiterhin Verkehrsmittel Nr. 1

Im motorisierten Personenverkehr dominiert nach wie vor das Auto. Nur ein geringer Teil der Wege wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.


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Pkw-Zahl erreicht neuen Höchststand

Insgesamt sind auf Deutschlands Straßen über 49 Millionen Autos unterwegs. 2024 erreichte die Auto-Dichte hierzulande den neuen Höchststand von 590 Pkw je 1 000 Einwohner/-innen. Im EU-Vergleich lag Deutschland damit auf Rang 9. Die EU-weit höchste Motorisierungsquote hatte Italien mit 701 Pkw je 1 000 Einwohner/-innen, die niedrigste Lettland (424 Pkw je 1 000 Einwohner/-innen).

Neuzulassungen: Mehr als die Hälfte mit Verbrennungsmotor

2024 wurden in Deutschland rund 2,8 Millionen neue Pkw zugelassen. 86% davon waren mit einem klassischen Verbrennungsmotor ausgestattet: Rund 62 % fuhren mit Benzin, rund 24 % mit Diesel. Rund 14 % der neu zugelassenen Pkw verfügten über einen Elektroantrieb. Damit lag Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern nur im Mittelfeld. Den EU-weit höchsten Anteil an neu zugelassenen E-Autos verzeichneten Dänemark (51 %). Europäischer Vorreiter war Norwegen, wo 2024 rund 88 % der neu zugelassenen Pkw Elektroautos waren (Quelle: Eurostat, aktuelle Daten: Erstzulassungen insgesamt, Elektroautos).

Rund jeder siebte Pkw in Deutschland ist jünger als zwei Jahre

Ob E-Auto oder Verbrenner, unabhängig von der Antriebsart sind in Deutschland vergleichsweise viele neue Autos auf den Straßen unterwegs: 2024 waren 15,0 % des Pkw-Bestands von insgesamt 49,3 Millionen Autos hierzulande jünger als 2 Jahre. Nur in Luxemburg lag dieser Anteil im EU-Vergleich noch höher (20,2 %). In Schweden waren 13,7 % aller Pkw jünger als 2 Jahre. Dagegen sind die neuesten Autos in Rumänien (3,5 %), Finnland (4,4 %) und Lettland (4,5 %) eine Seltenheit. In diesen EU-Staaten waren anteilig die wenigsten Autos jünger als 2 Jahre.


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Quelle: Eurostat

Steigende Kohlendioxidemissionen

Im EU-weiten Straßenverkehr wurden 2023 rund 749 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Damit lag der CO2-Ausstoß der EU-27 rund 23 % über dem Niveau von 1990. Der Großteil der Emissionen im Straßenverkehr wird durch Pkw verursacht.


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Quelle: Eurostat

Straßenverkehr: Fast 20 000 Tote im Jahr

8. Mai 2026 – Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Straßenverkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 zu halbieren. Für ihre „Vision Zero“ hat die Europäische Kommission das Jahr 2050 angesetzt – dann soll es nahezu keine Straßenverkehrstoten mehr auf europäischen Straßen geben.

2024 lag die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union bei rund 19 900. Allein in Deutschland waren es über 2 700 Menschen. Das entsprach durchschnittlich acht getöteten Menschen auf deutschen Straßen pro Tag. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl verzeichneten Bulgarien und Rumänien 2024 die meisten Straßenverkehrstoten. Deutschland lag unter dem EU-Durchschnitt.

Letzte Änderung am Text

08.05.2026.

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