Iran-Krieg im Liveticker+++ 05:57 Strack-Zimmermann lehnt Änderung von EU-Mandat für Straße von Hormus ab +++TeilenFolgen auf:
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat eine Änderung des bestehenden EU-Mandats „Aspides“ für einen Marine-Einsatz in der Straße von Hormus abgelehnt. „Die EU-Mission ist militärisch ausschließlich auf das Rote Meer und den Golf von Aden ausgerichtet“, sagt Strack-Zimmermann der „Rheinischen Post“. „Würde man das Mandat auf den Persischen Golf und die Straße von Hormus erweitern, müsste man Fregatten verlegen, die aus Deutschland zum Beispiel in der Ostsee und im Nordatlantik im Einsatz sind. Die EU sollte planen, wie sie nach Kriegsende dort zugegen sein könnte“, sagt Strack-Zimmermann. „Um die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen, reichen übrigens nicht nur Seeeinheiten. Es bräuchte auch Bodentruppen, losgelöst mal von der Frage, ob das völkerrechtskonform wäre. Und davor schrecken selbst die USA zurück“, so die FDP-Politikerin.
+++ 05:28 Vereinigte Arabische Emirate sollen im April Iran angegriffen haben +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben laut einem Medienbericht im April den Iran angegriffen. Die Angriffe hätten sich gegen eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lawan gerichtet, so das „Wall Street Journal“. Ein genaues Datum nennt die Zeitung nicht. Es wäre der erste bekannte Angriff der VAE in dem Krieg. Der iranische Sender Irib hatte am 8. April berichtet, Raketen- und Drohnenangriffe unter anderem auf die Emirate seien „wenige Stunden nach dem Angriff auf die Ölanlagen der Insel Lawan“ ausgeführt worden.
+++ 04:04 Finanzströme der Revolutionsgarden: US-Regierung belohnt Informanten +++
Die US-Regierung setzt eine Belohnung von bis zu 15 Millionen Dollar „für Informationen aus, die zur Zerschlagung der Finanzmechanismen“ der Islamischen Revolutionsgarden im Iran führen. Die Belohnung ist Teil der Bemühungen der Regierung, die iranische Wirtschaft lahmzulegen und Teheran zu einem Abkommen zu zwingen. Sie wird im Rahmen des „Rewards for Justice“-Progamms des Außenministeriums gezahlt für Informationen über die Einnahmequellen der Revolutionsgarden. Honoriert werden sollen unter anderem Hinweise auf Scheinfirmen und Finanzinstitute, die mit den Revolutionsgarden Geschäfte machen.
+++ 02:04 US-Marine: Atom-U-Boot in Gibraltar eingelaufen +++
In Gibraltar ist ein Atom-U-Boot der US-Marine eingelaufen. „Der Hafenbesuch demonstriert die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und das anhaltende Engagement der USA gegenüber ihren Nato-Verbündeten“, teilt die Sechste Flotte der US-Marine mit. Ob das Schiff im Rahmen des Iran-Krieges nach Gibraltar geschickt wurde, ist unklar. Das nuklear betriebene Boot der sogenannten Ohio-Klasse sei bereits am Sonntag angekommen. U-Boote der Ohio-Klasse sind mit sogenannten Trident-II-(D5)-Raketen bestückt, die mit mehreren nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden können. Ob das nun in Gibraltar aufgetauchte Boot nuklear bewaffnet ist, ist unklar. Die US-Marine verweist lediglich auf „ballistische Raketen“.
+++ 00:38 Umfrage: US-Bürger vermissen klare Ziele im Iran-Krieg +++
Zwei Drittel der US-Bürger werfen Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Iran-Krieges nicht klar dargelegt zu haben. Das geht aus einer am Montag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten geben zudem an, dass die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten. Bei einer Umfrage Mitte März lag der Anteil noch bei 55 Prozent. Nach Kriegsbeginn Ende Februar sind die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe geschossen.
+++ 23:17 USA verhängen Sanktionen wegen Irans Ölexporten nach China +++
Vor der Reise von Präsident Trump nach Peking verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Iran wegen Öl-Exporten nach China. Die neuen Maßnahmen richten sich gegen drei iranische Verantwortliche und neun Unternehmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten. China ist ein wichtiger Abnehmer von iranischem Öl. Unter den Sanktionen werden Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefrorenen, zudem werden Geschäfte von US-Unternehmen und -Bürgern mit ihnen untersagt. Die US-Regierung wirft den iranischen Revolutionsgarden vor, die Ölexporte nach China über „Scheinfirmen“ zu verschleiern und die Einnahmen an die Führung in Teheran umzuleiten.
+++ 22:14 Teheran droht mit Vergeltungsmaßnahmen im Falle von Angriffen +++
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf droht angesichts stockender Verhandlungen über ein Ende des Krieges mit Vergeltungsmaßnahmen auf jegliche Angriffe. „Unsere Streitkräfte sind bereit, zu reagieren und jedem Angreifer eine Lektion zu erteilen“, erklärt Ghalibaf im Onlinedienst X. Zuvor hat US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran als äußerst brüchig bezeichnet. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet, sie werden überrascht sein“, fügt Ghalibaf hinzu. „Eine schlechte Strategie und schlechte Entscheidungen führen immer zu schlechten Ergebnissen – das hat die Welt bereits verstanden.“
+++ 21:38 Indiens Regierungschef mahnt zu Spritsparen und Homeoffice +++
Angesichts des Kriegs und höherer Energiepreise ruft Indiens Premierminister Narendra Modi seine Landsleute den zweiten Tag in Folge auf, Sprit zu sparen und auch wieder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Der Verbrauch von Benzin und Diesel müsse runter, ratsam seien daher öffentliche Transportmittel, sagt Modi laut der Nachrichtenagentur ANI und anderer indischer Medien bei einer Rede im westlichen Bundesstaat Gujarat. Die gestörten Lieferketten als Folge des Kriegs belasten das bevölkerungsreichste Land der Erde erheblich. Indien deckt 90 Prozent seines Ölbedarfs und 60 Prozent seines Bedarfs an Flüssiggas (LPG) mit Importen ab.
+++ 20:47 Ölkonzern: Krieg hat „größten Energieschock“ der Geschichte ausgelöst +++
Der Iran hat nach Einschätzung des Chefs des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco den größten Energieschock der Geschichte ausgelöst. „Selbst wenn die Straße von Hormus heute wieder geöffnet würde, würde es noch Monate dauern, bis sich der Markt wieder stabilisiert hat“, sagt Amin Nasser vor Investoren in Riad. Sollte sich die Öffnung der Meerenge um weitere Wochen verzögern, würde sich eine Normalisierung „bis ins Jahr 2027 hinziehen“. Der Markt habe einen „beispiellosen Versorgungsverlust“ von rund einer Milliarde Barrel Öl erlebt, sagt Nasser.
+++ 20:07 Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv +++
Der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde in Israel ist laut einem Medienbericht der Meinung, dass die starke Präsenz von US-Militärflugzeugen am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv den Flugbetrieb beeinträchtigt. Schmuel Sakai erklärt laut der israelischen Wirtschaftszeitung „Calcalist“, Ben Gurion habe sich de facto in einen US-Militärflughafen verwandelt. Die vielen US-Militärflugzeuge behinderten die israelischen Fluggesellschaften. Sie verzögerten auch die Rückkehr von internationalen Fluggesellschaften, die wegen des Kriegs ihre Israel-Flüge gestoppt hatten. Dieser Zustand könne die Flugpreise vor den Sommerferien erheblich in die Höhe treiben, warnt er dem Bericht zufolge in einem Brief an Transportministerin Miri Regev.
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