Die Europäische Union (EU) arbeitet an Vorschriften zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor möglichen negativen Effekten sozialer Medien. Dafür entwerfe die EU-Kommission Regulationen für die Geschäftsmodelle der sozialen Medien, sagte die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen. Die Kommission wolle gegen »süchtig machende und schädliche Designpraktiken« sowie
»Aufmerksamkeitsfang, komplexe Verträge und Abonnementfallen« vorgehen,
sagte sie.

Dass soziale Medien Kindern und Jugendlichen schadeten, sei kein Zufall, sagte von der Leyen. Sie seien im Gegenteil »das Ergebnis von Geschäftsmodellen, die die Aufmerksamkeit unserer Kinder als Ware behandeln«. Deshalb wolle die EU gezielt gegen TikTok, X sowie die Meta-Plattformen Instagram und Facebook vorgehen. »Wir gehen gegen TikTok und dessen süchtig machendes Design, das endlose Scrollen, die automatische Wiedergabe und die Push-Benachrichtigungen vor«, sagte von der Leyen. Das Gleiche gelte für Meta, da Instagram und Facebook ihr eigenes Mindestalter von 13 Jahren nicht durchsetzten. Auch hier seien strengere Vorschriften geplant.

»Die Frage ist nicht, ob junge Menschen Zugang zu sozialen Medien haben sollten, die Frage ist, ob soziale Medien Zugang zu jungen Menschen haben sollten«, sagte von der Leyen.

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