Markus Söder (59) wählt beim Katholikentag in Würzburg keine kleinen Worte. Wenn die schwarz-rote Koalition scheitere, warnt der CSU-Chef, drohe Deutschland der „Weimarer Weg“. Eine Parallele zur Republik, die 1933 in der Hitler-Diktatur endete.

„Die Anzeichen sind doch da. Es ist nicht das Gleiche, aber es ist irgendwie ähnlich“, sagte Söder. Im Hintergrund: Eine neue Umfrage sieht die AfD bei 29 Prozent, dem höchsten je auf Bundesebene gemessenen Wert. Union und SPD verlieren weiter.

📌 Alles zu Söders Warnung und den aktuellen Umfragen Söders Warnung: Scheitert die Koalition, droht Deutschland der „Weimarer Weg“ AfD-Rekord: Laut Insa-Umfrage für „Bild am Sonntag“ aktuell bei 29 Prozent Union: Fällt auf 22 Prozent, schwächster Insa-Wert seit mehr als vier Jahren SPD: Nur noch 12 Prozent, Schwarz-Rot zusammen bei 34 Prozent Söder über AfD: „Die schlimmste rechte Organisation in ganz Europa“ Umfragebasis: 1.203 Befragte, Fehlertoleranz plus/minus 2,9 Prozentpunkte „Aus Angst erwächst häufig Radikalität“

Söder erklärte den AfD-Erfolg mit der Psychologie der Verunsicherung. Viele Menschen hätten Angst vor Veränderung und sozialem Abstieg. „Und aus Angst erwächst häufig auch Radikalität“, sagte er. Wer auf eine Minderheitsregierung setze, verkenne, dass sie „nur die Vorstufe zu einer Neuwahl ist, mit einem gigantischen Erfolg von Leuten, die ich nicht unterstütze.“

Die Aufgabe aller Demokraten sei es, die Demokratie zu erhalten. „Und da müssen wir alle noch viel mehr über unseren Schatten springen, als wir glauben.“ Weiter erklärt der CSU-Chef: „Ich behaupte, dass die AfD die schlimmste rechte Organisation in ganz Europa ist.“ 

AfD auf Rekordkurs, Koalition verliert Boden

Die Zahlen geben Söders Warnung eine konkrete Grundlage. Laut Insa liegt die AfD bei 29 Prozent, Union bei 22 Prozent, SPD bei 12 Prozent. Schwarz-Rot kommt zusammen auf gerade noch 34 Prozent.

Andere Institute sehen die AfD zwischen 25 und 28 Prozent, die Union zwischen 22 und 24 Prozent. Die Tendenz ist in allen Erhebungen dieselbe. Zu den Umfrageergebnissen selbst äußerte sich Söder nicht.

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Wahlumfragen bilden das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognose für einen tatsächlichen Wahlausgang.