Eurovision-Finale in Wien
Plötzlich droht die Stimmung zu kippen
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Aktualisiert am 17.05.2026 – 09:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Partystimmung beim Auftritt des moldawischen Sängers Satoshi in der Wiener Stadthalle: Während des ESC-Finales kam es aufgrund einer organisatorischen Panne zu einer heiklen Situation. (Quelle: IMAGO/Jessica Gow/TT)
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Das Finale des Eurovision Song Contest in Wien war eine große, bunte Show. Doch Zuschauer in der Halle sahen mehr als diejenigen vor den Fernsehern.
Tobias Schibilla berichtet aus Wien.
Das Finale des Eurovision Song Contest in Wien war ein nervenaufreibendes Spektakel. Lange schien es so, als würde der israelische Kandidat Noam Bettan trotz aller Kontroversen um die Teilnahme des Landes im Nahen Osten als Sieger nach Hause fahren. Als schließlich klar wurde, dass die bulgarische Sängerin Dara den israelischen Beitrag noch überholte, entlud sich die Stimmung in Jubelstürme. Für viele Zuschauer war „Bangaranga“ von vornherein der verdiente Gewinner des Abends.
Doch wer sich den größten Musikwettbewerb der Welt im heimischen Wohnzimmer anschaute, verpasste einige Elemente der Show, deren Zeuge die ESC-Fans in der Wiener Stadthalle wurden. Nicht alle davon passen allerdings zu dem Image der bunten Party, das die veranstaltende Europäische Rundfunkunion (EBU) gerne pflegen würde.
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t-online war live vor Ort in Wien und zeigt, was die Zuschauer vor den Fernsehgeräten verpasst haben.
ESC in Wien: Strenge Sicherheitsmaßnahmen
So mussten die ESC-Fans in der Wiener Stadthalle strenge Sicherheitsmaßnahmen durchlaufen, bevor sie den Veranstaltungsort endlich betreten durften.
Taschen waren wie im Vorjahr nicht erlaubt und mussten vor dem Wettbewerb in Schließfächern abgegeben werden, die etwa fünf Minuten von der Wiener Stadthalle entfernt lagen. Auch Flaggen konnten Zuschauer nicht einfach von zu Hause mitbringen, sondern mussten im ESC-Flaggenshop vorbestellt und dann in der Nähe der Halle abgeholt werden. Die Organisation schien dabei ein Problem zu sein, denn vor der Abholstation bildeten sich lange Warteschlangen.

Die Sicherheitsschleusen vor der Wiener Stadthalle. (Quelle: Tobias Schibilla)
Bevor es dann in die Konzerthalle ging, folgte noch die eigentliche Sicherheitskontrolle. Alle Zuschauer mussten sämtliche persönlichen Gegenstände in eine kleine Plastikschale legen und anschließend durch einen Metalldetektor, ähnlich denen am Flughafen, laufen. Anschließend tasteten Sicherheitsleute jeden Menschen ab, der zum ESC-Halbfinale wollte. Im Gegensatz zur Abholung der vorbestellten Flaggen war die Sicherheitskontrolle allerdings gut organisiert, trotz langer Schlangen dauerte der Einlass nicht so lange, wie von einigen ESC-Fans befürchtet.
Proteste gegen die Teilnahme Israels
Eines der Aufregerthemen bei dieser Ausgabe des Eurovision Song Contest ist erneut die Teilnahme des israelischen Senders Kan am Gesangswettbewerb, wegen der fünf Länder den ESC in diesem Jahr boykottieren. In Wien waren mehrere Protestaktionen angekündigt.
