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Die Hackergruppe Shinyhunters hat nach eigenen Angaben 350 Gigabyte an Daten von der EU-Kommission erbeutet. Das Exekutivorgan der Europäischen Union bestätigte den Angriff offiziell.
Shinyhunters ist berüchtigt dafür, große Firmen und Organisationen ins Visier zu nehmen und sensible Daten zu entwenden. Erst kürzlich griff die Gruppe unter anderem Soundcloud an. Nun geriet die EU-Kommission ins Visier der Cyberkriminellen, die offenbar gezielt digitale Infrastrukturen der Institution ins Visier nehmen.
Angriff auf Cloud-Systeme
Die EU-Kommission bestätigte den Angriff und erklärte, dass die Angreifer gezielt die Seite Europa.eu sowie die dahinterliegende Cloud-Infrastruktur ins Visier genommen hatten. Die gestohlenen Daten stammen laut „Bleeping Computer“ aus einem Amazon-Web-Services-Konto (AWS). AWS betont jedoch, dass es keine Sicherheitslücke in den eigenen Systemen gab. Wie genau die Hacker in das Konto gelangt sind, ist bisher unklar. Der Vorfall zeigt deutlich, dass selbst hochsensible EU-Daten nicht vollständig vor digitalen Angriffen geschützt sind. Die EU-Kommission prüft nun, welche Schwachstellen existierten und wie zukünftige Angriffe verhindert werden können.
Mehr zum ThemaSchon der zweite Angriff in diesem Jahr
Der aktuelle Vorfall ist bereits der zweite größere Cyberangriff auf die EU-Kommission in 2026. Schon im Februar waren mobile Infrastrukturen der Kommission betroffen. Solche wiederholten Angriffe werfen Fragen zur Sicherheit der digitalen Systeme auf und verdeutlichen, dass selbst staatliche Institutionen keine vollständige Immunität gegen Cyberkriminalität besitzen. Experten warnen, dass Angriffe auf Cloud-Systeme zunehmend an Häufigkeit und Raffinesse gewinnen. Die EU-Kommission plant jetzt verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und die Überprüfung interner Abläufe, um die sensiblen Daten der Europäischen Union besser zu schützen.