02:20 Uhr | EVP-Chef Weber: EU-Sonderstatus für Ukraine ist Riesengewinn

Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, hat sich hinter den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für einen EU-Sonderstatus der Ukraine gestellt. Dies sei ein kreativer und guter Vorstoß, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Ukraine werde mit ihrer erfahrenen Armee und Verteidigungstechnik ein echter Sicherheitsgewinn für Europa sein. „Wir können unsere Ostflanke dauerhaft gemeinsam sichern“, erklärte Weber. Merz hatte zuvor eine vorübergehende Teilmitgliedschaft ins Spiel gebracht, um die Annäherung an die Europäische Union zu beschleunigen.

Dem Kanzler schwebt vor, dass das Land ohne Stimmrecht an EU-Ratstreffen teilnimmt und einen Vertreter in die EU-Kommission entsendet. Zudem sollen bestehende Beistandsgarantien auf die Ukraine übertragen werden. Mit Blick auf mögliche Friedensverhandlungen mit Russland betonte Weber, Europa solle sich darauf vorbereiten, eigenständig Gespräche zu führen. Er sehe in Moskau derzeit jedoch weder den Willen noch den richtigen Zeitpunkt dafür. (Quelle: Reuters)

00:15 Uhr | Russische Behörden: Kind bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Cherson getötet

Im von Russland besetzten Teil der Ukraine ist nach russischen Angaben ein Kind bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur in der besetzten Region Cherson, Wladimir Saldo, teilte mit, dass eine ukrainische Drohne ein „Mehrfamilienhaus“ in der Schwarzmeerstadt Genitschesk nahe der Halbinsel Krim getroffen habe. Dabei sei ein 2020 geborener Junge ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen wurden demnach verletzt.
Derweil meldeten ukrainische Behörden eine Tote bei russischen Angriffen in der Region Dnipropetrowsk. Der örtliche Gouverneur erklärte, dass eine 50-jährige Frau im Bezirk Nikopol bei einem Angriff getötet worden sei. Zudem seien vier weitere Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. (Quelle: AFP)

00:10 Uhr | Selenskyj wirbt für Friedensgespräche

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. In dem am Sonntag ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender CBS warb Selenskyj um die Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine. „Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“, sagte Selenskyj in der Sendung „Face the Nation“. „Vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen.“ Verhandelt werden könne auch mithilfe Europas oder bilateral mit Russland. Dies hänge auch vom Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin ab, sagte Selenskyj. Der Druck in der russischen Gesellschaft wachse und der Druck durch Sanktionen müsse verstärkt werden. (Quelle: Reuters)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 31. Mai 2026

Rumänien hat die russische Herkunft der nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze in ein Wohnhaus eingeschlagenen Drohne bestätigt. Es handele sich um eine russische Drohne vom Typ Geran-2, die am Donnerstagabend in der Stadt Galati eingeschlagen sei, erklärte Rumäniens Präsident Nicusor Dan im Onlinedienst X. Dies sei die „eindeutige Schlussfolgerung“ von Bukarests „Expertenbericht“.