Nettozuwanderung nach Deutschland 2025 deutlich gesunken

Lesezeit: 3 Minuten Erstellt: 01. Juni 2026 Bildbeschreibung: Mehrere Menschen von hinten fotografiert auf der Straße.

Im Jahr 2025 sind rund 235 000 Personen mehr nach Deutschland zugezogen als aus Deutschland fortgezogen. Damit ist die Nettozuwanderung gegenüber dem Vorjahr mit -45 % deutlich gesunken (2024: 430 000 Personen). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen der Wanderungsstatistik mitteilt, waren 2025 rund 1,48 Millionen Zuzüge und 1,25 Millionen Fortzüge über die Grenzen Deutschlands zu verzeichnen. Im Vorjahr wurden noch rund 1,69 Millionen Zuzüge und 1,26 Millionen Fortzüge registriert. Damit sind im Jahr 2025 rund 13 % weniger Personen zugezogen als 2024. Die Zahl der Fortzüge hat sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 % verringert.

Geringere Nettozuwanderung aus den Haupt-Asylherkunftsländern und der Ukraine

Eine Ursache für die im Jahr 2025 gegenüber 2024 geringere Zuwanderung ist eine geringere Nettozuwanderung aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden. Im Vergleich zum Vorjahr registrierte die Wanderungsstatistik deutliche Rückgänge der Nettozuwanderung aus Syrien (-67 %, von 75 000 auf 25 000), der Türkei (-41 %, von 41 000 auf 24 000) und aus Afghanistan (-41 %, von 33 000 auf 19 000). Laut der Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gab es 2025 erheblich weniger Asylanträge von Staatsangehörigen dieser Länder. Auch aus der Ukraine war die Nettozuwanderung gegenüber dem Vorjahr erneut rückläufig (-21 %, von 121 000 auf 96 000). Geflüchtete Menschen aus der Ukraine müssen keinen Asylantrag stellen, sondern erhalten eine Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes.

Negativer Wanderungssaldo gegenüber der EU

Eine weitere Ursache für die sinkende Nettozuwanderung ist die weiterhin rückläufige Zuwanderung aus den Staaten der Europäischen Union (EU). Im Jahr 2025 betrug der Wanderungssaldo Deutschlands mit der EU -54 000 Personen (2024: -34 000 Personen).

Die größten Rückgänge des Wanderungssaldos im Vergleich zum Vorjahr waren bei Polen (-6 000 Personen), Bulgarien (-3 000 Personen) sowie Spanien, Kroatien, Griechenland und Italien (jeweils -2 000 Personen) zu beobachten. Polen und Bulgarien sind gleichzeitig auch die EU-Staaten mit den größten Wanderungsdefiziten gegenüber Deutschland im Jahr 2025 (-17 000 beziehungsweise -14 000 Personen). Eine Zunahme des Wanderungssaldos im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten hingegen die Niederlande und Rumänien (jeweils +1 000 Personen). Den höchsten Wanderungssaldo innerhalb der EU gab es mit Italien (+4 000 Personen). Insgesamt trugen zugewanderte Personen aus Asien am meisten zur Nettozuwanderung bei (Saldo: +158 000 Personen), gefolgt von Menschen aus Europa (Saldo: +85 000 Personen) und aus Afrika (Saldo: +54 000 Personen).

Deutsche wandern vor allem in die Schweiz, nach Österreich und nach Spanien aus

Bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist seit 2005 eine Nettoabwanderung festzustellen. 2025 war der Wanderungsverlust deutscher Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gegenüber dem Ausland höher als im Vorjahr (2025: -97 000 Personen; 2024: -81 000 Personen). Hauptzielländer waren die Schweiz mit 23 000, Österreich mit 14 000 und Spanien mit 10 000 Fortzügen.

Innerhalb Deutschlands Brandenburg, Bayern und Schleswig-Holstein mit den höchsten Wanderungsüberschüssen

Innerhalb Deutschlands wurden 2025 insgesamt 996 000 Wanderungen über die Bundeslandgrenzen registriert. Dies waren 8 000 beziehungsweise 1 % weniger als im Vorjahr. Brandenburg verzeichnete mit einem positiven Saldo von 9 000 Personen den größten Wanderungsüberschuss, gefolgt von Bayern und Schleswig-Holstein (jeweils +8 000 Personen). Berlin (-12 000 Personen) sowie Thüringen (-6 000 Personen) und Nordrhein-Westfalen (-5 000 Personen) hatten die größten Wanderungsverluste.

NewsletterPost von der Redaktion EU-SchwerbehinderungKostenlos per E-Mail in Ihrem PosteingangNewsletter bestellen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Autor: Redaktion über ots – news aktuell

EU-Schwerbehinderung Tag: Nettozuwanderung, Deutschland, 2025, deutlich, gesunken, EUS, EUS-Nachrichten, Nachrichten, News, Behindertenpolitik, Inklusion, Teilhabe, Barrierefreiheit, Pflege, Schwerbehinderung, Behinderung, Gesundheit, Berichte, Informationen, Liveticker, Newsticker, Nachrichten-App, News-App, Medien, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Literatur

EU-Schwerbehinderung Nachrichtenmagazin

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Werbung unterstützt uns unsere journalistischen Inhalte anzubieten, zu finanzieren und zu verbessern.

Um diesen Artikel lesen zu können, müssen Sie der Werbung zustimmen.

Details zu Werbe- und Analyse-Trackern sowie zum jederzeit möglichen Widerruf finden Sie in unserer Datenschutzerklärung oder im Privacy Center am Ende jeder Seite.

Impressum – Datenschutz – Nutzungsbedingungen

Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

HINWEIS: Wird die Seite ‚inPrivat‘ oder im ‚Inkonito‘ Modus aufgerufen, kann die Seite bei einigen Browsern nicht angezeigt werden.

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.

Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Datenschutzeinstellung