Johanna Roth

Im Umgang mit Geflüchteten gleicht Europa immer mehr den USA. Was politisch schnelle Erfolge erzielen soll, ist schlussendlich ein Wettrennen in den Abgrund.

Schließen
Artikelzusammenfassung

Die Migrationspolitik wird zum Wettpinkeln: EU plant Abschiebezentren in Drittstaaten, ähnlich wie Trump es tat. Großbritannien wollte Bootsflüchtlinge nach Ruanda deportieren. Deutschland treibt ähnliche Pläne voran, um Abschreckung zu erreichen. Doch die Komplexität der Einwanderung lässt sich nicht einfach an die Außengrenzen verlagern. Die AfD feiert die Abschiebezentren im EU-Parlament und beeinflusst die Politik. Trumps Einwanderungspolitik dient als Warnung für Europa, das nun ähnliche Wege einschlägt.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

Gefällt mir

Gefällt mir

Gefällt mir nicht

Gefällt mir nicht

Send

Asylreform in der EU: Ein Asylzentrum in Albanien – betrieben von der italienischen Regierung

Ein Asylzentrum in Albanien – betrieben von der italienischen Regierung
© Adnan Beci/​AFP/​Getty Images

»Die Migrationspolitik ist zu einem Wettpinkeln geworden. Politiker wollen hart klingen und machen Vorschläge, die in Wirklichkeit kontraproduktiv sind.« So sagte es der niederländische Migrationsforscher Hein de Haas 2025 im ZEIT-Interview. Und er hat recht.

In dieser Woche einigten sich die EU-Institutionen darauf, im Rahmen einer neuen Rückführungsverordnung sogenannte return hubs in Drittstaaten zu erlauben. Die Idee dahinter ist folgende: Kann ein abgelehnter Asylsuchender nicht abgeschoben werden, weil es etwa kein entsprechendes Abkommen mit dem Herkunftsland gibt, sollen EU-Länder ihn künftig einfach woanders hin ausweisen dürfen. Infrage dafür kommen Länder wie Libyen oder Usbekistan, in denen Menschenrechte wenig gelten.