Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht das ganz anders. Für sie ist die geplante Streichung keineswegs „Bürokratieabbau“, sondern eine weitere wirtschaftliche Schwächung jener Milchviehbetriebe mit Weidehaltung, welche sich die Gesellschaft mehrheitlich wünscht. 

Die AbL kritisiert zudem, dass die geplante Streichung das genaue Gegenteil der gerade von CSU-Bundesminister Alois Rainer regelmäßig betonten Notwendigkeit, Planungssicherheit für Landwirte schaffen zu wollen, ist. Viele Weidehalterinnen und Weidehalter hätten seit 2024 mit den angekündigten Fördergeldern gerechnet und würden seither Jahr um Jahr vertröstet, moniert die Arbeitsgemeinschaft. 

Dass im Koalitionsvertrag der Bundesregierung eine Ausweitung der Förderung der Weidehaltung und auch Einkommensanreize für Klima-, Umwelt- und Tierwohlleistungen im Zuge der GAP angekündigt sind, klingt für AbL-Bäuerin Wosnitza wie „blanker Hohn“. „Wer so etwas sagt und dabei glaubhaft sein möchte, der streicht keine bundesweite Weideprämie“, findet sie.