Auch wenn es am Ende für den Nachwuchs der Crash Eagles eine Finalniederlage setzte, konnte sich der Kaarster Skaterhockey-Verein als Sieger fühlen. Denn für die Ausrichtung des U19-Europapokals gab es viel Lob. Und nicht nur die 600 Besucher des Finales sorgten für großartige Stimmung, auch während des gesamten Turniers herrschte eine tolle Atmosphäre in der Stadtparkhalle. Auch der Vorsitzende des internationalen Verbands IISHF war begeistert und wiederholte sein Lob der Vergangenheit. „Ihr könnt jederzeit Gastgeber sein“, sagte der Däne und forderte die Crash Eagles auf, auch in Zukunft internationale Turniere auszurichten.
Die von Coach Tim-Niklas Wolff und seinem Assistent Moritz Nowak gecoachten Crash Eagles spielten eine starke Gruppenphase und qualifizierten sich souverän für das Halbfinale. Dort ging es wie schon im ersten Gruppenspiel gegen die Gekkos Gerlafingen aus der Schweiz. Nach einem 4:2-Erfolg der Kaarster bei ihrem Turnierauftakt folgte nun mit 8:2 ein noch deutlicherer Sieg. Im Finale wartete in Gestalt des SHC Rossemaison nicht nur die nächste Mannschaft aus der Schweiz, die von einer stimmgewaltigen Fangemeinde begleitet wurde, sondern auch der Titelverteidiger.
Die Eidgenossen erwischten zwar den besseren Start und gingen in Überzahl durch Nico Seri in Führung, doch die Crash Eagles blieben dran und glichen zweimal durch Malte Fonken und Max Wrede, der zum Topscorer des Turniers wurde, zweimal aus. Als Rossemaison sich dann innerhalb von 56 Sekunden auf 4:2 absetzen konnte, war eine Vorentscheidung gefallen. Der Anschlusstreffer von Ben Schlösser kam zu spät.
Bemerkenswert war die Schweizer Dominanz bei dem Turnier. Denn auf dem dritten Rang landete Rolling Aventicum, während die deutschen Vertreter Krefeld (5.), Düsseldorf (7.) und Atting (8.) hinter den Erwartungen zurückblieben. Neben der Silbermedaille freuten sich die Adler, dass Matti Baumgarten als einziger Deutscher ins All-Star Team gewählt wurde. Aus der Schweiz waren Timo Schüppach (Gerlafingen) sowie Loan Vernier, Nico Seri und Maxime Depraz (allesamt aus Rossemaison) nominiert. Das untermauert die aktuelle Dominanz der Schweizer im Skaterhockey.