An zwei Tagen, vom 10. bis 11. Juni, nahmen fast 5.000 Cybersicherheitsexperten aus ganz Europa an Cyber ​​Europe 2026 teil, der größten Cybersicherheitsübung in der Geschichte der Europäischen Union (EU), die darauf abzielte, die Fähigkeit des Blocks zu testen, auf Angriffe auf kritische Verkehrsinfrastrukturen zu reagieren.

Laut dem VNA-Korrespondenten in Brüssel ist dies das achte Mal, dass die EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) die Übungsreihe CyberEurope organisiert hat.

Die alle zwei Jahre stattfindende Übung simuliert groß angelegte Cybersicherheitsvorfälle, die sich zu ausgewachsenen Krisen ausweiten, und testet die Fähigkeit der Teilnehmer, komplexe Situationen zu bewältigen und Informationen schnell auszutauschen.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Übung auf der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere auf dem Schienen- und Schifffahrtssektor, die als von außerordentlich hoher Bedeutung eingestuft wurden.

Das Szenario simuliert einen koordinierten Cyberangriff, der gleichzeitig europäische Eisenbahnnetze und Seehäfen lahmlegt, zu gravierenden Betriebsstörungen führt und sich zu einer landesweiten Cybersicherheitskrise in der EU ausweitet.

An der Übung nahmen Cybersicherheitsexperten aus dem öffentlichen und privaten Sektor, politische Entscheidungsträger, EU-Institutionen sowie Vertreter aus vier Nicht-EU-Partnerländern teil: Großbritannien, Norwegen, der Schweiz und der Ukraine.

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Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission (EK) und zuständig für technologische Souveränität und Sicherheit, wies darauf hin, dass der Transportsektor die Lebensader der Wirtschaft und des täglichen Lebens sei, aber gleichzeitig auch ein zunehmend attraktives Ziel für Cyberangriffe darstelle.

„Wenn Seehäfen oder Eisenbahnstrecken angegriffen werden, können die Folgen auch Handel, militärische Bewegungen und Krisenreaktion beeinträchtigen. Hybride Bedrohungen verwischen die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Infrastruktur. Daher ist Vorsorge unerlässlich“, betonte Frau Virkkunen und wies darauf hin, dass Cyberangriffe innerhalb von Sekunden Grenzen überschreiten können und Europa in der Lage sein muss, schnell zu handeln und sich mit seinen engsten Partnern abzustimmen.

Daten aus dem neuesten Cyber-Bedrohungsbericht der ENISA zeigen, dass der Transportsektor im Jahr 2024 der zweithäufigste angegriffene Sektor sein wird und 11 % aller registrierten Cybervorfälle ausmacht, wobei 15 % davon die EU betreffen.

In den vergangenen zwei Jahren blieb die Bedrohungslage für diesen Sektor weiterhin sehr hoch. ENISA stuft sowohl den See- als auch den Schienenverkehr als Risikozone ein, da die Entwicklung der Cybersicherheit mit dem kritischen Bedrohungsniveau nicht Schritt gehalten hat.

Diese beiden Branchen weisen einen ähnlichen Digitalisierungsgrad auf und stehen vor der gemeinsamen Herausforderung, veraltete Betriebssysteme in eine moderne Infrastruktur zu integrieren und gleichzeitig strenge Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards zu gewährleisten.

Laut ENISA ist Cyber ​​Europe 2026 auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil es sich um den ersten EU-weiten Test des Cybersicherheitsplans 2025 handelt, bei dem erstmals die Rollen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Parteien im Falle einer groß angelegten Cyberkrise klar definiert werden.

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Die Übung testete auch die Einsatzfähigkeit der EU-Cybersicherheitsreserve, eines Mechanismus, der gemäß dem Cyber-Links-Gesetz eingerichtet wurde. Diese Reserve setzt sich aus Spezialisten für die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle zertifizierter Sicherheitsdienstleister zusammen und kann im Notfall eingesetzt werden, wenn ein Mitgliedstaat einem Angriff ausgesetzt ist, der seine eigenen Reaktionskapazitäten übersteigt.

Die Ergebnisse von Cyber ​​Europe 2026 werden zusammengetragen, um den EU-Masterplan für Cybersicherheit zu stärken und das Management von Cyberkrisen in die umfassenderen Notfallreaktionsrahmen der Union zu integrieren.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/eu-dien-tap-kha-nang-ung-pho-tan-cong-mang-post1116043.vnp