Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident António Costa im französischen Évian-les-Bains im Vorfeld des G7-Gipfels erklärte Ursula von der Leyen, die EU-Sanktionen seien darauf ausgelegt, konkrete Bedenken auszuräumen und könnten erst aufgehoben werden, wenn sich die Praktiken Irans deutlich änderten. Ziel der Sanktionen sei es, Verhaltensänderungen zu fördern. Daher werde eine Lockerung oder Aufhebung dieser Maßnahmen erst dann in Betracht gezogen, wenn Iran glaubwürdige und überprüfbare Veränderungen nachweise.

Die Erklärung erfolgte, nachdem die Präsidentin der Europäischen Kommission das neu verkündete Abkommen zwischen den USA und dem Iran begrüßt und betont hatte, dass die effektive Umsetzung des Abkommens nun oberste Priorität habe. Sie deutete an, dass das Abkommen zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten beitragen könne, und forderte die Gewährleistung der Schifffahrtsfreiheit auf strategischen Seewegen, einschließlich der Straße von Hormus, um die globale Wirtschaftsstabilität zu unterstützen.

Der Präsident der Europäischen Kommission warnte zudem davor, dass Energie wiederholt als Instrument geopolitischen Drucks eingesetzt wurde, und erklärte, die EU diversifiziere weiterhin ihre Bezugsquellen und baue alternative Exportwege aus, um strategische Risiken zu mindern.

Das US-Militär gab unterdessen bekannt, dass die Blockade iranischer Häfen bis zum geplanten Waffenstillstand am 19. Juni in Kraft bleibt. Laut der Mitteilung ist der gesamte Verkehr von und zu iranischen Häfen bis auf Weiteres eingeschränkt.

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