Verleihung 2027 in Bern | 17. Juni 2026
Das European Museum Forum (EMF) hat die Preisträger des European Museum of the Year Award (EMYA) 2026 bekannt gegeben: Gleich drei Schweizer Museen wurden gewürdigt – ein Ergebnis, das die Qualität und die internationale Ausstrahlung der hiesigen Museumslandschaft eindrücklich bestätigt. Und: 2027 ist das Museumsquartier Bern Gastgeber vom europäischen Preis.

Zwar dieses Jahr nicht prämiert, ist aber nächstes Jahr Schauplatz der Europäischen Museumspreise: Das Museumsquartier samt dem Historischen Museum.Foto: Keystone
Mit dem Portimão-Preis für Willkommenskultur, Inklusion und Zugehörigkeit wurde das Museo della civiltà contadina (Museum of the Rural Civilisation of Mendrisiotto) in Stabio im Tessin ausgezeichnet. Die Jury würdigte ein Haus, in dem sich Besucherinnen und Besucher frei bewegen, verweilen und mitwirken können, schreiben die Verantwortlichen.
Das Museum vermittelt lokales Erbe und Alltagskultur so, dass generationenübergreifendes Entdecken möglich wird – mit zugänglichen Vermittlungsebenen und Mitmach-Stationen, die zum gemeinsamen Erkunden einladen.

Ein Ausflug wert ins Tessin: Das Museum in Stabio hat den diesjährigen Europäischen Museumspreis gewonnen.Foto: Museo della civiltà contadina
Auch das Cern Museum und Kunsthaus in Basel prämiert
Darüber hinaus sprach die Jury zwei der insgesamt sechs Special Commendations an Schweizer Institutionen aus: an das Cern Science Gateway in Meyrin sowie an das Kunsthaus Baselland in Münchenstein/Basel. Diese Anerkennungen gehen an Häuser, die in einzelnen Bereichen ihres öffentlichen Wirkens neue und innovative Ansätze entwickelt haben, von denen andere europäische Museen lernen können.

Im Museum in Stabio vermitteln die Verantwortlichen Wissen auf direkteste Weise.Foto: Museo della civiltà contadina
Weitere Schweizer Nominationen für EMYA2026: MuMAPS. musée de la mécanique d’art et du patrimoine de Sainte-Croix, Sainte-Croix; Musée du Ski – Le Boéchet, Les Bois; La Muette – espaces littéraires, Pully; Museum Henry Dunant, Heiden. Den Hauptpreis, den European Museum of the Year Award, erhielt in diesem Jahr Den Gamle By. National Open-Air Museum of Urban History and Culture im dänischen Aarhus, das den Typus des Freilichtmuseums als lebendige Plattform für Dialog, Reflexion und Handeln neu denkt.
Die diesjährige Ausgabe stand unter dem Leitthema «Disrupting the Museum: Inclusion for All» und versammelte 34 nominierte Häuser aus ganz Europa.
Zufriedene Schweizer Verbände
Für VMS und ICOM Schweiz unterstreichen die Auszeichnungen, wie wirkungsvoll Schweizer Museen aktuelle gesellschaftliche Fragen – von Inklusion über Wissensvermittlung bis zu Nachhaltigkeit – aufnehmen und mit ihren Gemeinschaften gestalten. «Dass gleich drei Schweizer Museen in Bilbao gewürdigt wurden, zeigt die Vielfalt und die hohe Qualität unserer Museumslandschaft. Diese Häuser leben vor, wie Museen heute Begegnungsorte und Orte des gemeinsamen Lernens sein können», sagt Jacqueline Strauss, Präsidentin ICOM Schweiz und Vorstandsmitglied Museumsquartier Bern.
Über VMS und ICOM Schweiz
Der Verband der Museen der Schweiz (VMS) und ICOM Schweiz – Internationaler Museumsrat vertreten die Interessen der Museen in der Schweiz und setzen sich für die Qualität, Sichtbarkeit und Weiterentwicklung des Museumssektors ein. Beide Organisationen werden vom gemeinsamen Sekretariat museums.ch in Zürich geführt.
2027: Bern wird zum Zentrum der europäischen Museumswelt
Mit besonderer Freude blicken die drei Absender der Medienmitteilung auf das kommende Jahr: Der European Museum of the Year Award (EMYA) findet vom 26. bis 30. Mai 2027 in Bern statt. Das European Museum Forum bringt die Jubiläumsausgabe gemeinsam mit dem Museumsquartier Bern in die Schweizer Hauptstadt – 2027 feiert EMYA sein 50-jähriges Bestehen und damit ein halbes Jahrhundert der Auszeichnung von Exzellenz, Innovation und öffentlicher Qualität europäischer Museen. Bern, als Zentrum des politischen Lebens der Schweiz, wird so zum Treffpunkt der europäischen Museumsgemeinschaft.
Gastgeber der 50. Ausgabe ist das Museumsquartier Bern, dessen elf Institutionen Kultur, Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Innovation unter einem Dach vereinen. Mit über 520’000 Besucher:innen pro Jahr zählt es zu den meistbesuchten Kulturorten der Schweiz. Die Ausrichtung von EMYA2027 bietet Bern und seinen Kulturinstitutionen eine internationale Plattform und erwartet Gäste aus der gesamten europäischen und schweizerischen Museumslandschaft. Neben dem Fachprogramm ist ein vielfältiges Angebot für das lokale Publikum vorgesehen.