Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehört zum außenpolitischen Selbstverständnis vieler westeuropäischer Staaten die Überzeugung, dass sich Konflikte am besten durch Gespräche einhegen lassen. Wo immer sich ein diplomatisches Fenster öffnet, muss es genutzt werden – besonders im Nahen Osten und dort vor allem im Verhältnis zur Islamischen Republik Iran. Vom Atomabkommen bis zu neuen Gesprächsformaten zieht sich dieser Ansatz wie ein roter Faden durch die europäische Außenpolitik: Stabilität entstehe eher durch Verhandlungen als durch Konfrontation.