„Hilft, Russland über Wasser zu halten“
Vor Importverbot: EU-Länder erhöhen LNG-Käufe aus Russland
13.07.2026 – 10:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Ab November 2027 gilt in der EU ein vollständiges Importverbot für Flüssigerdgas (LNG) aus Russland. (Archivbild) (Quelle: Stefan Sauer/dpa/dpa-bilder)
Ab dem kommenden Jahr dürfen EU-Länder kein flüssiges Erdgas aus Russland mehr kaufen. Zuletzt stiegen die Käufe in Europa noch einmal deutlich an.
Staaten aus der EU haben ihre Käufe von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Russland zuletzt deutlich gesteigert. Zwischen Januar und Juni zahlten die EU-Länder rund 5,96 Milliarden Euro für LNG von der russischen Arktis-Halbinsel Jamal, berichtet die Umwelt-NGO Urgewald unter Berufung aus Kpler-Daten.
136 von 140 Lieferungen in dem Zeitpunkt gingen an europäische Häfen, vor allem nach Frankreich, Belgien und Spanien. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Menge um 16 Prozent an. Rund 60 Prozent der gesamten russischen LNG-Experten stammen von Jamal.
Der Anstieg fällt in eine Zeit, in der sicht die EU eigentlich auf ein vollständiges Verbot russischer LNG-Importe ab 2027 vorbereitet. Sebastian Rotters, Sanktionsexperte bei Urgewald, betont: „Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine hilft die EU immer noch dabei, Russlands arktischen LNG-Sektor über Wasser zu halten.“
