Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukrainer schießen Helikopter mit Drohne ab
Von J. Seiferth, T. Schibilla, F. Michalski, C. Cöln, J. Hartung, M. Küper, S. Cleven, C. Siemer, P. Riesbeck, A. Janzen, T. Wanhoff, M. Kloft, J. Fischer
Aktualisiert am 15.07.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 17 Min.
Kurz vor dem Einschlag: Dieses Foto stammt aus der Videoaufzeichnung der Drohne, kurz bevor sie den russischen Kampfhubschrauber trifft. (Quelle: Robert Magyar/Telegram)
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Die EU will den Schutz für wehrpflichtige Ukrainer einschränken. Ukrainische Drohnen schießen einen russischen Helikopter ab. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ukrainer schießen Kampfhubschrauber mit Drohne ab
Die ukrainischen Streitkräfte melden den Abschuss eines russischen Kampfhubschraubers vom Typ Mi-28 in der russischen Grenzregion Belgorod. Nach Angaben der ukrainischen Drohnenstreitkräfte sei der Hubschrauber am Mittwoch nahe dem Ort Wjasowoje von einer Drohneneinheit getroffen worden. Ein von der Ukraine veröffentlichtes Video soll den Einsatz zeigen. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt bislang nicht vor.
Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, veröffentlichte Aufnahmen des Vorfalls auf Telegram. Weitere Details zum eingesetzten Drohnentyp, zum Schicksal der Besatzung oder zum Ausmaß der Schäden nannte die ukrainische Seite nicht. Das russische Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Der Mi-28 zählt zu den wichtigsten russischen Kampfhubschraubern und wird im Angriffskrieg gegen die Ukraine unter anderem zur Bekämpfung von Bodenzielen eingesetzt. Ukrainische FPV-Drohnen haben sich in den vergangenen Monaten zunehmend auch für niedrig fliegende Luftziele als Bedrohung erwiesen.
Moskau will Sprit für Lebensmittellieferanten priorisieren
Die russische Regierung will angesichts landesweiter Kraftstoff-Engpässe die bevorzugte Belieferung von Lebensmittel-Transporten mit Benzin und Diesel sicherstellen. „Das ist wichtig, um zu verhindern, dass Lebensmittel verderben“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak am Mittwoch in Moskau. Daher sei besprochen worden, die Kraftstoffversorgung für Lieferanten der großen Einzelhandelsketten zu priorisieren. Damit sollen auch zusätzliche Kosten vermieden werden, die die Verbraucherpreise hochtreiben könnten.
Hintergrund der Engpässe sind ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Energie-Infrastruktur und Ölraffinerien. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters und zweier Branchen-Insider zufolge ist die russische Benzinproduktion dadurch auf rund 65 Prozent des saisonalen Durchschnittsverbrauchs gefallen.
Der zur Bewältigung der Krise eingerichtete Krisenstab der Regierung erörterte den Angaben nach auch die Dieselversorgung für die Landwirtschaft. Die russische Zentralbank hat bereits erklärt, dass der Produktionsrückgang das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal beeinträchtigt haben dürfte.
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