
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron schütteln sich nach einer Pressekonferenz auf Schloss Augustusburg in Brühl am 17. Juli 2026 die Hände. Foto: Reuters.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Deutschland am 17. Juli bekräftigten der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron ihr Engagement für eine verstärkte Verteidigungszusammenarbeit mit dem Ziel, ein sicherheits- und verteidigungsunabhängigeres Europa aufzubauen.
Ministerpräsident Merz betonte: „Wir tun, was notwendig ist, um unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unsere kollektiven Verteidigungsfähigkeiten zu schützen.“
Beide Seiten gaben eine Liste neuer Kooperationsziele bekannt, darunter die Entwicklung von Raketenabwehrsystemen und Fähigkeiten für Langstreckenangriffe.
Die beiden Staatschefs drängten auch weiterhin auf Vorschläge zur nuklearen Abschreckungskooperation zwischen Frankreich und Deutschland, angesichts wiederholter Signale aus Washington, dass es seine Verteidigungsverpflichtungen in Europa reduzieren würde.
Herr Merz erklärte, der Kooperationsprozess werde schrittweise umgesetzt und könne künftig zur Entwicklung einer neuen Doktrin führen, es sei aber noch zu früh für Schlussfolgerungen. Er betonte, dass jegliche neue Kooperationsmechanismen die bestehenden NATO-Abkommen ergänzen und nicht ersetzen würden.

Frankreich und Deutschland bauen ihre Verteidigungszusammenarbeit im Zuge des europäischen Strebens nach größerer militärischer Autonomie aus. Foto: Reuters.
Mit Blick auf das Programm „Future Combat Air System“ (FCAS) erklärte Präsident Macron, dass das Projekt trotz der Einstellung des gemeinsamen Kampfflugzeugentwicklungsplans fortgesetzt werde. Laut Macron würden wichtige Komponenten wie cloudbasierte Gefechtsinformationssysteme und andere Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Rüstungsunternehmen beider Länder weiterentwickelt.
Während der Pressekonferenz kritisierten sowohl Ministerpräsident Merz als auch Präsident Macron Chinas Industriepolitik und argumentierten, dass Peking sich nicht an internationale Handelsregeln halte.
Laut Merz ist Chinas Unterstützung für die Industrie mindestens achtmal höher als der Durchschnitt der Länder in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), während der unterbewertete Yuan die europäische Wirtschaft erheblich unter Druck setzt.
Die deutsche Bundeskanzlerin bekräftigte, dass sie keinen Handelskrieg wolle und dem Dialog mit China über Wechselkurse und Überkapazitätsfragen höchste Priorität einräume.
Bich Hong
Quelle: Reuters
Quelle: https://baothanhhoa.vn/duc-phap-tang-cuong-hop-tac-quoc-phong-thuc-day-chau-au-tu-chu-ve-an-ninh-294947.htm