
AliExpress, die Plattform des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba, wurde in der EU wegen Produktfälschungen mit einer Rekordstrafe von 550 Millionen Euro belegt. Foto: Jakub Porzycki/NurPhoto.
Dies ist die höchste Geldstrafe, die die EU-Kommission seit Inkrafttreten des Digital Services Act (DSA) verhängt hat. Ziel des DSA ist es, die Verantwortung der großen Online-Plattformen bei der Kontrolle illegaler Inhalte und Produkte im Internet zu stärken.
Laut EU-Kommission hat AliExpress seine Verpflichtungen zur Bewertung und Minderung der Risiken des Vertriebs urheberrechtswidriger Produkte auf seiner Plattform nicht vollständig erfüllt. Die europäische Regulierungsbehörde erklärte, dass viele Artikel wie gefälschte Kleidung, Kosmetika, unsicheres Spielzeug und verbotene Produkte wochenlang weiterverkauft wurden, bevor sie entdeckt und entfernt wurden.
Die Europäische Kommission kritisierte zudem das Produktempfehlungs- und Werbesystem von AliExpress, da es den Zugang der Nutzer zu illegalen Waren potenziell erleichtere. Darüber hinaus wurde der Markenlizenzierungsmechanismus der Plattform, der eigentlich der Bekämpfung von Produktfälschungen dienen sollte, als ineffektiv, unterbesetzt und von Verkäufern leicht ausnutzbar zur Umgehung von Vorschriften eingestuft.
Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Technologie, Henna Virkkunen, betonte, dass das Auftreten von gefälschten Waren, gefährlichem Spielzeug oder giftigen Kosmetika auf Online-Plattformen „nicht der unvermeidliche Preis des Online-Shoppings ist, sondern ein Zeichen dafür, dass Unternehmen ihren rechtlichen Verpflichtungen nicht vollständig nachkommen.“

Laut Beschluss der EU-Kommission hat AliExpress bis zum 20. Oktober 2026 Zeit, einen Plan zur Behebung der Verstöße vorzulegen. Foto: Reuters.
Laut Beschluss der EU-Kommission hat AliExpress bis zum 20. Oktober 2026 Zeit, einen Plan zur Behebung der Verstöße vorzulegen. Sollte die Regulierungsbehörde feststellen, dass die Maßnahmen den Anforderungen nicht genügen, drohen der Plattform weitere Strafen.
AliExpress, eine der größten E-Commerce-Plattformen Europas mit rund 193 Millionen Nutzern, kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen und argumentierte, die Geldstrafe sei „unverhältnismäßig“. Das Unternehmen betonte, es habe ein Risikomanagementsystem aufgebaut und seine Kontrollmaßnahmen proaktiv verbessert, wie von der EU gefordert.
Ngoc Lien
Quelle: Reuters/DW.
Quelle: https://baothanhhoa.vn/aliexpress-linh-an-phat-ky-luc-tai-eu-vi-hang-gia-295345.htm