Schreckliche, gigantische Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien: Hier kämpfen die Kräfte gegen die Flammen in französischer Gironde. – Foto: picture alliance / MAXPPP | GUILLAUME BONNAUD
REGION
Menschen werden evakuiert – Ihr auch?
27.07.26 – Dunkle Rauchwolken und meterhohe Flammen erstrecken sich über große Teile europäischer Länder – ein absolutes Horrorszenario im lang ersehnten Sommerurlaub. In Frankreich, Spanien und Italien treiben schreckliche Waldbrände aktuell immer mehr Menschen in die Flucht. Laut mehreren Medienberichten mussten in Frankreich und Spanien über 300.000 Menschen wegen der Flammen ihre Häuser verlassen – darunter auch zahlreiche Touristen.
Nach intensiven Hitzewellen seit Ende Juni nahmen die Großbrände in Frankreich, Spanien und Italien ihren verheerenden Lauf. Besonders betroffen sind französische Teile an der Atlantikküste, wie beispielsweise Bordeaux, in Spanien vor allem Madrid, aber auch Teile der Provinz Ávila, und die Feuer an Italiens Adriaküste erfassen inzwischen zusätzlich das südliche Molise. Auch jetzt sind die Feuer vielerorts noch außer Kontrolle.
Einige französische Gebiete grenzen direkt an Pinienwälder – sie befinden sich …Symbolfotos: O|N/Henrik Schmitt
Kein rettendes Ende in Sicht
Italienische Urlauber mussten Campingplätze und Strandbäder verlassen, zudem wurden 21 Bewohner eines Pflegeheims in Sicherheit gebracht. Wegen der dichten Rauchentwicklung haben die Behörden sowohl die Küstenstraße als auch die Bahnstrecke entlang der Adria gesperrt – Hunderte Reisende sitzen fest.
Bürgermeister von Bordeaux, Thomas Cazenave, ist der Meinung, im Kernort müsse es aktuell keine Evakuierungen geben – dafür aber in Teilen vor der Metropolregion. Einige dortige Gebiete grenzen direkt an Pinienwälder – sie befinden sich also in unmittelbarer Nähe der Flammen. Dank ein wenig Regen kommt es am Montag zu kurzen Atempausen für die betroffenen Menschen und die Rettungskräfte, aber ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. So soll bereits am Mittwoch die nächste Hitzewelle folgen. Für die Einsatzkräfte bedeutet das: weiterkämpfen – ohne gute Aussichten.
Hessens Europaminister Manfred Pentz (CDU): „Unsere Solidarität gilt den Menschen …
Gegenüber OSTHESSEN|NEWS äußerte sich auch Hessens Europaminister Manfred Pentz (CDU) am Montagvormittag zu den Waldbränden in der Partnerregion: „Mit großer Sorge verfolgen wir die verheerenden Waldbrände in der Nouvelle-Aquitaine. Unsere Solidarität gilt den Menschen vor Ort und allen Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen kämpfen. Hessen und die Nouvelle-Aquitaine verbindet eine enge Freundschaft. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, was diese Partnerschaft bedeutet: füreinander da sein und fest an der Seite unserer französischen Freunde stehen – über Grenzen hinweg.“
Ähnlich entwickelt es sich derzeit in der spanischen Hauptstadt Madrid. Auch hier sind die Kräfte bei den meterhohen Flammen vor große Herausforderungen gestellt. Es bleibt wahnsinnig schwer, gegen das Feuer und den dichten Rauch anzukommen. In der Provinz Ávila sind bereits 50.000 Hektar verbrannt – und auch hier ist kein Ende in Sicht. Durch die Witterungen wird es eher schlimmer. Hier wird ebenfalls eine weitere Hitzewelle erwartet und zusätzlich bleibt es windig. Der spanische Katastrophenschutz warnt vor starken Windböen, die die Bekämpfung der Waldbrände in den Regionen Ávila und Madrid am Montag erheblich erschweren könnten. In Verbindung mit diesen schrecklichen Bränden spricht der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vom schlimmsten Feuer in der Geschichte Spaniens.
Sind auch Sie von den Flammen oder Evakuierungen betroffen?
Teilen Sie Ihre Erlebnisse
Bei all diesen schrecklichen Erlebnissen haben die Feuer allein in Zentralspanien bereits zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. In Frankreich und Spanien mussten inzwischen mehr als 300.000 Menschen wegen der schweren Waldbrände ihre Häuser verlassen. Rund 30.000 weitere wurden aufgefordert, in ihren Wohnungen Schutz zu suchen. Neben den Einheimischen sitzen auch zahlreiche Urlauber in Notunterkünften fest.
Sind auch Sie von den Flammen oder Evakuierungen betroffen? Dann schicken Sie uns Eure Erlebnisse und Fotos (Querformat) an [email protected]. Inmitten all der Unsicherheit wünschen wir Euch und Euren Liebsten, dass Sie gut durch diese herausfordernde Zeit kommen und schnell wieder ein Stück Normalität zurückgewinnen. (mis) +++
![]()



