Newsblog zum Krieg in der Ukraine

EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg

Von T. Schibilla, J. Seiferth, F. Michalski, M. Lattemann, M. Küper, C. Siemer, C. Cöln, A. Janzen, T. Wanhoff, S. Cleven, J. Hartung, J. Fischer

Aktualisiert am 30.07.2026 – 15:08 UhrLesedauer: 18 Min.

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Ein ukrainischer Soldat (Symbolbild): Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln. (Quelle: Iryna Rybakova/dpa)

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Brüssel reagiert auf eine Bitte aus Kiew. Die Ukraine trifft erneut ein Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Insider: Russland nutzte wahrscheinlich nordkoreanische Rakete

Bei dem nächtlichen russischen Angriff auf Krywyj Rih wurde zwei Insidern zufolge wahrscheinlich eine nordkoreanische Rakete eingesetzt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Es wäre das erste Mal seit fast einem Jahr, dass eine solche Waffe in diesem Krieg abgefeuert wurde.

Bei dem Angriff kam eine Familie in der Nähe der ukrainischen Stadt ums Leben. Russland habe zwar bereits zuvor nordkoreanische Raketen auf ukrainische Ziele abgefeuert, fügte einer der Insider hinzu. Doch ihr Einsatz nach einer langen Pause deute darauf hin, dass Moskau über neue Waffenvorräte verfüge, auf die es bei den verstärkten Angriffen auf die Ukraine zurückgreifen könne.

EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg

Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte.

Hintergrund der Entscheidung ist der Bedarf der Ukraine an Soldaten. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mobilisiert die Ukraine monatlich bis zu 34.000 Mann. Wegen der hohen Zahl von Fahnenflüchtigen kann die Armee ihre Verluste damit jedoch kaum ausgleichen. Nach früheren Angaben des ehemaligen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow fahndet die Ukraine nach mehr als zwei Millionen Wehrpflichtigen.

Die EU-Kommission folgt nach eigenen Aussagen vor allem einer Bitte der Ukraine, die aber auch Deutschland und andere Mitgliedsländer befürworteten. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte gesagt, das Thema sei ausführlich mit der ukrainischen Seite besprochen worden. Künftig sollen nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind. Wer in der Ukraine wegen des Krieges hingegen einem Ausreiseverbot unterliegt, soll es in der EU deutlich schwerer haben, Schutz zu bekommen.

Leere Kriegskassen: Russland verkauft tonnenweise Gold

Weltweit haben Zentralbanken im zweiten Quartal mehr Gold gekauft als im ersten Quartal. Vor allem Russland wollte Teile seiner Reserven loswerden. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Nato-Mission: Türkei stationiert fünf Kampfjets in Estland

Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat die Nato ihre Präsenz an der Nato-Ostflanke verstärkt. Nun übernimmt die Türkei die Mission. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Tusk: Offenbar russische Rakete in Polen niedergegangen

Bei dem im Osten Polens niedergegangenen Flugobjekt handelt sich dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk zufolge offenbar um eine russische Rakete. „Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine russische ballistische Rakete vom Typ Kh-101 handelte“, sagt Tusk. „Aber wir wollen hundertprozentig sicher sein, um welchen Raketentyp es sich handelt und wer sie abgefeuert hat.“