08:32 Uhr – Samstag, 01. August

Die Spanische Bischofskonferenz hat die Migrationspolitik der aktuellen Regierung verteidigt. Die Linksregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte zuvor bis rund 1,2 Millionen illegalen Migranten in einem außerordentlichen Legalisierungsprozess ein Aufenthalts- und Arbeitsrecht gegeben. Damit habe die Regierung „verantwortungslos“ einen „Magnet-Effekt“ ausgelöst, so die rechtskonservativen Oppositionsparteien.

„Die Ereignisse in Ceuta stehen in keinem Zusammenhang mit dem außerordentlichen Regularisierungsprozess, der sehr positiv und notwendig war“, erklärte nun aber Fernando Redondo, Migrationsdirektor der Spanischen Bischofskonferenz, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Regularisierung war zeitlich auf wenige Monate begrenzt, gilt nur für Personen, die bereits vor dem 31. Dezember in Spanien lebten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie etwa die Mindestaufenthaltsdauer und Straffreiheit.

Die Menschen, die jetzt nach Ceuta gelangten, könnten deshalb von dieser Regelung gar nicht profitieren, so der Migrationsverantwortliche der Bischofskonferenz.