Bericht über amerikanische Kriegsschiffe
US-General in Europa äußert brisante Warnung
Aktualisiert am 02.08.2026 – 06:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Das amerikanische Kriegsschiff „USS Rafael Peralta“ im Nahen Osten: Ein General soll jetzt gewarnt haben, dass die USA nicht genügend Luftabwehr haben. (Quelle: IMAGO/Us Navy/Us Navy/imago)
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Im Iran-Krieg fehlt es den USA offenbar nicht nur an Munition. Ein General soll sich auch Sorgen um die Stationierung von Kriegsschiffen machen.
Die USA können Israel offenbar mit der derzeitigen Präsenz im Nahen Osten kaum noch vor iranischen Raketenangriffen schützen. Der US-General Alexus Grynkewich, Chef der US-Truppen in Europa, soll in einem Brief an die Führung im Pentagon gewarnt haben, dass es nicht genügend Kriegsschiffe in der Krisenregion gebe, wie die „Washington Post“ berichtet.
Während Israel zwar eigene Flugabwehr hat, hauptsächlich den „Iron Dome“, haben US-Streitkräfte in den vergangenen Monaten immer wieder iranische Raketen von Schiffen aus zerstört. Alexus Grynkewich soll gewarnt haben, dass er bald die Verteidigung Amerikas dem Schutz Israels vorziehen müsse, so die Zeitung. Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind seit Wochen ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump hat mit erneuten Angriffen gedroht.
Munition wird knapp
Munitionsmangel: Keine Priorität im Pentagon?
In den vergangenen Wochen hat es mehrfach Spekulationen über die Menge an Munition gegeben, die im Iran-Krieg verschossen wurde – und wie viele Raketen sich noch in Depots der USA befinden. Das amerikanische Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) sieht neben dem Iran-Krieg auch veränderte Produktionsbedingungen als Grund für den Munitionsmangel. So sei die Produktion nach dem Kalten Krieg heruntergefahren worden, außerdem räume das Pentagon dem Nachschub nicht genügend Priorität ein. Mit der Ukraine-Hilfe und den Kriegen im Nahen Osten sei der Bestand stark dezimiert worden.
Vor allem die US-Navy ist betroffen, weil sie zum einen zum Schutz Israels und für Angriffe auf den Iran eingesetzt wird, zum anderen aber auch in der Straße von Hormus, um Tanker zu begleiten und Schiffe mit Kurs auf iranische Häfen zu blockieren. Hinzu kommt die Abwehr von Angriffen der jemenitischen Huthi-Terroristen.
Bald sechs Zerstörer im Mittelmeer
Die Missionen im Bereich des Mittelmeers werden vom europäischen US-Kommando koordiniert, dem Grynkewich, vorsteht. Zu seiner Aufgabe gehört aber auch der Schutz vor möglichen Angriffen auf Europa, zum Beispiel durch Russland.
Die US-Marine verfügt laut der „Washington Post“ über fünf Zerstörer im Mittelmeerraum, die von einem Hafen in Rota, Spanien, aus im Einsatz sind; ein sechster soll noch in diesem Jahr dort eintreffen. Doch aufgrund vieler Einsätze im Iran-Krieg haben sich Wartungsprobleme angehäuft, so die Pentagon-Insider. Derzeit seien zwei Zerstörer im Mittelmeer unterwegs, drei seien im Hafen. Außerdem befinden sich die Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“ und die „USS Abraham Lincoln“ in der Nahost-Region, sowie 15 weitere Kriegsschiffe, elf davon Zerstörer.
Tom Karako, Leiter des Bereichs Raketenabwehr beim CSIS, sagte der „Washington Post“, die von Grynkewich ausgesprochene Warnung verdeutliche das Ausmaß der Herausforderungen, vor denen das Pentagon stehe. „Die Aufrechterhaltung der Kriegsbereitschaft wird sich negativ auf die Einsatzbereitschaft und die Munitionsvorräte auswirken“, sagte er. „Nun stellt sich die Frage: Wie sieht die Strategie hier aus?“

