Astrolight entwickelt Laserkommunikationstechnologien, die es Kunden ermöglichen soll, leistungsstarke Satellitenkommunikationsnetze aufzubauen.

Astrolight entwickelt Laserkommunikationstechnologien, die es Kunden ermöglichen soll, leistungsstarke Satellitenkommunikationsnetze aufzubauen.

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Die Satellitentechnologie wird zunehmend für militärische und zivile Zwecke wichtig.
Laurynas Mačiulis von Astrolight betont die Abhängigkeit von Satellitenkommunikation in Krisenzeiten.
Europa benötigt mehr Anbieter, um Risiken durch monopolartige Strukturen zu vermeiden.

Satellitentechnologie ist seit Langem Teil des Alltags geworden. Auch aus sicherheitspolitischer und militärischer Sicht gewinnt Satellitenkommunikation eine große Bedeutung. Vor allem der Ukraine-Krieg sei eine Lehre dafür, wie wichtig ausfallsichere Vernetzung in Krisenzeiten sein könne. „Die Satellitenkommunikation bietet eine Vernetzung, die unabhängig von terrestrischen Infrastrukturen ist, die bei bewaffneten Konflikten oder Naturkatastrophen gestört oder zerstört werden können“, erklärt Laurynas Mačiulis im Gespräch mit BUSINESS INSIDER (BI). Er ist CEO von Astrolight, einem litauischen Technologieunternehmen für Laserkommunikation im All.

„Viele Menschen unterschätzen, wie sehr das moderne Leben bereits von der Satellitentechnologie abhängt. Wettervorhersagen, Erdbeobachtung, Navigationsdienste und kritische Kommunikationssysteme stützen sich alle in hohem Maße auf weltraumgestützte Infrastruktur.“

Satellitenkommunikation wird wichtiger in Kriegszeiten

Da sich die Satellitenkommunikation zu einem leistungsstarken Medium für den Informationsaustausch und die Ermöglichung neuer Funktionen in kommerziellen, militärischen und gesellschaftlichen Anwendungen entwickelt, wird sie jedoch auch zu einem potenziellen Ziel für Gegner. Sie kann laut Mačiulis zu einem zunehmend attraktiven Ziel für Störmaßnahmen werden.

Europas Satellitentechnologie muss resilienter werden, findet Laurynas Mačiulis, CEO von Astrolight.

Europas Satellitentechnologie muss resilienter werden, findet Laurynas Mačiulis, CEO von Astrolight.

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Herausforderungen der Satellitenkommunikation

Unter anderem bereitet den Experten Sorge, dass Europa bei der Satellitenkommunikation noch kein vergleichbares Alternativ-Modell zu Starlink hat. „Die Abhängigkeit von einem einzigen marktbeherrschenden Anbieter birgt strategische Abhängigkeiten und Risiken“, warnt Mačiulis. Nach Einschätzung des CEOs gibt es keinen alternativen Anbieter, der in Bezug auf Abdeckung, Leistung und Umfang mit Starlink mithalten könne.

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Die Herausforderungen gehen jedoch über potenzielle elektronische Störungen hinaus. Hybride Bedrohungen bis hin zu umfassenderen langfristigen Problemen wie Überlastung und Weltraumschrott stellen Probleme für die Sicherheit der Satellitenkommunikation dar.

Um vor allem die Störanfälligkeit der Netzwerke zu reduzieren, müsse Europa über eine Kommunikationsinfrastruktur verfügen, die auch dann weiter funktioniert, wenn Satelliten ausgefallen sind. „Es bedarf mehr Anbieter, mehr Betreiber, größerer Souveränität und eines breiteren Spektrums an Kommunikationstechnologien, die widerstandsfähiger gegen potenzielle Störungen durch elektronische Kriegsführung sind“, resümiert Mačiulis.

Unternehmen Astrolight setzt auf Lasertechnologie

Mit dem wachsenden Datenverkehr zwischen Erde und Weltraum könnten klassische Funkverbindungen zudem langfristig an ihre Grenzen stoßen. Nicht nur auf der Erde muss die Satellitenkommunikation resilienter werden, auch im Weltall besteht Gefahr für Störungen, da selbst die Satellitenverbindung zum Ziel werden kann. Mačiulis sieht deshalb in optischer Kommunikation auf Laserbasis eine wichtige Ergänzung für künftige Satellitennetze. Damit ist eine Übertragung von Daten mithilfe von Licht gemeint.

„Da der Datenverkehr zwischen Erde und Weltraum weiter zunimmt, werden allein die Funkverbindungen irgendwann zu einem Engpass werden“, so der Experte. „Die optische Kommunikation kann künftige Kapazitätsengpässe erheblich verringern und eine Kapazität bieten, die mit terrestrischen Glasfasernetzen vergleichbar ist“, so Mačiulis.

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Sein Unternehmen Astrolight entwickelt derzeit zudem wichtige Laserkommunikationstechnologien, die es Betreibern, Regierungen und kommerziellen Akteuren ermöglichen, leistungsstarke Satellitenkommunikationsnetze aufzubauen. Ein Beispiel sei eine neue Lösung, die das litauische Unternehmen für Schiffe entwickelt habe – zunächst mit Schwerpunkt auf Verteidigungsanwendungen. Diese Technologie ermögliche auch in Störungsszenarien eine Hochgeschwindigkeitsverbindung über Laserverbindungen.

Astrolight setzt auf Lasertechnologien.

Astrolight setzt auf Lasertechnologien.

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CEO zeigt Optimismus für Europas Satellitennetzwerk

Trotz der aktuellen Dominanz von Starlink zeigt sich Mačiulis optimistisch, dass künftig auch in Europa ein starker kommerzieller Anbieter entstehen könnte. Sinkende Startkosten, rückläufige Kosten für Satellitentechnologie und zunehmende Aktivitäten in der Branche könnten künftig die Chancen für stärkere europäische Wettbewerber öffnen, so Mačiulis. „Ich glaube, es gibt Anzeichen dafür, dass die Branche aktiver wird. Europa wird auch einen Marktführer haben, der in der Lage wäre, mit Starlink zu konkurrieren.“

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Astrolight stellt Technologien bereit, damit andere Organisationen Satellitenkommunikationsnetzwerke aufbauen können.

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Mačiulis sieht sein Unternehmen nicht als direkten Konkurrenten von Starlink. Er betont: „Unser Ziel ist es, Basistechnologien bereitzustellen, die es anderen Organisationen ermöglichen, Satellitenkommunikationsnetze mit Fähigkeiten aufzubauen, die mit denen führender Betreiber vergleichbar sind.“