
AUDIO: Konsequenzen folgen nach Eklat Pride-Flaggen in Europa-Passage (1 Min)
Stand: 11.08.2026 18:12 Uhr
Nach dem Eklat um Regenbogenflaggen in der Europa Passage am Rande des CSD hat das verantwortliche Sicherheitsunternehmen im Gespräch mit NDR 90.3 und Hamburg Journal Fehler eingeräumt.
Besucher waren von Security-Mitarbeitern aufgefordert worden, ihre Pride-Flaggen abzulegen – obwohl es dafür keine Anweisung gab. Jetzt hat der Chef des Security-Unternehmens Konsequenzen angekündigt. Externe Sicherheitskräfte sollen künftig strenger ausgewählt und besser geschult werden. Das sieht der Maßnahmenplan der Sicherheitsfirma vor, der NDR 90.3 und Hamburg Journal exklusiv vorliegt. Ein Schwerpunkt: Deeskalation und der respektvolle Umgang mit vulnerablen Gruppen.
Vorfälle in Schulungen aufarbeiten
Auch die Vorfälle beim CSD sollen in Schulungen konkret aufgearbeitet werden. Für die Situation in der Europa Passage macht das Security Unternehmen vor allem zusätzlich eingesetzte Kräfte eines Subunternehmens verantwortlich. Sie hätten sich nicht an die Qualitäts- und Verhaltensstandards gehalten. Firmenchef Thomas Pütz sagte dem NDR, bei solchen Veranstaltungen brauche es Mitarbeiter mit mehr Fingerspitzengefühl. Die Auswahl müsse deutlich sensibler laufen.
Die Betreiber der Europa Passage hatten das Security-Unternehmen beauftragt. Der Center-Manager hatte sich kurz nach dem CSD für die unverhältnismäßigen Kontrollen entschuldigt
Einer der betroffenen CSD-Besucher wurde später von der Polizei in Gewahrsam genommen. Der Fall beschäftigt die queere Community bis heute.

Die Polizei musste am Samstag mehrfach zur Europa Passage am Ballindamm ausrücken. Dort gab es Ärger wegen Regenbogenflaggen.

Nach dem Anschlag in Berlin ist der CSD in Hamburg friedlich verlaufen – mit rund 300.000 Menschen so groß wie nie zuvor.