Heftige Kritik an der „Naturwiederherstellungsverordnung“ und „Entwaldungsverordnung“ hat die Ostallgäuer Kreisbäuerin Karina Fischer beim Fachgespräch der Arbeitsgemeinschaft Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Ostallgäu geübt. „Beides entspricht einer Entwertung und Enteignung und geht überhaupt nicht“, machte sie auf der Kalbelehof-Alpe deutlich. Dr. Alois Kling, der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, hatte zum „Agrargipfel“ diesmal auf die Alpe eingeladen, die auf österreichischer Flur liegt, aber vom Pfrontener Rechtlerverband bewirtschaftet wird. Dort fanden sich wichtige Vertreter der Land-, Alp- und Forstwirtschaft ein, darunter allein zehn Kreisrätinnen und -räte. Vor der Kreisbäuerin hatte schon der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Andreas Schmid, Stellung zur EU-Agrarpolitik bezogen. Die bisherigen beiden Säulen mit einerseits Direktzahlungen und andererseits Förderung des ländlichen Raums beispielsweise mit Agrarumwelt-Programmen müssten erhalten bleiben. Dies gelte auch für die Beibehaltung eines eigenen Fonds für Haushaltsmittel im Agrarbereich.