Am 19. August warnte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, dass Europa es sich angesichts des wachsenden Drucks auf das Wachstumsmodell des Kontinents nicht leisten könne, die Revolution der künstlichen Intelligenz (KI) zu verpassen.
In ihrer Rede auf einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Genf, Schweiz , verwies Frau Lagarde auf die Lehren der Vergangenheit, als Europa die erste digitale Revolution beinahe verpasst hätte. Die wirtschaftlichen Vorteile der damaligen Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie flossen größtenteils anderen Regionen zu.
Deshalb betonte der Präsident der EZB, dass Europa diesen Fehler bei der KI, die als zweite digitale Revolution gilt, nicht wiederholen dürfe.
Aktuell führen die USA und China das globale KI-Wettrennen an, da ihre Unternehmen kontinuierlich die fortschrittlichsten groß angelegten Sprachmodelle entwickeln und in rasantem Tempo massive Rechenzentrumssysteme aufbauen.
Obwohl europäische Unternehmen massiv in KI investieren, behindern interne Barrieren innerhalb der Eurozone ihre Fähigkeit zur Skalierung.
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Frau Lagarde erklärte, die Fragmentierung des EU-Marktes schwäche die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen innerhalb der EU und erschwere die Kapitalbeschaffung, insbesondere im Vergleich zu ihren amerikanischen Konkurrenten. Infolgedessen gebe es in Europa nur sehr wenige Unternehmen, die global agieren, und die Einführung neuer Technologien in die Wirtschaft habe sich verlangsamt.
Der EZB-Präsident fügte hinzu, dass Skalierbarkeit für Europa von entscheidender Bedeutung sei, um im KI-Sektor wettbewerbsfähig zu bleiben, und zwar zu einer Zeit, in der das Wirtschaftsmodell des Blocks vor zahlreichen Herausforderungen stehe.
Laut der Analyse des EZB-Präsidenten erodiert Europas Nachkriegswachstumsmodell, das auf drei soliden Säulen basierte, allmählich.
Zu diesen drei Säulen gehören eine regelbasierte globale Ordnung, die durch die Sicherheit der USA, billige Energie und die Entwicklung des Welthandels gewährleistet wird.
Allerdings schwächen sich alle drei Faktoren im Zuge der Veränderungen im internationalen Umfeld ab, sodass eine Rückkehr des alten Modells zu seinem früheren Zustand unwahrscheinlich ist.
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Diese Instabilität verstärkte sich mit der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus und führte zu einer weiteren Zersplitterung des transatlantischen Bündnisses.
Herr Trump verhängte strenge Zölle auf aus der EU importierte Waren und stellte Amerikas langfristiges Sicherheitsengagement für den Kontinent in Frage.
Quelle: https://www.vietnamplus.vn/chu-tich-ecb-chau-au-khong-the-bo-lo-cuoc-cach-mang-ai-post1131178.vnp