Die EU hat ukrainischen Landwirten angesichts der Schließung des Hafens von Odessa die Hilfe verweigert. Foto: AFP
Laut der Nachrichtenagentur TASS bestätigte Markus Lammert, Vertreter der Europäischen Kommission, in einem Interview mit der Online-Ausgabe der „Europäischen Prawda“ in der Ukraine die Ablehnung eines neuen Hilfspakets. Zuvor hatte das ukrainische Ministerium für Landwirtschaft und Ernährungspolitik in Brüssel zusätzliche 220 Millionen Euro beantragt, um Landwirten bei der Bewältigung der durch die Störungen in den Seehäfen verursachten Schwierigkeiten zu helfen. Europäische Beamte kamen jedoch zu dem Schluss, dass die bestehenden Finanzmaßnahmen ausreichen, um das System aufrechtzuerhalten.
Herr Lammert bestätigte, dass die EU-Kommission auf das Schreiben des ukrainischen Landwirtschaftsministers geantwortet und mögliche Unterstützungsmaßnahmen auf Grundlage der bestehenden Infrastruktur skizziert habe. Er betonte, dass ukrainische Landwirte weiterhin von den laufenden Hilfspaketen aus Brüssel profitierten. Insbesondere würden die Zinszuschüsse wie geplant fortgeführt, wodurch die finanzielle Grundversorgung der Bevölkerung gesichert werde.
Der Hilferuf resultiert aus der Unterbrechung des Seeverkehrssystems. Seit dem 22. Juli ist der gesamte Handelsverkehr im Hafengebiet Groß-Odessa, zu dem Odessa, Tschornomorsk und Juschni gehören, vollständig zum Erliegen gekommen.
Diese Häfen waren von entscheidender Bedeutung für den Großteil der ukrainischen Getreide- und Metallexporte auf die internationalen Märkte. Laut Behördenangaben sind seitdem keine ausländischen Frachtschiffe mehr angekommen oder abgefahren. Dadurch ist eine wichtige Devisenquelle weggebrochen, was dem heimischen Agrarsektor unmittelbar geschadet hat.
Quelle: https://baonghean.vn/eu-tu-choi-ho-tro-nong-dan-ukraine-khoan-tien-220-trieu-euro-10348990.html