Bei der jüngsten Auktion der Handelsplattform Global Dairy Trade sind die Preise für verschiedene Milchprodukte gestiegen. Der Durchschnittspreis legte über Nacht um knapp 2,3 % auf 3.873 US-Dollar (6.597 NZ-Dollar) zu. Dies folgte auf eine Phase stabiler Preise bei der vorangegangenen Auktion, bei der vor zwei Wochen lediglich ein Anstieg von 0,1 % verzeichnet worden war. Rosalind Crickett, Analystin für Milchprodukte an der New Zealand Exchange, bezeichnete das Ergebnis in einer Mitteilung als erneut positiv für die meisten Milchprodukte.
„Die Marktstimmung dreht sich auch in den letzten Wochen weiterhin um denselben Punkt. Zwar war die weltweite Milchproduktion in den meisten Regionen im bisherigen Jahresverlauf stark, doch könnten Rekordtemperaturen auf der Nordhalbkugel – gepaart mit dem womöglich stärksten jemals verzeichneten El-Niño-Phänomen auf der Südhalbkugel in den kommenden Monaten – die Dynamik auf der Angebotsseite verändern.“
Zudem betonte Crickett, dass für Käufer nun ein entscheidender Zeitpunkt sei, um ihre Bestellungen unter Dach und Fach zu bringen. Der Preis für das wichtige Vollmilchpulver stieg um 3 % auf 3.591 US-Dollar (6.116 Dollar). Auch der Preis für Magermilchpulver legte zu – um 7,6 % – und bewegte sich damit nahe an den Höchstständen der letzten zwölf Monate, die im Mai dieses Jahres verzeichnet worden waren.
Laut Crickett entsprach dies den Erwartungen, da Bedenken hinsichtlich der künftigen Milchproduktion bestanden. „Während die jüngsten Daten aus Europa und den USA weiterhin Wachstum zeigten, berichten Landwirte aus Europa, dass sie angesichts der Dürre bereits auf ihre Winterfuttervorräte zurückgreifen müssen.“
Butter verbilligte sich unterdessen um 2 % und wasserfreies Milchfett um 6 % – eine Entwicklung, die auf das reichliche weltweite Angebot an Milchfetten zurückgeführt wird. Ansonsten legte Mozzarella um 6,1 % zu, Laktose stieg um 3,2 % und Cheddar erhöhte sich um 0,6 %, während der Preis für Buttermilchpulver um 3,5 % fiel. Insgesamt wurden 41.054 Tonnen an 130 erfolgreiche Bieter verkauft; bei der vorangegangenen Auktion waren es noch 40.504 Tonnen an 132 Bieter gewesen.
In der vergangenen Woche hob Fonterra seine Prognose für das Buttervolumen der kommenden zwölf Monate um 4,7 % an, während die US-Butterproduktion im Juni im Jahresvergleich um 8,5 % und die europäische Produktion im Mai um 5,4 % zunahm.